Kiwi interviews & articles [Archive] - MensTennisForums.com

Kiwi interviews & articles

Neely
10-20-2004, 03:42 PM
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/17.10.2004/1425070.asp

„Diese Niederlage war mein größter Erfolg“

Der Tennisprofi Nicolas Kiefer galt als arrogant und unnahbar. Dann verlor er das olympische Doppelfinale und bewegte die Nation, weil er vor laufender Kamera weinte. Ein Gespräch mit einem Gewandelten.

Herr Kiefer, das Finale im Tennisdoppel war einer der emotionalen Höhepunkte dieser Olympischen Spiele, ein Drama mitten in der Nacht. Vier Matchbälle hatten Sie und Rainer Schüttler gegen die Chilenen Nicolas Massu und Fernando Gonzales und haben doch noch verloren. Wie oft denken Sie daran?

Eigentlich jeden Tag. Wenn ich in meine Wohnung komme, ist das Erste, was ich sehe, meine Silbermedaille.

Wo hängt sie denn?

Das ist verschieden. Meistens habe ich sie im Wohnzimmer, aber auch mal im Arbeitszimmer oder im Schlafzimmer. Ich nehme sie immer dahin, wo ich gerade bin. Dann gucke ich sie an und denke: Silbermedaille – es hätte ja auch eine andere Farbe sein können. Aber was wäre denn, wenn wir 6:1, 6:1, 6:1 gewonnen hätten? Dann hätte ich bestimmt nicht diese Emotionen erlebt.

Wieso war dieses Spiel auf einmal so gefühlsbeladen? Für Tennisspieler sind Olympische Spiele doch eher unwichtig.

Auf Athen habe ich mich eigentlich am meisten gefreut, weil ich Pins tauschen kann, aber nicht, weil ich dort Tennis spiele. Ich kannte das schon aus Sydney: Jedes Land hat seine eigene Anstecknadel, und die tauscht man mit Athleten aus anderen Ländern. Im Olympischen Dorf habe ich mich gleich so wohlgefühlt, weil die ganze Mannschaft zusammen war. Ich kannte vielleicht zehn Leute. Aber alle hatten diesen Deutschland-Anzug an, und du hast gesehen, wer deine Leute sind. Mit dem Finale konnte ich erst gar nichts anfangen. Ich war in so vielen Endspielen, aber diesmal habe ich kein richtiges Gefühl dafür bekommen, was das bedeutet. Erst eine Viertelstunde vorher ist mir bewusst geworden, dass es um tierisch viel geht.

Können Sie sich noch an das Ende des Spiels erinnern?

Matchball, der Return vom Rainer geht raus, und dann… Wir konnten gar nichts sagen, wir sind direkt in die Kabine, Schläger zertrümmert, das volle Programm. Normalerweise versuche ich immer ruhig zu bleiben nach einer Niederlage. Aber wenn ich noch mehr Schläger gehabt hätte, hätte ich sie alle zertrümmert.

Dann kam die Siegerehrung.

Am liebsten wäre ich gar nicht rausgegangen. Auf dem Platz denkst du: Das kann gar nicht sein, wenn du einen von den vier Matchbällen machst, dann stehst du vor dem Podest in der Mitte! Dann gehen wir auf den Platz, und stehen hinter diesem Scheiß-Silbermedaillending. Ich weiß nicht, wie viel Liter Wasser ich geheult habe.

War es Ihnen unangenehm, dass so viele Menschen Sie weinen sahen?

Am liebsten hätte ich nicht geweint, aber das ging nicht. Ich konnte es nicht zurückhalten. Mir ist so etwas noch nie passiert. Ich wollte unbedingt diese Goldmedaille. Dieser Passierball bei 6:2 im Tiebreak, der erste Matchball. Der Aufschlag kommt zu mir, und ich sag zum Rainer: Pass auf, du gehst durch, wenn ich cross returniere. Und Gonzales zieht volles Rohr durch und spielt ihn auf die Linie. Dieser Ball, das kann ein Homerun werden, der kann ein Riesenstück ins Aus gehen oder aber ein ganz kleines Stück - aber nein, er trifft die Linie. So viel hat gefehlt (schnippt mit den Fingern). Das ist das Enttäuschende.

Wie oft haben Sie sich das Spiel seitdem auf Video angeschaut?

Ich weiß nicht wie oft. Aber der Ball geht nicht aus, er ist immer wieder auf der Linie. Den kann ich nicht rauslügen.

Hat sich durch dieses Erlebnis von Athen Ihr Verhältnis zu Rainer Schüttler verändert?

Zum ersten Mal danach haben wir uns in New York gesehen bei den US Open. Ich komme in die Kabine, sehe den Rainer und denke, was mache ich denn jetzt? Der Rainer hat wahrscheinlich gerade das Gleiche gedacht. Ich gucke ihn an, er guckt und fängt erst einmal an zu lachen. Das war das Erste. Wir haben einfach nur gelacht und gesagt: Hey, Silbermedaille, war eng, der Volley hier und da. Was willst du machen? Schade ist, dass wir nach dem Finale nicht die Zeit hatten, das richtig zu feiern. Nicht nur mit dem Rainer. Dass man nicht einmal mit der ganzen Mannschaft zusammensitzt und feiert, anstößt.

Wären Sie überhaupt in der Stimmung gewesen, um zu feiern?

In dem Moment nicht. Das war eine komische Situation. Wir haben alle zusammen im Olympischen Dorf um vier Uhr nachts in der Mensa gegessen, diesem Riesenraum, der war so groß wie zwei, drei Fußballfelder. Unser Silbermedaillenmahl war ein Stück Pizza und Rippchen, angestoßen haben wir mit einer Cola.

Haben Sie denn beim Essen geredet?

Rainer und ich konnten nicht reden. Wir haben uns angeguckt und nur den Kopf geschüttelt. Ich hatte nicht geschlafen seit dem Morgen. Die Medaille hatte ich in meiner Tennistasche. Drei Stunden später ging schon mein Flug zurück nach Deutschland. Da saß ich dann in der Wartehalle des Flughafens und habe gemerkt: Ich werde müde. Und bin eingeschlafen. Die Hand hatte ich aber immer an der Tasche, damit keiner rangeht. Alle fünf Minuten bin ich aufgewacht, um zu schauen, ob noch alles da ist.

Da war die Medaille für Sie doch auf einmal wertvoll.

Da war sie mir sehr, sehr wertvoll. Aber ich konnte mich noch nicht damit identifizieren, auch weil ich nicht Gold gewonnen hatte. Dann bin ich nach Hause gekommen, meine Freundin war da, meine Eltern und viele Bekannte. Alle wollten die Medaille sehen. Am nächsten Tag bin ich gleich nach New York zu den US Open. Dann habe ich erst gemerkt, wie wichtig eigentlich der Gewinn der Silbermedaille war. Ich war traurig, dass ich meine Medaille zu Hause gelassen hatte. Ich habe natürlich viele Fotos gehabt von meiner Medaille, die hatte ich immer bei mir und habe sie natürlich jeden Morgen und jeden Abend angeschaut. Das Erste, was ich gemacht habe, als ich aus New York wiederkam: direkt zur Medaille, erst mal angeguckt und umgehängt.

Haben Sie sich bisher verstellt? So wie nach dem Finale hat man Sie noch nie gesehen, Sie haben Ihr Innerstes nach außen gekehrt. Bisher galten Sie eher als unnahbar und auch als arrogant.

Klar war ich ein bisschen verschlossener, ein bisschen unsicherer. Aber ich bin älter und reifer geworden. Ich habe viele Gespräche mit Steffi Graf und Andre Agassi geführt. Im Februar oder März haben wir uns unterhalten. Ich hatte gerade eine schwere Phase, viermal hatte ich in der ersten Runde verloren. Steffi meinte einfach: Geh raus auf den Platz, hab' Spaß, genieß es. Dann kommt alles andere von ganz alleine. Das sagst du so einfach, habe ich dann zu Steffi gesagt, wie soll ich das umsetzen? Aber diese Gespräche haben mir sehr geholfen.

Hat Olympia Ihre Einstellung verändert, sei es zum Leben oder zum Sport?

Jetzt weiß ich, wenn ich morgens bei minus zehn Grad um sechs Uhr zum Laufen aufstehe, warum ich aufstehe und warum ich trainiere. Ich bin ja erst 27 und kann noch locker fünf, sechs Jahre spielen. Früher hatte ich zu viel von der Einstellung: Ich muss. Ich bin halt ein Energiebündel und ein Nervenbündel. Und manchmal will ich einfach zu viel. Aber dann kam Athen. Das ist mein größter Erfolg, den kann kein Grand-Slam-Titel übertreffen. In diesem Match sind so viele positive Dinge passiert, die ich für den weiteren Verlauf der Karriere mitnehmen kann.

Was sind denn diese Dinge?

Dass man durch Kämpfen viel erreichen kann. Wenn der Rainer platt war, habe ich ihn aufgebaut. Und wenn ich nicht gut war, hat er die Punkte gemacht.

Ist der Daviscup zu vergleichen mit Olympia, weil es auch um das Team geht?

