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Old 05-17-2006, 05:43 PM   #68
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press conference transcript with Kiwi today:

Quote:
Hamburg, 17. Mai 2006


Pressekonferenz mit NICOLAS KIEFER


Mirnyi - Kiefer 6:2, 6:2


F: Nadal und Federer haben das Turnier erschöpfungsbedingt abgesagt, Tommy Haas musste gestern aufgeben wegen einer Pollenallergie, leider sind Sie als weiterer Publikumsliebling heute ausgeschieden. Viele Zuschauer sind sehr enttäuscht. Können Sie das nachvollziehen?

KIEFER: Ich bin auch enttäuscht, weil ich mir mehr vorgenommen habe für heute. Ich habe mich eigentlich ganz gut gefühlt. Ich bin schnell unter die Räder gekommen am Anfang, habe gleich ein Break bekommen und musste immer hinterher laufen. Er hat die Oberhand gehabt, hat frei aufspielen können. Ich habe einfach nicht zu meinem Spiel gefunden. Das ist das, was mich enttäuscht. Es ist schwer gewesen. Ich muss sagen, er hat unglaubliches Tennis gespielt, aber trotzdem … Es war schwer. Mir tut es natürlich auch Leid für Zuschauer. Klar habe ich mir einiges vorgenommen, klar ist es sicherlich nicht mein bester Belag, aber trotzdem habe ich mir gewünscht, dass ich ihn schlage, dass ich weiterkomme.


F: Bis Ende des zweiten Satzes haben Sie gespielt wie mit angezogener Handbremse. Zum Schluss hat sich das geändert, Sie haben aufgedreht, hatten mehr Power. Woran hat es gelegen vorher? War der Druck zu groß vor deutschen Zuschauern? War es die Anspannung?

KIEFER: Meinen Druck baue ich mir selbst auf, weil ich unbedingt gewinnen will. Ich gehe da raus und versuche um jeden Ball zu kämpfen und versuche eine Lösung zu finden. Heute fing es gleich unglücklich an. Ich musste immer einen Break hinterher laufen. Wenn er die Oberhand hat, ist es schwer. Das weiß ich aus den anderen Begegnungen. Heute habe ich nicht gut returniert, wieder ohne Aufschlag gespielt und das ist natürlich schwer.


F: Zum Ende des Spiels gab es einen kleinen Disput mit dem Linienrichter. Hat das das Fass dann noch zum Überlaufen gebracht?

KIEFER: Klar, es ist nicht einfach gewesen. Ich habe innerlich gebrodelt und war auf 180. Da habe ich ein bisschen am Break geschnuppert und doch noch eine Chance gesehen. Das ist das, was ich die ganze Zeit versucht habe, zu kämpfen und dran zu bleiben. Das letzte Spiel war 0:40, ich hatte meine Breakbälle und die habe ich nicht genutzt. Klar, wenn dann so ein enger Ball ist, ist man innerlich natürlich noch aufgedrehter, aber letztendlich hat es daran auch nicht gelegen. Er hat einfach gutes Tennis gespielt, das muss ich akzeptieren. Es fällt mir zwar schwer, weil ich mir mehr ausgerechnet habe. Ich bin enttäuscht, weil ich mir mehr vorgenommen habe. Gestern hatte ich super Unterstützung gehabt, heute auch. Die Zuschauer standen die ganze Zeit hinter mir, aber ich konnte es halt nicht umbiegen.


F: Was ist es, warum es hier nicht klappt? Sind das allein die Verhältnisse und warum sind die für Dich so schwierig?

KIEFER: Ich würde nicht sagen die Verhältnisse. Fakt ist, dass ich mich über die letzten 10 Jahre schwerer getan habe auf Sand.


F: Das war das neunte Mal, dass Du hier warst, 1 Mal 3. Runde.

KIEFER: Das ist glaube ich nicht nur hier in Hamburg so. Bei den anderen Sandplatzturnieren ist es auch so. Es fällt mir sicherlich schwerer, aus welchem Grund auch immer. Ich fühle mich halt wohler auf schnellen Belägen, auf Hartplatz oder Rasen. Gerade auf Sand muss man vielleicht mehr Geduld mitbringen. Ich bin ein Spieler, der das Risiko liebt. Ich gehe auf die big points. Andererseits muss man trotzdem auch versuchen auf jedem Belag solide zu spielen. Ich hatte Monte Carlo 3. Runde, Rom 2. Runde, hier 2. Runde, jetzt versuche ich in Düsseldorf noch mal bisschen reinzukommen, so dass ich die Sandplatzsaison bei den French Open gut beenden kann. Aber woran es genau liegt, kann ich auch nicht sagen.


F: Das hat nichts damit zu tun, dass Sie hier in Deutschland spielen und der Druck größer ist als im Ausland?

KIEFER: Ich habe in Rom genauso 2. Runde verloren oder in Monte Carlo auch. Ich spiele gerne hier und natürlich würde ich lieber weiter kommen. Wenn wir Hamburg auf Rasen hätten, würde es vielleicht ganz anders aussehen. Das ist halt nicht so. Ich muss mit den äußeren Bedingungen zurechtkommen. Darauf kann ich mich vorbereiten. Es gibt auch keine Ausreden. Der Typ bin ich nicht. Ich bin hier, muss auf Sand spielen und dazu muss ich mich stellen. Das tue ich auch. Mein Ziel muss sein, auf Sand eine Lösung zu finden und etwas dazuzulernen. Über die Jahre ist es sicherlich besser geworden, aber nicht optimal, ganz klar. Es wäre natürlich schön, wenn ich auf Sand noch mal was reißen kann. Letztes Jahr in Paris war es eigentlich ganz gut. Ich muss jetzt versuchen, so schnelle wie möglich wieder in mein Spiel zu finden, dass der Körper wieder richtig in Takt, richtig in Schuss ist, sodass ich Düsseldorf dazu nutze, dass ich für Paris guter Dinge bin.


