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Traumziel ist das ATP-Tour-Finale
Tennis: Als Doppelspieler in der erweiterten Weltspitze etabliert - Rückkehr nach Seeheim nicht ausgeschlossen
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Bei den Australian Open hofft der Jugenheimer Philipp Marx auf einen Platz im Hauptfeld der Doppel-Konkurrenz mit seinem Partner Igor Zelenay. Archivfoto: Herbert Krämer
Der in Jugenheim wohnende Tennisprofi Philipp Marx fiebert dem 11. Januar des nächsten Jahres entgegen. An diesem Tag wird sich entscheiden, ob er mit seinem slowakischen Partner Igor Zelenay in das 57 Doppel umfassende Hauptfeld bei den Australian Open (18. bis 31. Januar in Melbourne) aufgenommen wird. Dass die Startberechtigung nicht unwahrscheinlich ist, verdankt der Siebenundzwanzigjährige den Erfolgen der letzten Wochen und Monate. Seit Anfang Oktober arbeitete er mit dem gleichaltrigen Igor Zelenay zusammen, der sich wie Marx ganz auf Doppelkonkurrenzen konzentriert. Zelenay kletterte auf Position 71, Marx auf Position 75 der Doppel-Weltrangliste. Der Jugenheimer ist damit fünftbester deutscher Doppelspieler.
ECHO: Am 18. Januar beginnen in Melbourne die Australian Open. Wird Philipp Marx in der Doppel-Konkurrenz mit Igor Zelenay dabei sein?
Philipp Marx: Wir sind zuversichtlich, am 11. Januar einen positiven Bescheid zu bekommen.
ECHO: Wovon hängt die Teilnahme ab?
Marx: Die Sache ist eigentlich ganz einfach. Im Hauptfeld ist für 57 Doppel Platz, eine Qualifikation gibt es nicht. Für die gemeldeten Doppel wird jeweils eine Startzahl ermittelt, die sich aus der Addition der Doppel-Weltranglistenpositionen ergibt. Das macht bei uns die Summe 146. Diese Startzahl muss gut genug sein, um zum Kreis der zugelassenen Doppel zu gehören.
ECHO: In diesem Jahr haben Sie sich endgültig als Doppelspezialist profiliert und sind in die erweiterte Weltspitze vorgestoßen. Sie waren dabei mit mehreren Partnern erfolgreich, zum Beispiel mit dem Australier Rameez Junaid oder dem früheren Daviscupspieler Michael Kohlmann. Am besten geklappt hat es aber zuletzt mit dem Slowaken Igor Zelenay. Wie ist das zu erklären ?
Marx: Entscheidend ist wohl, dass wir uns beide ausschließlich auf die Doppelkonkurrenz konzentrieren. Vor allem die Absprachen, welche Turniere wir spielen, sind völlig problemlos. Das war mit Spielern, die im Einzel Ambitionen hegen, sehr viel schwieriger.
ECHO: Wie kam die Zusammenarbeit mit Zelenay zustande?
Marx: Das war Zufall. Igor, den ich kaum kannte, hat mich angerufen und gefragt, ob wir es nicht einmal versuchen sollten. Ich habe zugesagt und wir hatten sofort Erfolg. Wir verstehen uns auf und neben dem Platz hervorragend.
ECHO: 2005 waren sie nach einer Reihe spektakulärer Erfolge als Einzelspieler in der Weltrangliste auf Platz 370 vorgerückt und waren zuversichtlich, einen Platz unter 200 erreichen zu können. Warum kam dann alles anders ?
Marx: Das hat mehrere Gründe. Zunächst habe ich damals die falschen Turniere gespielt. So habe ich im Sommer auf europäischen Turnieren auf Sand gespielt, nicht auf den amerikanischen Hartplatz-Turnieren. Auf Sand blieb dann der Erfolg aus. Ich büßte stets das ein, was ich mir im Winter auf den schnellen Hallenböden erarbeitet hatte. Ich kam einfach nicht weiter. Außerdem habe ich nicht hart genug und auch nicht konsequent genug trainiert. In dieser Zeit habe ich sogar über meinen Abschied von der Tour nachgedacht.
ECHO: Wie haben Sie die Krise überwunden?
Marx: Ich habe versucht, alles professioneller anzugehen. Im Juni des Vorjahres hatte ich dann die Idee, mich ganz auf die Doppelkonkurrenzen zu konzentrieren. Die Erfolge, die sich bald einstellten, kamen allerdings nicht von ungefähr. Ich war immer schon ein sehr guter Doppelspieler und habe mich in letzter Zeit gesteigert.
ECHO: Im Jahre 2005 nannten sie Ihre Mutter und Uli Kraft als wichtige Bezugspersonen, Ihre Mutter als Managerin, Kraft als Trainer.
Marx: Daran hat sich nicht viel geändert. Ich bin zwar selbstständiger geworden und stelle meinen Turnierplan zusammen, aber den ganzen Schreibkram und die Finanzen regelt weiterhin meine Mutter. In den Wettkampfpausen suche ich jede Gelegenheit, um in Lorsch mit Uli Kraft zu trainieren. Das ist sehr wichtig für mich.
ECHO: Sie waren im Sommer des öfteren als Zuschauer bei den Hessenliga-Begegnungen des TC Seeheim. Bietet sich nicht ein Wechsel nach Seeheim an ?
Marx: Ich habe immer gesagt: Der TC Seeheim ist mein Heimatverein, dem ich viel zu verdanken habe. Deshalb ist ein Wechsel nach Seeheim immer eine Option. Allerdings noch nicht im nächsten Jahr. Ich bin auf die idealen Trainingsbedingungen im Leistungszentrum des Württembergischen Tennisverbandes in Stuttgart angewiesen. Deshalb bleibe ich beim TEC Waldau Stuttgart.
ECHO: Was traut sich Philipp Marx zu, wie weit kann es gehen?
Marx: Mein Nahziel sind die Top 50 in der Weltrangliste. Der Traum eines jeden Doppelspielers ist die Teilnahme am ATP-World-Tour-Finale, dem früheren Masters der acht besten Doppel. Diesen Traum träume ich.
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Tonight at 1am they will play on MCA against Junaid/Luczak in the second round. That's a good chance to achieve his biggest success on tour. He is German number 4 at the moment and I hope he can get a bit closer to Kas in the ranking this year.