Das war die größte Enttäuschung nach Athen, dass ich nicht beim Daviscup in Bratislava gegen die Slowakei mitspielen konnte. Ich hatte extra die Sachen waschen lassen, die ich auch in Athen anhatte. Beim Daviscup ist die ganze Mannschaft zusammen, da kommt der Olympiagedanke wieder. Dann habe ich mich bei den US Open im Achtelfinale gegen Tim Henman am Handgelenk verletzt und musste im fünften Satz aufgeben. Als ich zu Hause war, habe ich gleich angerufen und gesagt: Passt auf, ich kann nicht spielen, aber ich bin dabei, ich komme mit. Ich will das Team unterstützen.

Dabei hatten Sie früher gar keine Lust auf Daviscup.

Ich habe andere Prioritäten gesetzt. Es hat sich so entwickelt. Priorität haben jetzt Olympische Spiele und Daviscup. Das ganze Jahr bist du allein unterwegs, mal mit der Freundin, mal mit dem Trainer und dem Physiotherapeut, mit einem kleinen Kreis. Woche für Woche, Tag für Tag. In Athen habe ich gemerkt, wie schön es ist, wieder in so einer Mannschaft zu sein.

Wären Sie gerne Mannschaftssportler?

Sehr gerne. Bei Hannover 96 habe ich einmal mittrainiert, da hatte mich damals Fredi Bobic eingeladen. Mein Traum ist, irgendwann ein Spiel in der Bundesliga zu machen, einfach für zehn Minuten eingewechselt zu werden, schön Rechtsaußen. Ich habe ja Fußball bis zur C-Jugend gespielt. Dann ging es darum: Niedersachsenauswahl oder Tennis? Da stand ich mit 15 oder 16 zum ersten Mal vor einer großen Entscheidung. Ich habe gedacht, Fußball ist vielleicht ein bisschen gefährlich, wenn sie so reingehen.

Sie wollen noch ein paar Jahre Tennis spielen. Haben Sie das Spiel Ihres Lebens nicht schon gemacht?

Emotional gesehen auf jeden Fall. Dass in einem Match so viele Höhen und Tiefen vorkommen, das kann ich jetzt schon sagen, wird nie wieder geschehen.


I'll try to translate it step-by-step the next time so that everybody can read this great interview it in English.

knight_ley
10-20-2004, 05:12 PM
that would be awesome if you could translate! i put it thru a translator so i have a rough idea of what they were talking about but yea....... You're great... you know that? You are :kiss:

Neely
10-21-2004, 12:13 AM
English version

"This defeat was my biggest success"

The tennis pro Nicolas Kiefer was said to be arrogant and aloof. The he lost the Olympic doubles final and emotionally moved the whole nation when he cried.
An interview with a changed person.

Herr Kiefer, the doubles final was one of the most emotional highlights of these Olympic Games, it was a drama in the middle of the night. You and Rainer Schüttler had four match points against the Chileans Nicolas Massu and Fernando Gonzalez and you still lost. How often are you thinking of this?

Virtually every day. I enter my flat and the first thing that I see is my silver medal.

Where do you keep it?

That's different. Most of the time I have it in the living living room, but also in the workroom or in my sleeping room. I take it with me where I am. Then I look at it and I'm thinking: silver medal - it could have been as well a different colour. But what would have happened if we won 6:1 6:1 6:1? Then I would have never experienced these emotions.

Why was this match all of a sudden so emotive? For tennis players Olympic Games are rather unimortant, aren't they?

I was looking forward to Athens the most of all because I could trade pins there, but not because I'm playing tennis there. I already knew that from Sydney: every country has its own pin and you can trade that with athletes of other countries. I felt at once very comfortable at the Olympic Village because the whole team was together. I knew perhaps ten people. But all of them wore this Germany suit and you could see who were your people. With the final, I couldn't do anything with it at the beginning. I was in so many finals, but I couldn't get a proper feeling for it what it really means. Not until one quarter of an hour I really realized what it means, that it is worth a lot.

Can you still remember the end of the match?

Match point, the return of Rainer was out, and then... we couldn't say anything, we headed directly towards the locker room, broke down all rackets, everything the full program. Normally I'm trying to stay quiet after a defeat. But if we had even more rackets I would have smashed them as well.

Then came the winners ceremony.

I'd liked it best if I didn't even go there out. On the court you're thinking: that's not possible, if you just make one of these four match points then you are standing in the middle of this platform. Then we go out on the court and we stand behind this frigging silver medal ring. I don't know how many tears I cried.

Did you feel embarassed that so many people saw you crying?

At best I wouldn't have cried, but that was not possible. I couldn't hold it back. Something like that never happened to me before. I wanted this gold medal any price. This passing shot at 6:2 in the tiebreak, the first match point. I was returning the serve and I said to Rainer: Look out, if I return crosscourt, then you change the side. And Gonzalez swung at it and hit exactly the line. This shot can be a homerun, it can go out for good or only a little bit, but he exactly hit the line. Such a little piece was missing (clicks his fingers indicating it). That's the most disappointing thing.

How often did you watch the match on tape since then?

I can't saw how often. But the ball doesn't go out, it is again and again on the line. I can't change it anymore.

Did your relationship to Rainer Schüttler change because of this experience in Athens?

The first time we met again in New York at the US Open. I went into the locker room, I saw Rainer and thought what I shall do now? Rainer probably thought the same at this moment. I looked at him, he looked at me and started laughing first. That was the first thing. We simply laughed and said: Hey, silver medal, it was close, this volley here and there. What can you do about it? It's a pity that we had never the time to properly celebrate after the final. Not only with Rainer, also together with the whole team.

Would you have been in the mood to celebrate at all?

Not in this moment. This was a strange situation. We were eating all together in the cafeteria of the Olympic Village at four o'clock at night in a room that was twice or three times as big as a football field. Our silve medal meal was a piece of pizza and ribs, we clinked glasses with cola.

Did you talk while eating?

Rainer and I couldn't talk. We looked at each other and were just shaking our heads. I didn't sleep since the morning. I had the medal in my tennis bag. Three hours later my flight already went back to Germany. I was sitting in the terminal hall of the airport and I noticed that I'm getting tired. I had my hand always on my bag that nobody touched it. Every five minutes I woke up and looked if everything is still there.

So all of a sudden the medal was of value for you.

Yes, it was very, very valuable for me. But I couldn't indentify with it yet because I didn't win gold. Then I arrived at home, my girl-friend, my parents and lots of relatives and friends were there. All of them wanted to see the medal. The next day I'm immediately off to the US Open. Then I noticed how important the win of this silver medal really was. I was very sad because I left it at home. Of course I had lots of pictures of my medal that I had with me and I looked at them every morning and every evening. The first thing that I did as I came home from New York was going straightforward to the medal, viewing it and then putting it on around my neck.

Did you hide who you are so far? People never saw you like that after the final, you showed your innermost feelings for your outside world. So far you were rather said to be arrogant or aloof.

Sure I was a bit more closed and a bit unsure. But I became older and more mature. I also talked a lot with Steffi Graf and Andre Agassi. We met in February or March. I was having a difficult stretch then, I lost four times in the first round. And Steffi simply said: Go out there on the court and have fun, enjoy it. Then everything came by itself. And I said to Steffi that it's easy to say that, but I had no idea how to realizse it on the court. But still these talks helped me a lot.

Did the Olympic Games change your attitude towards life or sports?

When I getting up for running practise at 6 o'clock in the morning and minus 10 degrees celsius I know now for what I'm getting up and why I'm practising. I'm still only 27 and I can yet play for five, six years. Formerly, I had to more things the "you have to" attitue. I'm a bag of energy and a bag of nerves at the same time. And sometimes I want something too much. Then came Athens what is my biggest success so far and even a Grand Slam match couldn't top this. So many positive things happened in this match and I can use them for my future career.

And what are these things?

That you can reach a lot with fighting. If Rainer was down I motivated him again. And I was down, he made the points.

Is Davis Cup comparable to Olympic Games because there also the team matters?

That I couldn't play in Davis Cup in Bratislava against Slovakia, that was the biggest disappointment after Athens. I even had washed the same clothes that I was wearing in Athens. At Davis Cup, the whole team is together, this reminds me of the Olympic spirit. Then I got my wrist injured in fifth set of the fourth round against Tim Henman and had to retire. When I was back home I immediately called and said: Okay, I can't play, but I will accompany the team. I wanted to support the team.

Formerly you were known as not having much interest in Davis Cup.

I set other priorities. It developped so. Now Olympic Games and Davis Cup have first priority. You are an alone player the whole year, sometimes with your girlfriend, with the coach, with the trainer, with a small selection of people. Week and week, day and day. In Athens I felt how fine it is to be part again of such a team.

Would you like to do a team sport?

Yes, I would like that very much. I practised with the team Hannover 96 once, Fredi Bobic invited me for that. My dream is to play a game some time in the Bundesliga; just being subsituted for 10 minutes and playing on the right wing. I played football until "C-Jugend" And then I had to decide between football and tennis. That was my first big decision in the age of 15 or 16. I thought that football is perhaps a bit dangerous and physical with all the tacklings.

[I]You want to continue playing tennis for some more years. Didn't you already play the match of your life?

