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Old 12-11-2004, 02:58 PM   #1
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Default Tennis-Bundesliga vor grundlegenden Reformen

http://www.rundschau-online.de/kr/Kr...=1038816903334
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Tennis-Bundesliga vor grundlegenden Reformen

Düsseldorf - Die Tennis-Bundesliga steht vor einer grundlegenden Reform und droht dem Deutschen Tennis-Bund (DTB) sogar mit der Abspaltung. "Über allem steht die Wirtschaftlichkeit und die Zukunft der Bundesliga", sagte Liga-Sprecher Burchard von Arnim am Donnerstag in Düsseldorf. Sollte der DTB den Vorschlägen der Liga nicht nachkommen, sei die Organisationszugehörigkeit der 1. Bundesliga der Herren "nicht zwingend unter dem Dach des DTB erforderlich", erklärte von Arnim.

Ende November hatten die neun im kommenden Jahr in der Bundesliga vertretenen Vereine auf einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung weit reichende Beschlüsse gefasst, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. So soll unter anderem das Mannschaftsspielsystem von bisher sechs Einzel- und drei Doppel- Matches auf vier Einzel- und zwei Doppel-Matches umgestellt werden. "Unsere Spieltage dauern einfach zu lange. Das ist unattraktiv für Spieler, Zuschauer und Medien", meinte von Arnim.

Zudem wollen die Liga-Vertreter statt eines dritten Satzes einen so genannten Super-Tiebreak (bis 10) spielen lassen und die DTB-Top- 50-Regelung einführen. Diese Regel besagt, dass Profis, die unter den Top 50 der Weltrangliste stehen, nicht in der Bundesliga eingesetzt werden dürfen. Da sich der DTB nach Angaben von Arnims bislang nicht zu Reformen durchringen konnte, könnten die Änderungen frühestens zur Saison 2006 in Kraft treten. "Beim DTB hat leider das Traditionalistendenken die Oberhand gewonnen", kritisierte von Arnim. Die Beschlüsse liegen nach seinen Worten dem DTB vor: "Jetzt liegt der Ball nicht mehr bei uns." (dpa)
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Bundesliga gründet eigene Organisation
DTB-Präsident von Waldenfels gesprächsbereit

Neuss (sid). Mit Gelassenheit hat Georg von Waldenfels auf die Beschlüsse der Vereine der Tennis-Bundesliga reagiert, die sich eine eigene Organisationsstruktur geben wollen und ab der Saison 2006 mit Vierer-Teams spielen werden. "Wir werden versuchen, diese Reformen gemeinsam umzusetzen", sagte der Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB) am Freitag dem sid und signalisierte gleichzeitig Gesprächsbereitschaft: "Ich habe den Eindruck, dass auch die Bundesliga an einer gemeinsamen Lösung interessiert ist."

Auf einer Gesellschafter-Versammlung beschlossen die neun Klubs der 1. Tennis- Bundesliga Herren, eine eigene Organisationsstruktur mit weitgehenden Selbstbestimmungsrechten zu gründen. Unter anderem will sich die Liga selbst vermarkten, es soll überwiegend am Sonntag statt freitags gespielt werden. Statt eines dritten Satzes wird es einen Super-Tiebreak bis zehn geben, und die Regelung über Einsätze von Profis aus den Top 50 der Weltrangliste wird liberalisiert.

Wichtigster Beschluss allerdings war die Einführung der Vierer-Mannschaften, der vor allem aus Kostengründen getroffen wurde. Ein entsprechender Antrag wurde Mitte November auf der Mitgliederversammlung des DTB in Timmendorfer Strand abgelehnt. Der DTB argumentierte dabei mit der Einheitlichkeit seiner Ligen im Punktspielbetrieb und einer Auf- und Abstiegsregelung.

