MensTennisForums.com - View Single Post - Philipp Petzschner

View Single Post

Old 01-27-2009, 10:41 PM   #927
country flag JMG
Registered User
 
JMG's Avatar
 
Join Date: Apr 2004
Posts: 22,711
JMG has a reputation beyond reputeJMG has a reputation beyond reputeJMG has a reputation beyond reputeJMG has a reputation beyond reputeJMG has a reputation beyond reputeJMG has a reputation beyond reputeJMG has a reputation beyond reputeJMG has a reputation beyond reputeJMG has a reputation beyond reputeJMG has a reputation beyond reputeJMG has a reputation beyond repute
Default Re: Philipp Petzschner

Solid match today, 62 75 over Bednarek/Karol (6-3 breaks). Positive was the returning, Philipp didn't even hit UEs with his backhand. Negative was Dorsch's serving. Low % and hardly winners. I can understand how Mannarino could win 52% of returning points against him.

-------------

Heilbronn Open: Petzschner hat noch Platz im Garten
Von Lars Müller-Appenzeller



Tennis - Quizfrage: Welcher deutsche Tennisprofi hat zuletzt ein bedeutendes ATP-Turnier gewonnen? Haas? Nein. Kohlschreiber? Fast. Petzschner? Genau. Petzschner. Philipp Petzschner. „Hallo zusammen, gutes neues Jahr noch“, sagte er strahlend bei seiner Ankunft im Tennis-Center Talheim und begrüßte die Helfer per Handschlag. Die erwiderten: „Danke, gleichfalls.“ Wenn das Jahr 2009 für Philipp Petzschner ähnlich gut und erfolgreich verläuft wie das Jahr 2008, dann ist er mit Sicherheit zufrieden. „Vor einem Jahr war ich hier in Heilbronn die Nummer 178 der Welt“, sagt der 24-Jährige. Jetzt steht er auf Platz 63 – und ist im deutschen Tennis eine ganz große Nummer. Nur Rainer Schüttler (ATP 31), Philipp Kohlschreiber (34) und der verletzte Nicolas Kiefer (37) stehen im Ranking vor ihm.

139.000 Euro „Der Turniersieg in Wien war ein kleiner Ausreißer nach oben“, sagt er über den Coup Mitte Oktober. „Das war ein großer und unerwarteter Erfolg.“ Für den Triumphmarsch durch Qualifikation und Hauptfeld bekam er 139 000 Euro Preisgeld. Was tun in diesen Tagen mit solch einem Batzen: Aktien? Festgeldkonto? Der gebürtige Bayreuther, der jetzt in Pulheim bei Köln lebt, lacht: „Ich habe es im Garten verbuddelt.“ Und der Garten sei groß. Die Wahrheit ist: „Da bleibt nicht viel übrig: Für Trainer und die Reisen hat man ganz schöne Ausgaben. Das sind im Jahr schon an die 150 000 Euro. Aber das ist schwer, in Zahlen zu fassen.“

Spiel mit Zahlen

Philipp Petzschner liebt das Spiel mit Zahlen: Er würfelt gerne, er spielt Tennis – und mit Aktien. „Das ist ein Hobby von mir, ja. Ich lese gerne das ’Handelsblatt’ und die ’Financial Times’ und überlege mir, welche Aktien ich kaufen würde, wenn ich Geld hätte. Aber ich bin zu sparsam und konservativ erzogen, um tatsächlich Geld in Aktien zu stecken.“ Sollte der Daviscupspieler Wimbledon gewinnen, wäre er vorbereitet – wenn es darum ginge, das Preisgeld (im Vorjahr waren es 953 000 Euro) zu verjubeln: „Wenn ich mal Geld habe, lasse ich mir ein eigenes Golfset machen.“

Philipp Petzschner jammert nicht. Er liebt seinen Job. Aber er hält fest: „Das vergangene Jahr war finanziell nicht so lukrativ. Ich habe keine Sponsoren.“ Dafür hat er drei Köpfe zu ernähren. Seine Klamotten zahle er selber. Hat der Turniersieg nichts bewegt? „Nein, da hat sich nicht allzu viel getan. Vielleicht liegt es an der Finanzkrise.“

Heute gegen Langer Hätte Petzschner auf seine Kollegen gehört, würde er heute nicht gegen den Affalterbacher Nils Langer (TC Waiblingen/ATP 976) aufschlagen. „Bei den Australian Open haben alle gesagt, ich solle Heilbronn absagen. Aber ich wollte dem Turnier hier etwas zurückgeben.“ Petzschner hatte im vergangenen Jahr eine Wildcard bekommen – und war ins Finale gegen Andrey Golubev eingezogen, wo er wegen einer Oberschenkelverletzung im dritten Satz hatte aufgeben müssen.

Länderspiel

Der in Talheim an Position zwei gesetzte Philipp Petzschner hat sich für den Februar einiges vorgenommen. Bis zum Daviscup-Spiel in Garmisch-Partenkirchen gegen Österreich vom 4. bis 6. März wird er jede Woche ein Turnier bestreiten. Teamchef Patrik Kühnen, der in den nächsten Tagen am Rauhen Stich vorbeischauen will, habe noch nicht mit ihm über das Länderspiel gesprochen. Aber Kühnen kommt nicht am jungen Mann mit dem gepflegten Viertagebart vorbei – sowieso nicht nach der Daviscup-Absage von Thomas Haas.

Bis Anfang März ist es noch eine ganze Weile hin. Zeit für Philipp Petzschner, um kräftig zu punkten und Geld zu verdienen. In seinem Garten ist noch Platz.
JMG is offline View My Blog!   Reply With Quote