Yes, emotionally for sure. I think that's a safe thing if I say that I will never play again one match with so ups and downs.

kiwiteami
10-21-2004, 01:50 AM
Thanks a lot Neely,you are a huge help. :worship:

knight_ley
10-21-2004, 03:25 AM
i love you neely...... :kiss:

it makes me sad again to hear him talk about his emotions that night... :sad: it just breaks my heart all over again....

pryss
10-21-2004, 04:09 AM
thanks neely...oh this is making me happy/sad/emotional/strange all at the same time....i love nicolas :)

Neely
10-21-2004, 06:15 PM
I just had some minutes and updated another few questions. The rest will also come soon, I guess....

Tommy'sGF
10-31-2004, 01:10 AM
thanks Neely ! great interview!!

Neely
10-31-2004, 04:29 AM
This is an original version of an article about Kiwi in a big German newspaper as it was published after his French Open 1st round win in 2003.

As you see it's not tooooo long ago, but it illustrates well his horrible and -to some part- his hopeless situation back then because the disappointments of 2002 and of early 2003 have been very great.


German version

Der Erstrundensieg bei den French Open das einzig Positive für Nicolas Kiefer
Im Strudel immer tiefer nach unten

PARIS. Die Szene hatte etwas Symbolisches, und der Vergleich drängte sich geradezu auf. Nicolas Kiefer wollte gerade aufschlagen, als hinter Platz vier lärmend ein Glascontainer entleert wurde. Wer so weit an den Rand der Anlage in Roland Garros gedrängt worden ist, hat seine Karriere entweder noch vor sich oder schon hinter sich. Kiefer war einst die Nummer vier der Welt, nun spielt er auf Platz vier, dahinter kommen nur noch die Mülltonnen. Ist die Karriere also nur noch ein Scherbenhaufen?

Das Peinlichste konnte der 25 Jahre alte Holzmindener in dieser ersten Runde gerade noch verhindern. Nach drei Stunden und 23 Minuten hatte er den 28 Jahre alten Australier Todd Larkham 6:3, 6:3, 4:6, 2:6 und 6:3 besiegt. "Er hat es mir sehr schwer gemacht", sagte Kiefer. "Er ist der schlechteste aller Qualifikanten", hatte dagegen der Frankfurter Alexander Waske, die sich wie Larkham einen Platz im Hauptfeld erkämpft hat, vorher über den Australier behauptet. Solche Widersprüche fanden sich leicht. "Ich bin glücklich, wie sicher ich meinen Aufschlag zum 6:3 im fünften Satz durchgebracht habe", sagt Kiefer. "Gewonnen ist zwar gewonnen, aber so kann man nicht Tennis spielen. Das kann ihm keinen Spaß gemacht haben", sagte dagegen Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen entsetzt.

Kiefer gilt als ebenso ehrgeizig und trainingsfleißig wie beratungsresistent. Und er hat ein schlechtes Image, seit er sich auf einen Streit mit Boris Becker in dessen Zeit als Davis-Cup-Teamchef eingelassen hatte. Das gipfelte 1999 in einer Demütigung durch Becker, als der Kiefer bei seinem kurzen Comeback in Wimbledon in der dritten Runde vom Rasen fegte. Damals war Kiefer der Rebell, der die deutsche Erfolgsgeschichte trotzdem nahtlos fortzusetzen schien. Im selben Jahr erreichte er das Halbfinale bei der ATP-WM in Hannover, galt als die deutsche Kopie von Andre Agassi und hatte den ganz großen Wurf im Sinn: den Tennisthron.

Beständig ist seitdem nur der auch von von vielen Verletzungen begleitete Abstieg in der Weltrangliste (derzeit Platz 77) und Kiefers Mißtrauen gegenüber Ratgebern. Mittlerweile wollen und wollten ihm schon viele helfen. Becker kritisierte zuletzt in Hamburg ein fehlendes Spielkonzept und verstieg sich gar zu der Behauptung: "Ich mag den Jungen", was man nicht zwingend glauben muß. Aber auch Carl-Uwe Steeb, Michael Stich und nun Kühnen haben als Teamchefs ihre Erfahrungen gemacht. "Man bietet ihm Hilfe an, aber es kommt nichts zurück", sagt Kühnen, der den Kiefer von früher dringend gebrauchen könnte. An den erinnert aber nichts mehr. Erweckte Kiefer einst den Eindruck, jeden Ball doppelt so hart zurückschlagen zu wollen, so präsentiert er sich nun so mutlos wie drucklos. Die Körpersprache deutet auf totale Verunsicherung hin, und wer will, kann in den Augen Verzweiflung sehen. Die Statistik zählte 99 Fehler des Deutschen. "Was soll ich dazu sagen? Jeder hat das Spiel gesehen", sagte Kühnen.

Nur Kiefer hatte ein anderes beobachtet. "Ich habe teilweise auch aggressiv gespielt, manchmal sogar zu aggressiv." Immerhin ist eine Erkenntnis in Kiefer gewachsen. Glaubte er früher selbst beim kleinsten Erfolgserlebnis, schon wieder auf dem richtigen Wege zu sein, so sieht er seine Situation nun realistischer: "Ich kann es auch nicht ertragen zu sagen, aber ich brauche Geduld und Zeit. Ich muß mich erst einmal durchwühlen." Das aber wird im nächsten Spiel gegen den Hamburger Masters- Sieger Coria nicht reichen. Später schimmert der alte Kiefer wieder durch. "Ich habe gut trainiert" - ein Satz aus dem Standardrepertoire. Doch wie Becker bemängelt auch Kühnen, daß keine Spieltaktik erkennbar sei: "Er ist in einen Strudel geraten, der ihn immer tiefer herunterzieht. Er müßte dringend etwas ändern." Genau das will Kiefer natürlich nicht. "Ich bin sehr mit meinem Umfeld zufrieden", behauptet er. Als Trainer fungiert seit Anfang 2002 der 29 Jahre alte Marokkaner Farid Bentaous, ein unbekannter Coach aus der Tennisschule des ehemaligen Kiefer-Trainers Bob Brett.

Gelingt es Kiefer nicht, in den nächsten Wochen die Punkte des vergangenen Jahres zu verteidigen, drohen ihm Challenger-Turniere statt ATP-Veranstaltungen. Das zu verhindern, wird schwer genug. Im vergangenen Jahr stand er in Halle im Finale, erreichte die dritte Runde in Wimbledon. Dort hatte ihm Andre Agassi schon ein Jahr vorher nach dem direkten Aufeinandertreffen geraten, sein Spiel zu ändern, mehr zu wagen und nicht nur auf Fehler des Gegners zu hoffen. "Agassi ist der einzige auf der Tour, der mir Tips gibt", sagt Kiefer, der vor den French Open wieder mit dem Amerikaner trainiert hat. "Er ist ein Tennisfreund", sagt Kiefer. Sollte man nicht wenigstens auf Freunde hören?

English version

Paris. This scene was symbolical and it almost forced some bad analogies. Nicolas Kiefer was just about to serve as behind the fences of court #4 a glas container was emptied. Somebody who is playing there, normally has either his career in front of him or already behind him. Kiefer was once ranked #4 in the world, now he is playing on court #4. Behind this court you only find the trashcans. So is the career only a pile of broken glass?

The 25 year old Holzmindener could barely escape the biggest embarassment in this first round. After three hours and 23 minutes he defeated the 28 year-old Australian Todd Larkham 6:3 6:3 4:6 2:6 6:3. "He made it very difficult for me", said Kiefer. "He is the worst of all qualifiers", said Alexander Waske, who as Larkham got into the main draw through qualies, about the Australian. It was easy to search for such contradictions. "I'm happy how easily I held serve to 6:3 in the fifth set", Kiefer said. "A win is a win, but you cannot play tennis like he did. This was never fun for him", said Davis Cup team captain Patrik Kühnen in contrast.

Kiefer is said to be ambitious and hard-working as much as he is said to be resistent to good advices. And he has a bad image since he had a quarrel with Boris Becker during his time as Davis Cup team captain. The peak was as he was embarassed by Becker as he was blew Kiefer off the court in the third round at Wimbledon 1999. Back then, Kiefer was a rebel who nevertheless seemed to continue the German tennis history without any break. He reached the semifinal of the ATP championships in Hannover and was said to be the German copy of Andre Agassi and was eying the big coup: the crown of tennis.

Since then, the only constant is the dropping in the rankings (currently ranked #77), partially also affected because of injuries, and Kiefer's distrust concerning advisers/advices. Many people tried to help him so far. Becker critizised a missing game plan in his play and he even claimed "I like this guy", what you do not necessarily have to believe. But also Carl-Uwe Steeb, Michael Stich and now Kühnen made their experiences. "You offer him help, but you get nothing back", Kühnen said, who could desperately need the Kiefer from former times. But nothing reminds of him anymore. When he once was giving the impression to hit back every ball twice as hard, so you could now think that he is discouraged and without pressure in his shots. The body language is displaying total uncertainty and who wants to, can also see the desperation in his eyes. That stats counted 99 errors for the German. "What should I say about that? Everbody saw it", Kühnen said.