"Ich habe in einem Gespräch mit Liga-Sprecher Burchard von Arnim klar gemacht, dass 4er- oder 6er-Mannschaften für uns keine Glaubensfrage darstellen", sagte von Waldenfels und zeigte sich nun kompromissbereit. Auch die eigene Organisationsstruktur nach dem Vorbild der Deutschen Fußball Liga (DFL) lehnt der DTB-Präsident nicht ab: "Das kann so sein, ich bin da völlig offen. Ich möchte gerne versuchen, dass wir gemeinsam zu einer Lösung kommen."
(sport-informations-dienst (sid) / Andreas Hardt)


http://www.tennisbundesliga.de/seite...12_10_04c.html
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1. Tennis-Bundesliga Herren
Grundlegende Strukturveränderungen beschlossen

HalleWestfalen. Auf der außerordentlichen Gesellschafterversammlung der 1. Tennis-Bundesliga Herren am 24. November 2004 wurde folgendes beschlossen:

1. Die 1. Tennis-Bundesliga Herren gibt sich eine eigene Organisationsstruktur mit weitgehenden Selbstbestimmungsrechten. Die Organisationszugehörigkeit >1.Tennis-Bundesliga Herren< soll unter dem Dach des Deutschen Tennis Bundes (DTB) angesiedelt sein, ist aber nicht zwingend erforderlich.

2. Mit Einrichtung der eigenen Organisationsstruktur wird der Spielbetrieb der >1. Tennis-Bundesliga Herren< reformiert, wobei die folgenden Punkte nicht abschließend sind. Die Umsetzung erfolgt für die Saison 2006:

2.1 Die Spielzeit einer Saison wird um zwei Wochen verlängert. Sie besteht dann aus sechs bzw. sieben Spieltagen an Sonntagen und nur noch aus zwei Freitagspieltagen. Der erste Freitagspieltag erfolgt zu Beginn, der zweite am Ende der Saison.

2.2 Je nach regionaler Gegebenheit kann auch vorzugsweise der Samstag als Spieltag gewählt werden.

2.3 Statt eines dritten Satzes wird in allen Matches (Einzel und Doppel) ein Super-Tiebreak gespielt.

2.4 Abschaffung der DTB-Top 50-Regelung in der jetzigen Form und Adaption der wesentlich weniger restriktiven ATP 50-Regelung.

2.5 Das Mannschaftsspielsystem wird von bisher sechs Einzel- und drei Doppelmatches auf vier Einzel- und zwei Doppelmatches umgestellt.

2.6 Zukünftig soll es nur noch einen Absteiger aus der >1.Tennis-Bundesliga Herren< geben.

3. Weitgehende Freigabe der Werbemöglichkeiten/-rechte für die Vereine und die >1. Tennis-Bundesliga Herren< sowie deren Selbstbestimmung:

3.1 Werbung am Mann erlauben.

3.2 Bandenwerbung (stirnseitig) nach ITF-Regelung. Hier sind nur die Farben gelb und weiß ausgeschlossen.

3.3 Eigenvermarktung (zum Beispiel Spielball).

3.4 TV-Rechte liegen bei der >1. Tennis-Bundesliga Herren< bzw. deren Organisation.



Gründe für die grundsätzlichen Veränderungen:

· Entscheidend für die Schaffung einer eigenen Organisationsstruktur ist, dass die jetzige Situation, in der über die für >1. Tennis-Bundesliga Herren< existenziell notwendigen und zukunftsweisende Fragestellungen von Gremien und Personen entschieden werden, die nicht über die für solche Entscheidungen notwendigen Sachkenntnisse verfügen. Für diese Gremien steht nicht die >1. Tennis-Bundesliga Herren< im Mittelpunkt ihrer sportpolitischen Verbandstätigkeit. Das Entscheidungen, wie sie zuletzt auf der 56. DTB-Mitgliederversammlung in Timmendorf getroffen wurden, kommen aufgrund verbandspolitischer Erwägungen und dogmatischer Überlegungen zustande. Dies ist für die >1. Tennis-Bundesliga Herren< Existenz bedrohend.