F: Kann es sein, weil eben Sand nicht der beste Belag ist für Sie, Sie die Flinte früher ins Korn werfen bei solchen Matches auf Sand?

KIEFER: Nein auf keine Fall. Ich versuche wie auf jedem anderen Belag auch bis zum letzen Ball zu kämpfen und das habe ich heute auch wieder versucht, nur ist es mir nicht geglückt. Gestern war es genau das gleiche. Es war eng, es war auf Messers Schneide. Ich habe alles versucht, bin dran geblieben und habe dann auch durchs Kämpferische verdient gewonnen. Heute ist es halt schwer gewesen. Es gab keinen Rhythmus, die Bälle wurden schnell ausgespielt. Er kam vor. Da muss ich akzeptieren, dass er gutes Tennis gespielt hat. Was mich enttäuscht ist, dass ich manche Bälle hätte besser spielen können. Gerade die Passierbälle, gerade die Returns sind meine Stärke.


F: Die Reihe der Topfavoriten hat sich ja jetzt gelichtet. Wer ist denn Dein Favorit?

KIEFER: Es gibt noch ein paar, die drin sind, aber ich kann nicht sagen, wer es ist.


F: Wann geht es nach Düsseldorf?

KIEFER: Ich gehe davon aus, dass wir Sonntag spielen. Von daher so früh wie möglich. Morgen oder übermorgen.


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Hamburg, 17 May 2006

Press Conference with NICOLAS KIEFER

Mirnyi - Kiefer 6:2, 6:2

Q: Nadal and Federer cancelled the tournament due to exhaustion, Tommy Haas had to retire yesterday because of his hay fever, unfortunately you lost today, being another of the audience's favourite players. Many visitors are very disappointed. Can you understand that?

A: I'm also disappointed because I wanted to achieve more today. I actually felt quite well. But I got lost early on, got an early break, so I had to try and catch up the whole time. He was on top, could play his game. I just couldn't find my game. That's the thing that disappoints me. It was difficult. I have to say, he played incredible tennis, but still… it was difficult. Of course I'm sorry for the audience. Of course I wanted to achieve more, of course it is not my favourite surface, but still I hoped I could beat him, I could get to the next round.

Q: Until the end of the second set you played pretty restrained. It changed at the end. You had more power then. What was the reason at the beginning? Did you feel too much pressure, playing in front of a German audience?

A: I put pressure on myself on my own, because I really want to win. I go out there and try to fight for every ball and try to find a solution. Today it started unfortunately. I always had to catch up on a break. It's difficult when he is on top. I know that from the other matches against him. Today I didn't return well, played without my serve, of course that's difficult.

Q: At the end of the match you had a little dispute with the linesman. Was that the last straw that broke the camel's back?

A: Of course, that wasn't easy. I was boiling inside. I nearly got the break and saw my chance. That's what I tried to do the whole time, to fight and stay in the match. The last game was 0:40, I had my break balls and I didn't use them. Of course you are even more nervous then, but that wasn't the reason. He just played good tennis, I have to accept that. I find that difficult, because I expected more. I'm disappointed, I wanted more. I had really good support yesterday, today as well. The audience was behind me the whole time, but I couldn't change the match.

Q: Why doesn't it work out here? Is it only the conditions or why is it so difficult for you?

A: I wouldn't say it's the conditions. It's a fact that I struggled for the past 10 years on clay.

Q: This was the 9th time you were here, once you reached round 3.

A: I don't think that's just the case in Hamburg, it's the same at other tournaments on clay. For sure I find it more difficult, for whatever reason. I just feel more comfortable on faster surfaces, on hard court or grass. You have to be more patient on clay. I'm a player who loves risk. I go for the big points. On the other side you still have to try and play consistent on every surface. I was in the 3rd round in Monte Carlo, 2nd round in Rome, 2nd round here, now I will try to get into it in Düsseldorf, so I can finish the clay court season at the French Open well. But I don't really know the reason for it.

Q: It has nothing to do with the fact that you are playing here in Germany and there is more pressure than abroad?

A: I lost in the 2nd round in Rome as well, the same in Monte Carlo. I like to play here and I would love to get further. If Hamburg was on grass, it might look completely different. That is not the case. I have to adjust to the conditions. I can prepare for that. There are no excuses. I'm not the type for that. I'm here, I have to play on clay and I have to confront that. I'm doing that. My goal is to find a solution on clay and learn something. It surely got better over the years, but it's not as good as it should be. It would be nice if I could win something on clay. Last year in Paris it went quite well. I have to try and find my game again as soon as possible, to find my fitness again, so I can use Düsseldorf to get in the right shape for Paris.

Q: Could it be possible that you give up earlier on clay as this is not your favourite surface?

A: No, definitely not. I try to fight for every ball the same as on other surfaces. I tried that today, but it didn't work out. Yesterday it was the same. It was a tight match. I tried everything and managed to win because I fought until the end. Today it was just difficult. There was no rhythm, there were fast points. He came forward. I have to accept that he played good tennis. I was disappointed, because I could have played some balls better. Especially the returns are my strong point.

Q: There are not that many top favourites left. Which one is your favourite?

A: There are some left in the tournament, but I can't say who will win.

Q: When will you go to Düsseldorf?

A: I suppose we will play on Sunday. Therefore as soon as possible. Tomorrow or the day after.
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Carlos --- C'MON Lleyton!!! --- Kiwi!!! --- Jürgen --- Juan

Best of luck to all Germans : Nicolas Kiefer | Rainer Schüttler | Lars | Florian | Tommy
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