Only Kiefer himself saw something different. "I partially played aggressive, sometimes even too aggressive." At least one conclusion has improved. Formerly, he thought after every smallest success that he is again back on the right track. He sees his situation differently now: "I also can't stand it right now, but I need patience and time. So long I must manage to stay around." But this probably won't be enough against the Hamburg TMS winner Coria. And after this match, the old Kiefer might come through again. "I was practising very well", a common standard phrase. Similarly to Becker, also Kühnen criticises that he has no game plan. "He got caught in a swirl and it's taking him deeper and deeper down. He badly needs to change something." And exactly that's what Kiefer doesn't want to do. "I'm very content with my environment", he claimed. Since the beginning of 2002 the 29 year-old Moroccan Farid Bentanous is with Kiefer; a rather unknown coach from Kiefer's former coach Bob Brett's tennis camp.

If Kiefer is not able to defend his points of the previous year during the next weeks, he is even in danger of having to play Challengers instead of ATP tournaments. To avoid that is already difficult enough. Last year he was a finalist in Halle, reached the 3rd round at Wimbledon. There Andre Agassi already told him the year before that he has to change his game, he has to risk more and waiting for the errors of the opponents is not enough. "Agassi is the only one on the Tour who gives me advices", said Kiefer who practised again with the American before the French Open. "He is a tennis friend", Kiefer said. Shouldn't we at least listen to friends?


Some parts are quite difficult to translate as lots of finesses that German language is offering are being used together with some metaphors but I hope it still makes sense in English ;)

Washa Koroleva
10-31-2004, 10:00 PM
Der Tennisprofi Nicolas Kiefer galt als arrogant und unnahbar.
The tennis pro Nicolas Kiefer was said to be arrogant and aloof.

but this isn't true, is it...
no one ever saw him that way!

Neely
10-31-2004, 10:27 PM
Keira, I know better, but somebody can't judge him any closer could really say that said about him. I also don't find everything he did in the past good, and yes, people can say his is arrogant because he doesn't have a "warm reception" for everybody immediately. He needs some time to show people his feelings and he doesn't always have this happy smile on his face like most other players when they are strolling over the facility. As we say in German: Er braucht eine gewisse Zeit um aufzutauen.

Space Cowgirl
10-31-2004, 10:37 PM
Der Tennisprofi Nicolas Kiefer galt als arrogant und unnahbar.
The tennis pro Nicolas Kiefer was said to be arrogant and aloof.

but this isn't true, is it...
no one ever saw him that way!


Yes, this has been written many times in the newspapers here.
Thanks for that great report, Neely! It explains a lot to me of why Kiwi has had such a bad image in Germany up until recently. Falling out with the mighty Boris is a bad career move! But Kiwi would have to take some of the blame too. I'm glad he found the right coach in time to rescue his career; Hogstedt has worked wonders

Neely
10-31-2004, 11:02 PM
I'm glad he found the right coach in time to rescue his career; Hogstedt has worked wonders
That's really true.... and just by reading this a new idea for my signature comes to my mind ;)


BTW, I also have a very old, but quite extended interview from the "Spiegel" magazine. It must be dated from 1999 if I remember correctly. It is entitled with the headline quoting Kiwi "I may not be nice to anybody" and it is trying to show the thoughts of the Kiwi on- and off-court ;) and much more talk about the life as a tennis pro.

I have two free days on Monday and Tuesday. I'll try to provide it to you here some time that you all can read this old piece of literature ;)

Space Cowgirl
11-01-2004, 06:18 PM
Neely, you are doing a great job of turning me into a Kiwi fan! :worship: Please do post the Spiegel article, I would really appreciate it, thanks :wavey:

knight_ley
11-02-2004, 03:45 AM
BTW, I also have a very old, but quite extended interview from the "Spiegel" magazine. It must be dated from 1999 if I remember correctly. It is entitled with the headline quoting Kiwi "I may not be nice to anybody" and it is trying to show the thoughts of the Kiwi on- and off-court ;) and much more talk about the life as a tennis pro.

I have two free days on Monday and Tuesday. I'll try to provide it to you here some time that you all can read this old piece of literature ;)

That would be amazing! i'd love to read that too! :kiss: you are the greatest Neely :)

Neely
11-23-2004, 10:52 AM
Interview of a printed magazine ("Spiegel") with Nicolas Kiefer, back in March 1998.

German original version:

"Ich darf nicht nett sein"

Deutschlands bester Tennisspieler Nicolas Kiefer über sein Daviscup-Debüt, den Vorwurf der Arroganz und sein Verhältnis zu Teamchef Boris Becker.

Herr Kiefer, Sie sind seit einem knappen Jahr Profi. Wird das Daviscup-Spiel gegen Südafrika am Wochenende das bisher größte Ereignis Ihrer Karriere?

Nein, aber es wird wieder etwas Neues. Ich spiele seit Jahren für mich allein, doch im Daviscup ist es herzlich egal, wie der einzelne spielt - die Mannschaft braucht drei Siege. Ich werde sicherlich ein kribbliges Gefühl im Bauch haben, es ist eine Herausforderung und ein Riesenspaß.

Als Dienst am Vaterland, als patriotische Pflicht verstehen Sie die Nominierung durch Teamchef Boris Becker nicht?

Als Ehre und Auszeichnung, das schon. Aber die Daviscup-Wochenenden liegen halt mitten in den Turnieren drin. Direkt in der Woche nach dem Hallen-Match gegen Südafrika ist ein Hartplatz-Turnier, und das würde ich gerne spielen. Es gäbe einfach bessere Termine. Ich werde vor der nächsten Daviscup-Runde ja sehen, welche Turniere anstehen.

Soll das heißen, daß Becker in den kommenden Jahren nicht in jedem Fall mit Ihnen rechnen kann?

Mein Ziel ist es, in der Rangliste nach oben zu kommen. Und den Unterschied machen in der Weltspitze Nuancen aus - zwischen zwei Hartplatz-Turnieren Daviscup auf Sand zu spielen kann ich mir nur sehr schwer vorstellen. Ich werde künftig immer von Spiel zu Spiel entscheiden.

Tennisprofis müssen Egoisten sein?

Nicht im Privatleben, aber im Beruf. Das ist ja gerade die Stärke der Guten.

Deshalb sind die mitunter einsame Menschen.

Ich bin nicht einsam. Für mich ist dieses Leben bisher sehr angenehm. Mir fehlt nichts. Nur wenn ich ein schönes Tiramisu sehe, überlege ich automatisch: Ißt du das jetzt, oder verzichtest du? Denn wenn ich es esse, werde ich ein bißchen langsamer laufen.

Sie haben 1997 Abitur gemacht. Wieviel Kontakt pflegen Sie noch zu den alten Freunden?

Wenig, "Freundschaft" ist sowieso ein gutes Thema. Schon in der Schule war stets auch Mißgunst im Spiel. Da habe ich hintenrum erfahren, daß Leute gefragt haben, warum denn der Kiefer, der soviel unterwegs ist, sein Abi machen darf. Das ist schon eigenartig, wie die Menschen reagieren, wenn einer Erfolg hat. Mit manchen Lehrern habe ich mich gut verstanden; die haben mir Hilfe angeboten. Ich durfte zum Beispiel Klausuren, die ich wegen Turnieren versäumt habe, nachholen. Aber dann gab es auch Lehrer, die kein Verständnis für meine Situation hatten. Und die versuchten mir eins auszuwischen.

Woran lag das?

Purer Neid, glaube ich.

Darüber klagt die deutsche Prominenz gern.

Ja klar, ich weiß ja selber, daß es mir besser geht als denen, die nun keine Arbeit finden. Andererseits habe ich sehr viel für mein Tennis getan. Jetzt habe ich etwas erreicht und komm' gut in der Welt rum. Aber ich kann sagen, daß ich es mir eigentlich verdient habe. Viele Leute denken: "Der hat Glück gehabt." Aber ich glaube, das hat nichts mit Glück zu tun. Ich habe es mir erarbeitet.

Sie haben sich in den vergangenen Monaten den Ruf eines coolen Jungen erworben, sehr begabt, aber im entscheidenden Moment ein wenig nervenschwach. Trifft das zu?

Natürlich nicht. Solche Niederlagen wie in Australien ...

... wo Sie im Viertelfinale gegen den Franzosen Nicolas Escudé 6:4, 6:3 geführt und dann noch verloren haben ...

... gehören einfach dazu. Viele haben da gesagt: ob der Kiefer noch mal den Anschluß findet? Aber ich hab's bewiesen.

Sie sind jedoch wie schon in Wimbledon kurz vor einem großen Triumph gescheitert. Was fehlt Ihnen noch?

Ich habe mich kurz vor Schluß ein bißchen zurückgezogen und war mir vielleicht zu sicher. Man denkt zuviel. Man muß aggressiv drauflosspielen und nicht soviel überlegen.

Sie haben nun Beckers ehemaligen Trainer Bob Brett verpflichtet. Woran arbeiten Sie mit ihm?

Bob Brett kann mir alles beibringen, was mir noch fehlt, weil er seit 18 Jahren auf der Tour ist und 23 Spieler betreut hat.