· Durch die Verlängerung der Saison wird sich auch der sportliche Spannungsbogen erhöhen und die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wird sich erheblich verbessern.

· Freitagsspieltage sind unattraktiv. Zudem beinhalten sie auf Grund der Turnierverpflichtungen der Spieler auch über Unabwägbarkeiten in punkto derer Spielbereitschaft. So verbleibt für jedes Team lediglich ein Freitagsheimspiel.

· Die Gesamtdauer eines einzelnen Bundesliga-Spieltages ist zu lang, von daher ist eine kürzere und zuschauergerechte Spieldauer notwendig. Die Einführung eines Super-Tiebreaks wird derzeit auch international intensiv diskutiert und getestet. Diesen anstelle eines dritten Satzes zu spielen führt nicht zur Verringerung der Spannung, eher zu einer Erhöhung derselben. Auf Grund der sich somit ergebenen kürzeren und berechenbareren Spieldauer bringt dies eine Vielzahl von Vorteilen mit sich.

· Die bestehende DTB Top 50-Regelung geht weit über das hinaus, was die ATP in ihrer >Special-event-rule< vorschreibt. Die Regelungen der ATP in der jetzigen Form werden anerkannt (Masters Turniere und .Turniere der International Series Gold). Durch den in Einzelfällen .möglichen Einsatz internationaler Top-Stars wird die Attraktivität der >1. Tennis-Bundesliga Herren< gesteigert.

· Wesentlicher Grund für diese Änderung der Mannschaftsgröße ist die Sicherstellung der Finanzierbarkeit sowie die Möglichkeit, einen kürzeren und kompakteren Spieltag durchzuführen. Die Bundesliga kann hier durchaus Vorreiter sein, da der Trend im deutschen Mannschaftstennis deutlich in Richtung 4er-Mannschaften geht.

· Die >1. Tennis-Bundesliga-Herren< kann nicht mit den anderen am DTB-Spielbetrieb beteiligten Bundesligen verglichen werden. Auf Grund der hohen Professionalität ist die >1. Tennis-Bundesliga Herren< ein zuschauerintensiver Spielbetrieb und als reine Profiliga zu betrachten. Der Zuspruch in der Öffentlichkeit ist auf dieses Kriterium zurückzuführen, denn sowohl das Spielerpotential als auch der Eventcharakter ist für den Ligaspielbetrieb einmalig.

· Es ist allgemein ein verändertes Zuschauerverhalten bei Sportveranstaltungen festzustellen. Der Besucher will in einer überschaubaren Zeit Resultate haben und ist nicht gewillt, bis zur acht und mehr Stunden einem Bundesliga-Spieltag beizuwohnen.

· Ein derartig stundenintensiver Bundesliga-Spieltag ist zudem Medienfeindlich. Überregionale Tageszeitungen haben zumeist dann ihren ersten Andruck, wenn noch die Einzelmatches laufen. Außerdem lässt die zeitliche Dauer keine Spielräume zu, Teams und Mannschaft publikumsfreundlicher auf den Anlagen zu präsentieren.

Auf der 56. DTB-Mitgliederversammlung in Timmendorf wurden unter anderen folgende Beschlüsse gefasst, die bereits für die Saison 2005 Gültigkeit haben:
1. Den Vereinen ist es gestattet, in den Mannschaftsnamen den Namen eines Sponsors aufzunehmen.

2. Sollten sich am Montag nach den French Open gemeldete Spieler unter den Top50 der ATP Race befinden, so kann der betroffene Verein binnen einer Woche bis zu zwei Spieler nachmelden.

3. Die Finalspiele entfallen.

1. Tennis-Bundesliga Herren
Burchard von Arnim (Sprecher)
Marc Raffel (stellvertreter)
Düsseldorf, 09. Dezember 2004
__________________
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