star
08-24-2003, 04:45 AM
I'm sure Blick will be doing an article almost daily on Roger and the USO.
Here's the first:
http://a.blick.ch/PICS/HBWUBxyaWrs.jpg
Roger hat stets den Überblick Roger always has the overlook
DANIEL FRICKER AUS DEN USA
Vor dem Start des US Open genoss Roger Federer New York von oben. «Wirklich toll! Absolut faszinierend!» Roger Federer (22) steht die Begeisterung ins Gesicht geschrieben, als er die Lärmschutz-Kopfhörer abstreift.
20 Minuten Flug mit einem «Liberty Helicopter» über Manhattan – Wolkenkratzer wirken plötzlich wie Streichhölzer, Menschen sind in der pulsierenden Millionen-Stadt nicht erkennbar. Das Gefühl des Fliegens ist schwer zu beschreiben. «Von oben», staunt Roger über den Moloch New York, «sind die Dimensionen einfach gigantisch. Der Überblick ist perfekt.»
Den vollen Überblick hat Roger auch im Tennis-Business. Abgehoben hat er aber trotz seines Wimbledonsieges nicht. Er ist der gleiche sympathische Roger geblieben, bestätigen die Profi-Kollegen, die ihn in den letzten drei Wochen der Tour in Montreal und Cincinnati wieder getroffen haben.
Und dennoch hat sich ihre Einstellung gegenüber Federer geändert. «Jetzt bin ich der Gejagte!», weiss Roger. Für einen Grand-Slam-Sieger ist eben vieles nicht mehr so wie früher.
Erst recht nicht bei den morgen beginnenden US Open. «Die Erwartungen sind anders. Früher wollte ich beweisen, dass ich zu den Allerbesten gehöre, jetzt will ich bestätigen, dass es tatsächlich so ist. Aber dieser Druck ist für mich längst nicht so gross – ich kann damit umgehen. Und was ich bisher erreicht habe, kann mir sowieso niemand mehr wegnehmen – ich werde das später mal stolz meinen Kindern erzählen können.»
Mit den speziell schwierigen Bedingungen beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison kann Roger ebenfalls umgehen. «Mein Verhältnis zu den US Open ist zwiespältig – die Fans kommen oft wegen der Show und nicht unbedingt wegen dem Tennis. Der Lärm, die Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit sind nicht immer angenehm. Aber ich kenne das seit meinen Juniorenzeiten und muss als Profi damit leben können.»
Auch seine Ansicht zur Stadt New York ist zwiespältig. Er geniesst es, in einer Limousine praktisch unerkannt durch die beeindruckenden Häuserschluchten chauffiert zu werden. «Hier kann man wirklich sehr viel unternehmen, die Stadt ist unheimlich interessant. Aber nach zwei Wochen habe ich dann jeweils genug…»
Seit Samstag vor einer Woche geniesst Roger den Big Apple. Einen Tennisschläger nahm er erst am Mittwoch in die Hand, trainiert hatte er zuletzt in Cincinnati – abwechselnd mit einigen Runden Golf zusammen mit Coach Peter Lundgren. In New York spannte er dann mit Freundin Mirka Vavrinec ein paar Tage bewusst aus. «Meine Freizeit ist seit Wimbledon rarer geworden – und deswegen kostbarer.»
Sämtliche Sponsoren-Verpflichtungen und Medien-Termine koordinierte Mirka auf Anfang Woche. «Ab Mittwoch», so Roger bestimmt, «hat Tennis absolute Priorität. Auf eine optimale Vorbereitung lege ich besonders viel Wert, damit ich mir in diesem Bereich nichts vorwerfen muss.» Wie beispielsweise vor den French Open, als er sich für Medien und Sponsoren zu viel Zeit nahm – und dann in der ersten Runde rausflog. So rar gemacht wie vor seinem Triumph in Wimbledon hat er sich hier in New York aber dennoch nicht.
Ob das sein vielleicht gefährlichster Rivale Andy Roddick auch so hält, muss man bezweifeln. Der Shooting Star und neue Liebling der Amerikaner wird in New York seit Tagen von Termin zu Termin gereicht: Sky Diving mit Coach Brad Gilbert, Besuch der New Yorker Börse, Auftritt im populären Morgenprogramm von NBC, Telefon-Pressekonferenz mit internationalen Medien.
Federer kanns nur recht sein, wenn Roddick und den anderen Amerikanern die Schlagzeilen gehören – und er sich dafür noch in aller Ruhe auf seinen ersten Auftritt gegen den Argentinier José Acasuso vorbereiten kann. «Ich brauche immer ein paar Tage, um technische Kleinigkeiten richtig anzupassen», sagt der einzig verbliebene Schweizer im Haupttableau. «Und zwei Runden, um den Turnier-Rhythmus zu spüren.»
Spätestens ab der dritten Runde muss der Weltranglistenzweite so stark spielen wie in Montreal, als er erst im Halbfinal gegen Roddick verlor. Nur so kann er hier weit kommen und sich seinen erneut möglichen Traum von der Nummer 1 erfüllen.
Spielt er jedoch so unkonzentriert wie gegen Angstgegner Nalbandian in Cincinnati, dann schwebt Roger bald wieder über Manhattan. Nicht im Helikopter – sondern im Flugzeug nach Hause.