Becker streckte einst die Waffen, weil ihm das Training mit Brett zuwenig Spaß machte.

Es ist bisher optimal. Schon nach der ersten Woche habe ich gespürt, daß es anders ist als alles, was ich kannte, viel professioneller. Wir sprechen nach jedem Training über Fitneß und Ernährung. Die Übungen sind intensiver, die Intervalle höher. Es ist alles neu für mich und sehr, sehr anstrengend. Aber ich weiß, daß es sich lohnen kann. Seit ich in Toulouse mein erstes Turnier gewonnen habe, bin ich sicher, daß ich es wirklich schaffen kann. An eine Grenze bin ich noch nicht gestoßen.

Es gibt Leute, die sagen, Sie hätten sich verändert, seit Sie Erfolg haben. Sie seien nun abweisend und arrogant.

Ich habe diesen Ruf, aber er ist ungerecht. Ich lebe zwei Leben. Ich bin offen, nett, fröhlich - im Privaten. Auf dem Tennisplatz muß ich mich anders verhalten, sehr diszipliniert arbeiten, damit ich ganz nach oben komme. Für die nächsten zehn Jahre steht Tennis an erster Stelle, weil es mit 30 vorbei ist.

Muß man besessen sein?

Sicher. Ich war früher ein ganz entspannter Junge und habe alles mögliche gemacht: Fußball, Basketball, Tennis, Tischtennis, Blockflöte und Klavier. Aber seitdem ich ein bißchen erfolgreich bin, hat es sich geändert. Jetzt gilt meine Konzentration nur noch dem Tennis.

Wie gehen die etablierten Kollegen mit Shooting-Stars wie Ihnen um?

Am Anfang habe ich ja selbst nur ganz leise "Hallo" gesagt. Manche grüßen inzwischen, manche nicht. Der Respekt nimmt jedenfalls zu. Einmal kam der Sampras und wollte mit mir trainieren - er war sehr locker und hat ein paar Späßchen gemacht. Mir hat schon dieses Training zusätzliches Selbstvertrauen gegeben.

Weil es bedeutet, daß Sie dazugehören?

Ja, klar. In erster Linie wollen diese Top-Spieler natürlich testen, wie ich spiele und meine Schwächen herausfinden. Ich bin eben ein neues Gesicht.

Hat Sampras Ihnen etwas beigebracht?

Diese Leute geben keine Tips, die verraten ihre Sachen nicht. Und ich mache das Spiel gerne mit; irgendwen brauche ich ja zum Trainieren.

Was haben Sie über Sampras und die anderen inzwischen gelernt?

Das sind ganz normale Menschen, die auch nur mit Wasser kochen. Der Unterschied ist, daß die ein bißchen konstanter spielen. Aber wir haben jetzt eine Umbruchphase, und ich hoffe, daß ich in der neuen Hierarchie oben dabeisein kann. Ich würde mich, glaube ich, nicht damit zufriedengeben, auf Dauer zwischen Platz 6 und 14 rumzutingeln. Mein Ziel ist es, mal ganz oben zu stehen.

Hassen die anderen Sie?

Warum sollten sie? Ich will ja nur gewinnen. Aber manchmal wird es persönlich. Es gibt Spieler, die heftige Wörter gebrauchen.

Hassen Sie Ihre Gegner?

Hassen ist das falsche Wort. Aber schließlich will ich, daß mein Gegner verliert. Da darf ich nicht nett zu ihm sein. Es ist immer ein Duell. Da kann ich nicht sagen: "Hör mal, super, du bist mein Freund, ich schenke dir ein paar Punkte." Ich muß den Gegner einschüchtern.

Thomas Muster sagt, er genieße auf dem Tennisplatz seine sadistische Ader.

Ich kann's nachfühlen. Mir macht's auch Spaß, wenn ich sehe, daß der andere Probleme bekommt und es am Ende nicht mehr schafft, den Ball rüberzubringen.

Sie führen Gegner gern vor?

Ich spiele leider so. Ich spiele gern "Stop and Lob", also erst einen kurzen Ball, damit er ans Netz kommt, und dann einen langen auf die Grundlinie. Es ist wie eine Karussellfahrt. Mir macht es Spaß, mit ein paar Leutchen Witze zu machen.

Wenn die darüber nicht lachen können, ist es deren Problem?

Ja, genau, Hauptsache, ich habe meinen Spaß dabei. Aber ich lache ja auch, wenn das einer mit mir macht. Dann hänge ich in der Ecke wie ein Boxer, mein Herz klopft, und schon geht es in die nächste Runde. Das ist der Sinn des Ganzen.

Sie haben in zwei Jahren drei Trainer verbraucht. Das erinnert an Becker: Wenn Menschen nicht mehr helfen können, werden sie abgestoßen.

Ich bin allen Trainern dankbar, weil mich jeder von ihnen auf einen neuen Level gebracht hat. Aber manchmal ist es halt Zeit, einen Schnitt zu machen und unabhängig zu sein. Beckers Mercedes-Team zum Beispiel war eine Weile sehr gut für mich, aber ich brauchte dann einfach einen eigenen Trainer, und ich wollte mich selbst vermarkten dürfen; es gab da einen Vertrag, den ich nicht unterschreiben wollte.

Glauben Sie, daß Sie Becker ähnlich sind?

Nee. Ich will auch mit so einer Aktion nicht besonders stark oder so ähnlich wie Boris sein, ich will nur das Beste für mich. Ich will jeden Tag genießen und mich nicht öffentlich rechtfertigen müssen.

Stört Sie das Image, ein cooler Vertreter einer coolen Generation zu sein?

Was ist Image? Wenn ich auf dem Platz stehe, sagen die Leute, da steht Andre Agassis Nachfolger; aber ich bin kein toter Agassi, den kann man ja nicht klonen. Und weil ich die neue deutsche Nummer eins bin, werde ich mit Boris verglichen. Es geht nie um mich, es hat mit anderen Leuten zu tun, die vor mir da waren. Und weil ich sehr konzentriert bin und nicht herumhüpfe wie ein Sunnyboy oder lache wie Martina Hingis, bin ich also arrogant.

Und Sie glauben, daß das nichts mit Ihnen zu tun hat?

Viele Leute wollen mich irgendwo einordnen und unterordnen. Sie geben sich keine Mühe, mich zu verstehen.

Es gab da einen Eklat beim Turnier in Dubai ...

... als geschrieben wurde, ich sei unreif. Wollen Sie wissen, was da wirklich war? Ich habe über eine Antwort nachgedacht und aus dem Fenster geschaut, und dann hat einer geschrieben, daß ich Gesprächspartnern nicht in die Augen schaue, und dann schrieb der nächste, ich sei unreif. Es stand überall, aber da stimmte gar nichts, von vorne bis hinten.

Vielleicht wirken Sie ja aus Angst vor Fehlern manchmal rotzig.

Ich habe da keine Angst. Ich rede nicht gerne. Ich sage: "Ich bin nett", und sie denken: "Der ist blöd." Das ist nicht fair.

Sie sind bei Nike unter Vertrag und werden als lässiger Junge vermarktet.

Ich trage Sachen, die ein bißchen weiter geschnitten sind, okay.

Nike macht Kunstfiguren aus seinen Athleten: Agassi ist rebellisch, Sampras ein Gentleman. Und Sie spielen mit und fördern das Image, das Sie angeblich nicht wollen.

Soweit bin ich noch nicht. Wenn ich irgendwann eine eigene Nike-Kampagne machen könnte, würde ich es mit Sicherheit tun, klar. Ich weiß, daß das mit dem Image schwierig ist. Ich glaube, ich will nur mitbestimmen, was mit mir passiert.

Himmeln Sie deswegen den Basketballer Dennis Rodman an?

Es ist cool, wie er sich verkauft. Aber die Tattoos, die 5000 Ohrringe, hier ein Piercing, da ein Piercing - das sind ja Schmerzen, das ist keine Herausforderung für mich.

Ist er sportlich ein Vorbild?

Vor allem schaue ich mir gerne an, wie er seine Gegner einschüchtert. Vor dem Rebound springt er ihnen erst einmal auf den Fuß. Das ist gut, wenn man den Gegnern etwas Angst zuführt.

Das war auch Beckers Spezialität. Wie ist jetzt Ihr Verhältnis zum neuen DTB-Teamchef?

Ich habe noch nicht viel mit ihm zu tun gehabt, seit er in dieser Rolle ist. Was soll ich sagen? Seine Freunde Charly Steeb und Stefan Schaffelhuber sind jetzt Kapitän und Trainer, und damit ist alles in einer Hand.

Ein Vorteil oder ein Nachteil?

Wir müssen erst einmal abwarten, wie sich die Mannschaft entwickelt. Ich glaube aber, daß auch der Niki Pilic seinen Job sehr gut gemacht hat.

Täuscht der Eindruck, daß Ihre Beziehung zu Becker seit Ihrem Austritt aus seinem Mercedes-Team abgekühlt ist?

Es ist nicht mehr so wie früher. Das finde ich sehr schade, denn ich habe mich 100 Prozent für das Mercedes-Team eingesetzt. Ich bin Boris dankbar für seine Hilfe. Als ich mich in Stuttgart verletzt habe, hat er mich nach München zum Arzt gefahren. Das macht nicht jeder. Als ich im Team war, war unser Verhältnis sehr gut.

Aber er konnte es nicht gut aushalten, daß Sie ausgestiegen sind?

Er hätte mich natürlich lieber im Mercedes-Team behalten. Aber dann war er auch positiv beeindruckt, weil ich meinen Weg gegangen bin. Boris hat sich nicht mehr bei mir gemeldet; das finde ich ein bißchen komisch, weil das von einem Punkt auf den anderen aufgehört hat. Aber er hat ja gerade viele andere Dinge zu tun.

Becker und Steeb versuchen eine Aufbruchstimmung zu erzeugen: Ein junges Team mit junger Führung, so lautet ihre Botschaft, steht vor einer großen Zukunft.

Man muß natürlich versuchen, diesen Teamgeist aufzubauen. Man sieht ja, wie es bei den Spaniern ist: Die hängen den ganzen Tag zusammen. Aber man kann nicht erzwingen, was zehn Jahre nicht da war. Eine Mannschaft muß zusammenwachsen, und das braucht Zeit.

Immerhin setzt Becker gemeinsame Trainingslager an, und das ist neu.

Klar, und als wir alle in Marbella waren, war es auch bestens. In den Regenpausen haben wir viel miteinander geredet; das gab es früher kaum.

Goellner, Prinosil, Dreekmann sind trotzdem nicht Ihre besten Freunde?

"Tour-Freunde" würde ich sagen. Auf Turnieren trainieren wir zusammen, aber ansonsten habe ich kaum Kontakt zu ihnen.

Sie wirken nicht gerade, als ob Sie die Nähe der Landsleute suchen würden.

Warum auch? Ich habe nichts gegen sie, aber es gibt eine Rivalität zwischen den Spielern, immer, ohne Ausnahme. Es gibt keine Freunde in diesem Spiel.

Vermutlich hat es dem Gruppengefühl auch nicht weitergeholfen, daß Haas den Kollegen neulich unterstellt hat, zu schnell mit zu wenig zufrieden zu sein.

Der Tommy ist ein guter Spieler, der sehr kräftig geworden ist und viel an sich arbeitet. Aber es ist schwierig mit ihm. Er ist bei Nick Bollettieri in Amerika, man hat sehr wenig Kontakt zu ihm. Natürlich haben die anderen sich über diese Aussagen aufgeregt, denn was heißt schon "schnell zufrieden"? Jeder von uns will nach oben, jeder war schon mal irgendwo in einem Halbfinale. Doch viel erreicht haben wir alle noch nicht.

Werden Haas und Kiefer irgendwann eine ähnliche Rivalität pflegen wie einst Becker und Stich?

Ich hoffe nicht. Rivalen werden wir auf dem Platz immer sein. Ich habe mit Tommy keine Probleme. Wir verstehen uns gut. Bei Boris und Michael fing das ja erst mit diesem Wimbledonfinale 1991 an - und bis Tommy und ich beide Wimbledon gewonnen haben, dauert es noch ein bißchen.

Herr Kiefer, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.


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This is a tranlated version of an interview of printed magazine in March 1998:

English version:

"I may not be nice"

Germany's best tennis player Nicolas Kiefer about his Davis Cup debut, his accusal of being arrogant and his relationship to Boris Becker.

Herr Kiefer, you are since about a year tennis pro now. Will this Davis Cup tie against South Africa next week-end be the greatest event in your career so far?

Kiefer: No, but it will be something different. I'm playing alone for years, but in Davis Cup it doesn't matter much how the individuum is playing - the team needs three wins. I'm certainly going to have a jumpy feeling in my stomach, it's a challenge and it's fun.

Don't you see the nomination by team captain Boris Becker as a duty and service for your country?

As an honour, yes. But the Davis Cup week-ends are in the middle of the tournaments. Right the next week after the indoor match against South Africa is a hardcourt tournament that I would like to play. There would be simply better dates. I'm going to see what tournaments are around the next Davis Cup round.

So this should mean that Becker cannot always expect you to play the following years?

My goal is to improve my rankings. And very little things are making the difference among the top players - I couldn't imagine very well playing a Davis Cup tie on clay between two hardcourt tournaments. I am going to look from match to match in the future to decide then.

Do tennis pros have to be egoists?

Not in private life, but at job. And that's what is the strength of the good ones.

And that's why they are lonely people?

I don't feel lonely. For me this is life is enjoyable so far. I don't miss anything. Only when I see a good Tiramisu, I'm thinking automatically: Do you eat it now or can you resist? Because if I eat it, I will run a bit slower then.

You made your "Abitur" in 1997. How much contact do you use to have to the old friends?

Not too much. Friendship is a good topic anyway. Even at school, there was a lot of jaelousy. I got to know crabwise that people wondered why Kiefer who is so much away from school may make his Abitur. That's really strange how people react sometimes when somebody is successful. With lots of teachers I came along very well and they offered me help. For example they gave me another date for tests that I couldn't do and that I missed because I was at tournaments. But then again, there were also teachers who didn't understand my situation and they tried to get one over on me.

And what was the reason for that?

Pure jaelousy, I think.

Many celebrities tend to moan a lot about that.

Sure, I know myself that I'm in a better position than all those people who can't find work at all and who are unemployed. On the other hand, I did a lot for my tennis. Now I have reached something and I come around a lot in the world. But I can say that I have earned myself this. Many people think: "He had luck." But I don't think that has to do with luck. I have worked for that.

Over the last few months you have somehow earned the reputation of the cool young guy, very talented, but in the deciding moments a bit weak in nerves. Is that correct?

Of course not. Such defeats like in Australia...

... where you led 6:4 6:3 against the Frenchman Nicolas Escudé and still lost at the end...

... are part of the life being a tennis pro. Many people wondered if Kiefer will ever be in touch with the best, but I proved them all wrong.

But, similarly to Wimbledon, you came up just short before a big success. What is missing?

I retreated a bit towards the end and maybe I was too sure of it. You are thinking too much, but you have to continue playing aggressively and not think too much.

Now you are with Becker's former coach Bob Brett. On what are you working with him?

Bob Brett can teach me everything that I'm still missing because he is since 18 years on the Tour and coached 23 players already.

Becker some time ago wasn't satisfied with him because he said that the practise with Brett is too boring.

It's optimal so far. After the first week already, I felt that the practise is different from everything else that I knew so far, much more professional. We are talking after each practise about fitness and balanced diet. The exercises are more intense, the intervals longer. That's all new for me now, very exhausting. But I know that it can pay off. Since I won my first tournament in Toulouse, I'm sure that I can really succeed on the Tour. I haven't reached my limit yet.

There are people who say that you had changed since you are successful. You are said to be arrogant and exclusive.

I know that I have this reputation, but it's not right. I'm living two lives. In private I'm open, friendly and nice. But on the tennis court I have to behave differently; I have to work to get to the top. For the next 10 years, tennis has first priority because with 30 years it's over.

You have to be obsessed?

Sure. Formerly I did it all: football, basketball, tennis, table tennis, flute/recorder, piano. But since I have success this has changed. My concentration is solely on tennis now.

How do the well-etablished colleagues deal with a shooting star like you?

At the beginning I only whipered a silent "hello". Some greet back now, some don't. But the respect towards me is increasing. Some time ago, Sampras came to me and wanted to practise with me - he was very relaxed and joked around. This practise gave me additional self-confidence.

Because it showed that you belong to them now?

Yes, sure. Okay, the first priority of these top players is of course to test how I'm playing and where my weaknesses are. I'm just a new face.

Did Sampras teach you something?

No, these people don't give you any tips/hints, they don't share their things. But I don't mind playing this game because I need somebody to practise.

In the meantime, did you learn something about Sampras and the others?

They are also just normal human beings. The difference is that they play a but more consistently. But I think a change is coming soon and I hope that I can be part of the top players in the new hierarchy. I think I would be satisfied to hang around #6 and #14. My goal is to be part of the top.

Do the others hate you?

Why should they? I only want to win. But sometimes it's getting personal. There are players who use hars words.

Do you hate your opponents?

"Hate" is the wrong word. But of course I want that my opponent is going to lose. And that's why may not be nice to him. It's always a duel and therefore I can't say: "Wonderful, you are my friend, I will gift you a few points." I must intimidate my opponent.

Thomas Muster is saying he enjoys his sadistic tendency on the tennis court.

I can understand that. I'm also enjoying if my opponent has troubles and that he can't get the ball over anymore.

Do you like fooling your opponents?

Yes, unfortunately I'm playing like that. I like to play dropshot and lob, first a short ball to get him to the net and then a long one on the baseline. I'm happy if I can do that.

And it's the others problems if they can't laugh about that?

True, main thing is that I have fun with that. But I can also laugh about that if somebody else is doing it with me. And after some time the same game starts again.

You needed three coaches in two year. That reminds of Becker: if people can't help anymore, you must dump them.

I'm all coaches thankful because all of them brought me to a new level. But sometimes it's about time to make a new step and to be independent. Becker's Mercedes Team was for a while very good for me, but then I simply needed an own coach and I wanted to market myself; there existed a contract that I didn't want to sign.