I'm sorry guys, but it is really long and I don't have time to translate tonight, but I know that many Federer fans are much more bilingual than I am. :)
Here's the first:
http://a.blick.ch/PICS/HBWUBxyaWrs.jpg
Roger hat stets den Überblick Roger always has the overlook
DANIEL FRICKER AUS DEN USA
Vor dem Start des US Open genoss Roger Federer New York von oben. «Wirklich toll! Absolut faszinierend!» Roger Federer (22) steht die Begeisterung ins Gesicht geschrieben, als er die Lärmschutz-Kopfhörer abstreift.
20 Minuten Flug mit einem «Liberty Helicopter» über Manhattan – Wolkenkratzer wirken plötzlich wie Streichhölzer, Menschen sind in der pulsierenden Millionen-Stadt nicht erkennbar. Das Gefühl des Fliegens ist schwer zu beschreiben. «Von oben», staunt Roger über den Moloch New York, «sind die Dimensionen einfach gigantisch. Der Überblick ist perfekt.»
Den vollen Überblick hat Roger auch im Tennis-Business. Abgehoben hat er aber trotz seines Wimbledonsieges nicht. Er ist der gleiche sympathische Roger geblieben, bestätigen die Profi-Kollegen, die ihn in den letzten drei Wochen der Tour in Montreal und Cincinnati wieder getroffen haben.
Und dennoch hat sich ihre Einstellung gegenüber Federer geändert. «Jetzt bin ich der Gejagte!», weiss Roger. Für einen Grand-Slam-Sieger ist eben vieles nicht mehr so wie früher.
Erst recht nicht bei den morgen beginnenden US Open. «Die Erwartungen sind anders. Früher wollte ich beweisen, dass ich zu den Allerbesten gehöre, jetzt will ich bestätigen, dass es tatsächlich so ist. Aber dieser Druck ist für mich längst nicht so gross – ich kann damit umgehen. Und was ich bisher erreicht habe, kann mir sowieso niemand mehr wegnehmen – ich werde das später mal stolz meinen Kindern erzählen können.»
Mit den speziell schwierigen Bedingungen beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison kann Roger ebenfalls umgehen. «Mein Verhältnis zu den US Open ist zwiespältig – die Fans kommen oft wegen der Show und nicht unbedingt wegen dem Tennis. Der Lärm, die Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit sind nicht immer angenehm. Aber ich kenne das seit meinen Juniorenzeiten und muss als Profi damit leben können.»
Auch seine Ansicht zur Stadt New York ist zwiespältig. Er geniesst es, in einer Limousine praktisch unerkannt durch die beeindruckenden Häuserschluchten chauffiert zu werden. «Hier kann man wirklich sehr viel unternehmen, die Stadt ist unheimlich interessant. Aber nach zwei Wochen habe ich dann jeweils genug…»
Seit Samstag vor einer Woche geniesst Roger den Big Apple. Einen Tennisschläger nahm er erst am Mittwoch in die Hand, trainiert hatte er zuletzt in Cincinnati – abwechselnd mit einigen Runden Golf zusammen mit Coach Peter Lundgren. In New York spannte er dann mit Freundin Mirka Vavrinec ein paar Tage bewusst aus. «Meine Freizeit ist seit Wimbledon rarer geworden – und deswegen kostbarer.»
Sämtliche Sponsoren-Verpflichtungen und Medien-Termine koordinierte Mirka auf Anfang Woche. «Ab Mittwoch», so Roger bestimmt, «hat Tennis absolute Priorität. Auf eine optimale Vorbereitung lege ich besonders viel Wert, damit ich mir in diesem Bereich nichts vorwerfen muss.» Wie beispielsweise vor den French Open, als er sich für Medien und Sponsoren zu viel Zeit nahm – und dann in der ersten Runde rausflog. So rar gemacht wie vor seinem Triumph in Wimbledon hat er sich hier in New York aber dennoch nicht.
Ob das sein vielleicht gefährlichster Rivale Andy Roddick auch so hält, muss man bezweifeln. Der Shooting Star und neue Liebling der Amerikaner wird in New York seit Tagen von Termin zu Termin gereicht: Sky Diving mit Coach Brad Gilbert, Besuch der New Yorker Börse, Auftritt im populären Morgenprogramm von NBC, Telefon-Pressekonferenz mit internationalen Medien.
Federer kanns nur recht sein, wenn Roddick und den anderen Amerikanern die Schlagzeilen gehören – und er sich dafür noch in aller Ruhe auf seinen ersten Auftritt gegen den Argentinier José Acasuso vorbereiten kann. «Ich brauche immer ein paar Tage, um technische Kleinigkeiten richtig anzupassen», sagt der einzig verbliebene Schweizer im Haupttableau. «Und zwei Runden, um den Turnier-Rhythmus zu spüren.»
Spätestens ab der dritten Runde muss der Weltranglistenzweite so stark spielen wie in Montreal, als er erst im Halbfinal gegen Roddick verlor. Nur so kann er hier weit kommen und sich seinen erneut möglichen Traum von der Nummer 1 erfüllen.
Spielt er jedoch so unkonzentriert wie gegen Angstgegner Nalbandian in Cincinnati, dann schwebt Roger bald wieder über Manhattan. Nicht im Helikopter – sondern im Flugzeug nach Hause.
I'm sorry guys, but it is really long and I don't have time to translate tonight, but I know that many Federer fans are much more bilingual than I am. :)