Do you believe that you are similiar to Becker?

No. I don't want to be similiar to Becker when doing this, I only want the best for myself. I want to enjoy every day and I don't want to have to justify me doing so.

And you think it has nothing to do with you?

Many people want to classify me. And they don't put any effort in understanding me.

There was an uproar during the tournament in Dubai...

...when there was written that I'm immature. Do you want to know how it really was? I was thinking about an answer and looked out of the window, and then somebody wrote that I don't look at people when I'm talking to them, and the next one worte I'm immature. It was written everywhere, but it wasn't true.

Maybe you come across like this because of fear of making mistakes.

I don't have fear due to that. I don't like to talk. I say: "I'm nice", and they think: "He's silly.". That's not fair.

You are signed with Nike and you are marketed as cool guy.

Okay, I'm wearing clothes that are cut wider.

Nike is making symbols out of his athletes: Agassi is rebellious, Sampras a gentleman. And you are playing along and boost the image that you allegedly don't want to have.

I'm not that far yet. If I could make an own Nike campaign I would do it, sure. I know that the think about the image is difficult. I think I want to decide what happens with me.

Is that the reason why you adore Dennis Rodman?

It's cool how he sells himself. But the tattoos, the 5000 earrings, here a piercing, there a piercing - that's pain, but not a challenge for me.

Is he sports-wise a role model?

I like to watch how he intimidates his opponents. Before the rebound he steps them on the foot. It's good if you scare your opponents a bit.

That was also a strenght of Becker. How is your relationship to the new boss of the DTB [German Tennis Association] now?

I didn't have much to do with him since he is in that function. What should I say then? His friend Charly Steeb and Stefan Schaffelhuber are now captain and coach, and therefore eveything is in one hand.

Is this an advantage or disadvantage?

First, we have to see how the team is developping. But I also believe that Niki Pilic did a very good job.

Is the impression wrong that your relationship to Becker cooled down since you left the Mercedes-Team?

It's not anymore as it used to be. It's a pity, because I gave 100% for the Mercedes-Team. I'm thankful to Boris for his help. As I was injured in Stuttgart, he drove me to the doctor in Munich. Not everybody is doing that. When I was in the team, our relationship was very good.

But he didn't take it very well that you left his team?

Sure, he would have liked to keep me. But then, he was also positively impressed that I went my own way. Boris didn't get in touch with me anymore; that's a bit strange because our relationship ended in such a short time. But at the moment, he also has to do many other things.

Becker and Steeb are trying to create a new team: a young team with young leadership has a great future ahead, that's their message.

Of course, you have to try to create this team spirit. You see how it works when looking at the Spanish team: they are hanging around together the whole day. But you cannot force what didn't exist about ten years long. A team must find together, and this needs time.

And Becker is scheduling training camps together, that's something now.

Sure, it was very good when we all have been to Marbella. In the rain breaks, we talked a lot together; that rarely happend in the past.

Nevertheless, Goellner, Prinosil and Dreekmann aren't your best friends?

I would say "Tour friends". At tournaments we are practising together, but besides this, I have hardly any contact to them.

You don't seem as if you were looking for contact to your compatriots.

Why should I? I don't have anything against them, but there is a rivality between the players, always, without exception. In this game, there are no friends.

Probably, I also didn't help the new team spirit when Haas said that the others are too quickly satisfied.

Tommy is a good player who became very strong and who works a lot on himself. But it's dificult with him. He is with Nick Bellettieri in America, you hardly have contact to him. Of course the others were upset about those comments, what does it mean "too quicky satisfied"? Everybody of us want to reach the top, everybody was already in a semifinal somewhere. But we all didn't reach much yet.

Will Haas and Kiefer have a similiar rivalry as Becker and Stich in the past?

I don't hope so. We will always be rivals on the court. I don't have any problems with Tommy. We're getting along with each other well. With Boris and Michael, it all started with this Wimbledon final in 1991, and it could take some time until Tommy and I both won Wimbledon.

Herr Kiefer, thank you for this interview.

Space Cowgirl
11-23-2004, 09:52 PM
Thanks for that Neely! :worship: I'd good-rep you, but have to spread the good rep around a bit first :(
Seeing as you're a big Kiwi fan, I have a question, as I only started watching him this year: what is his relationship to Boris Becker like now? Is there still a bit of "Ärger" between them?
It seems that Kiwi really rocketed up the rankings. He only turned pro in 1997 and by 1999 he was #4 or something. That is unbelievable. No wonder it turned his head a bit. It's interesting to read this interview 'with hindsight' now. In the interview he didn't seem too bothered about playing for Germany in the Davis Cup, while now he's an enthusiastic member of the team. I must say, he does come across as somewhat arrogant, but then he was just a kid really then, only what 20 or so? With age comes maturity - how true!

Neely
12-12-2004, 03:59 PM
12.12.2004

German:
''Mein Weihnachtsgeschenk für mich''

2005 will Kiefer ganz nach oben / Sieg in St. Anton als Initialzündung / „Körperlich besser drauf als früher“ - ein Bericht von Angela Bern

Anfang November durfte er maximal eine halbe Stunde am Tag mit Softbällen trainieren, sechs Wochen später feierte Nicolas Kiefer beim Einladungsturnier in St. Anton seinen ersten Turniersieg seit über vier Jahren. „Es ist mir egal, dass es kein offizielles ATP-Event ist“, sagte der 27-Jährige nach dem 6:3, 6:4 im Finale gegen den niederländischen Titelverteidiger Sjeng Schalken: „Ich weiß, dass ich wieder mithalten kann, dieser Sieg war mein Weihnachtsgeschenk für mich.“

Ende August wurde Kiefer auf seinem scheinbar schnurgeraden Weg zurück an die Weltspitze im Achtelfinale der US Open jäh gestoppt. Eine komplizierte Verletzung des rechten Handgelenks beendete nicht nur das Match gegen den Briten Tim Henman, sondern auch die durchaus berechtigten Hoffnungen auf eine Teilnahme am Masters Cup in Houston. „Ich war ziemlich dicht dran“, sagt Kiefer: „Aber dicht dran steht in keiner Statistik.“

Es folgten sechs lange Wochen ohne Tennis und mit einer Schiene am rechten Unterarm, ehe Kiefer schließlich Anfang November endlich wieder auf den Platz durfte. „Therapie und Reha sind wunderbar gelaufen, es gab keinerlei Komplikationen“, erzählt er. Hocherfreut nahm er Ende November die Einladung seiner Kollegen Paradorn Srichaphan an, ihn auf seiner Reise durch sein Heimatland Thailand zu begleiten und dort drei Schaukämpfe zu spielen.

Das Handgelenk bestand den Härtetest, auch eine psychologische Hemmschwelle gab es nicht zu überwinden, das einzige Problem war eine leichte Erkältung. „Zehn Tage Thailand bei 40 Grad im Schatten, dann Hannover bei null Grad und dann St. Anton im Schnee, das war’s“, sagt Kiefer, dessen Stimme noch immer ein bisschen rau und belegt klingt. Das ändert aber nichts daran, dass er vor Tatendrang strotzt und am liebsten jede Minute auf dem Platz verbringen würde: „An Urlaub denke ich nicht, den habe ich in den letzten drei Monaten genug gehabt.“

Zwar war es schön, Zeit mit der Familie und Freundin Inga zu verbringen oder mit den Bundesliga-Fußballern von Hannover 96 zu trainieren („Dem Enke habe ich ein schönes Ding ins Tor gelegt“), aber die innere Unruhe wuchs mit jedem Tag: „Das ist halt nicht mein Rhythmus, so lange zu Hause rumzuhängen.“ Damit ist jetzt auch Schluss, nach dem Finale in St. Anton ging es gleich am Sonntag weiter nach Monte Carlo, wo im angenehmen Mittelmeerklima zehn Tage Hartplatz-Training auf dem Programm stehen.

Am 23. Dezember macht Nicolas Kiefer noch einen kurzen weihnachtlichen Abstecher zu den Eltern nach Dassel, ehe er am 26. Dezember nach Australien fliegt. Bei den Turnieren in Adelaide und Sydney bereitet er sich unter Anleitung seines schwedischen Trainers Thomas Hogstedt auf die Australian Open in Melbourne (17. bis 30. Januar) vor. Hogstedt arbeitet seit November 2003 mit Kiefer zusammen, gemeinsam mit seinem Landsmann Ulf Dahlström, der sich um Kiefers Management kümmert, hat er der Karriere des früher als schwierig und exzentrisch geltenden Deutschen offenbar den richtigen Kick gegeben.

Während Hogstedt sich um die sportlichen Belange kümmert, ist Dahlström derzeit damit beschäftigt, seinem Klienten einen neuen Ausrüstervertrag zu besorgen, denn der mit den drei Streifen läuft zum Jahresende aus. „Das sehe ich ganz gelassen“, sagt Kiefer: „Ich glaube, wir sind in einer guten Verhandlungsposition.“ Als Nummer 20 der Welt darf man das getrost von sich behaupten.




English:
"My Christmas present to myself"

Kiefer wants to get back to the top in 2005 / The initiating for that was his tournament win in St. Anton / "Physically in better shape than earlier" - an article of Angela Bern.

In early November, he was only allowed to practise a maximum of 30 minutes with soft balls, six weeks later he could celebrate his first tournament win for four years at the exhibition in St. Anton. "I don't mind that this is no official ATP event", said the 27 year-old after winning the final 6:3 6:4 against the Dutch defending champion Sjeng Schalken. "I know that I can keep up again with the others, this win was my Christmas present for myself."

At the end of August, Kiefer was badly stopped on his seemingly straight way back to the world's elite during the 4th round match of the US Open. A complicated injury at his right wrist didn't only end the match against the Brit Tim Henman, but also his legitimate hopes for a participation at the Masters Cup in Houston. "I was quite close", says Kiefer, "but close doesn't appear in any stats."

Six long weeks without tennis and a cast at his right forearm followed until Kiefer finally was allowed again on the court at the beginning of November. "Therapy and reha have been good, there weren't any complications." With pleasure he took the invitation of Paradorn Srichaphan to come to Thailand and play three exhibition matches there.

The wrist held and there were also no psychological problems, the only problem was a cold. "Ten days in Thailand with 40 degrees Celsius heat in the shadow, then Hannover at 0 degrees and St. Anton with snow, that was too much", Kiefer said whose voice still displays some after-effects of the cold. But that doesn't change anything that he is full of beans and the he would most like to spend every minute on the court: "I don't think of holidays, I've had enough of that during the last three months."

It's nice to spend time with the family and with his girl-friend Inga or practising with the Bundesliga pros of Hannover 96 ("I've scored a great goal against Enke"), but the uneasiness was growing and growing: "That's not my rhythm to hang around so many time at home." That's over now and after the final in St. Anton he will move on to Monte Carlo where he is going to practise ten days on hardcourt in the mediterranean climate.

On December 23rd, Nicolas Kiefer will visit his parents in Dassel before he will fly to Australia on December 26th. He will prepare for the Australian Open playing the tournaments in Adelaide and Sydney together with his Swedish coach Thomas Hogstedt. Hogstedt who works together with Kiefer since November 2003 together, and his countryman Ulf Dahlström who is doing the management, seems to have given the right direction to the career of the formerly said to be difficult and excentric German.

While Hogsted cares for Kiefer's play, Dahlström meanwhile is occupied looking for a new endorsement contract because the one with Adidas is running out at the end of the year. "I'm very relaxed concerning that", says Kiefer: "I think we are in a good bargaining position." True, as #20 of the world you can say that.

Neely
12-28-2004, 07:15 PM
An article I found at enquirer.com
It is about the three losses to Roddick within just a few days at three different tournaments...

Roddick's got Kiefer's number

By Neil Schmidt
Enquirer staff writer

MASON - Nicolas Kiefer should be on the run now.

Everywhere he goes, Andy Roddick is there. Indianapolis. Toronto. Cincinnati.

Three matches, three losses, in the span of 11 days. Wednesday's count was 6-4, 6-4 in the Western & Southern Financial Group Masters second round.

Never mind Kiefer is 13-1 against the rest of the world over the past month. Roddick is stalking him. Kiefer probably should look over his shoulder when he next unpacks his rackets.

And yet ...

"I want to play him again," Kiefer said. "I know (if) I get my chances, I can beat him. ... Maybe I get my chance at the Olympics or the (U.S.) Open."

The 27-year-old German officially qualifies as a glutton for punishment. Bless him for not being gun-shy, but he's 0-4 in his career against Roddick and hasn't yet taken a set off him.

"It's funny; I played him once in my whole career, and then three times in 10 days or so," Roddick said.

Roddick, the tournament's second seed, knows what Kiefer's feeling. In his last 25 matches, Roddick is 23-0 against everyone not named Roger Federer.

Wednesday, Roddick needed a little variety to spice up the affair. He let Kiefer have five break points - Kiefer totaled only three over their two recent matches - but then yanked away the bait. He has held all 30 of his service games over these three meetings.

Meanwhile, Roddick went 2-for-2 on break points.

"For the most part, he played better than I did today," Roddick said. "But that's the match right there, in that (break points) stat."

Roddick was sloppy, committing 21 unforced errors to go with 24 winners. He had trouble getting points on Kiefer's serve.

The match turned on the best point of the tournament.

At 3-3 in the first set and serving at 30-15, Kiefer lured Roddick to the net and then sent a perfect lob to the baseline. In full sprint, Roddick caught up with it and - still facing the stands - flicked a forehand blindly back the other way.

Incredibly, it whistled up the line past an incredulous Kiefer for a winner. Roddick held out his hands to show he had no idea how he made the shot.

"I just started laughing, because you don't expect to hit that shot," Roddick said. "That's probably the best shot I've ever hit."

Kiefer dismissed the magic, saying, "I can also do it if I close my eyes and hit. If he can do it 10 out of 10 (times), I take my hat off to him. I don't think he would do it."

Yet it seemed a critical play, as Roddick won the next two points for the only break of the set.

Roddick has won all 26 service games in his two matches here this week. His most dramatic service game came when he dug a love-40 hole early in the first set Wednesday and then won the next five points.

Even opponents have talked of his ability to produce big serves to bail himself out.

"I guess it's happening more and more," Roddick said. "I'm hitting good serves on break points right now."

E-mail nschmidt@enquirer.com

knight_ley
12-28-2004, 07:54 PM
An article I found at enquirer.com
It is about the three losses to Roddick within just a few days at three different tournaments...

Thanks Neely!!!!! :kiss:

Neely
12-28-2004, 09:29 PM
hopefully there will be a "revenge article" somewhere published if Kiwi beats Andy three times in a row next season :smoke: :cool: *biggrin*
:rolls: ;)

:angel:

Neely
12-28-2004, 09:36 PM
Many tennis players, athletes from all sports and other famous people are involved in some way in charity organizations... here is an article, published online in a Hamburg newspaper about one year ago, what Kiwi is doing.



German:
Wie der Tennisprofi Nicolas Kiefer kranken Kindern hilft

Hannover - Adrians Augen leuchten, seine Wangen sind gerötet, fest umklammern seine kleinen Hände den Griff des Tennisschlägers. "Super-Ball, schwer zu kriegen", lobt Nicolas Kiefer und geht ganz nah an das Netz, um das leise Stimmchen des Jungen im Rollstuhl zu verstehen. "Adrian möchte aufhören, er hat keine Kraft mehr", sagt Kiefer: "Aber wenigstens hat er mal wieder ein bisschen Spaß gehabt."

Adrian ist zehn Jahre alt und todkrank. Der Junge aus Hannover leidet an Muskelschwund, sein Bruder Lars ist im Mai an derselben Krankheit gestorben. Adrian weiß, dass ihm das gleiche Schicksal droht, er hat den Bruder sterben sehen. Mit dem hat Kiefer auch Tennis gespielt, vor zwei Jahren, als bei Adrian noch keine Anzeichen der Krankheit festzustellen waren: "Da ist er rumgerannt und hat Fußball gespielt. Jetzt kann er kaum einen Tennisschläger halten."

Die in Hannover ansässige "Aktion Kindertraum" hat Kiefer mit der Familie von Lars und Adrian zusammengeführt. Seither stellt sich der Tennisprofi, wann immer es seine Zeit zulässt, in den Dienst der Organisation, die todkranken Kindern mit Hilfe prominenter und wohlhabender Gönner einen großen Traum erfüllt. Adrian liebt es, mit Kiefer Tennis zu spielen, und der erfüllt dem Kleinen gerne und oft diesen Wunsch.

Nicolas Kiefer ist in seiner Heimatstadt Hannover bekannt wie ein bunter Hund. Seine Mitarbeit in unterschiedlichen sozialen Bereichen nimmt er genauso ernst wie seinen Beruf auf dem Tennisplatz. "Das Schicksal von Kindern und Jugendlichen liegt mir sehr am Herzen, gerade weil ich so viel Glück hatte", sagt er. Kiefer, der oft als sperrig und unnahbar, als unberatbar und bockig gilt, zeigt im Gespräch und im Umgang mit jungen Menschen sein ganz anderes Gesicht. Keine Frage, dass Adrian und seine Mutter nach dem "Match" zum Essen eingeladen werden, keine Frage, dass er beiden bei seinem Lieblingsverein Hannover 96 Karten für das nächste Heimspiel besorgt, keine Frage, dass er Adrian jetzt einen kleineren und leichteren Schläger mit kurzem Griff anfertigen lässt: "Wenn ich damit ein bisschen helfen kann, tue ich das gerne."

Um Jugendliche mit ganz anderen Problemen kümmert sich die ebenfalls in Hannover ansässige Initiative "Bed by Night". Sie bietet jungen Ausreißern und Straßenkindern übergangsweise Unterkunft und Verpflegung, führt Familien wieder zusammen und hilft bei Behördengängen und Arztbesuchen. Kiefer hat die Schirmherrschaft übernommen und mit seinem Einsatz entscheidend dazu beigetragen, dass im Zentrum der Stadt ein buntes Containerdorf mit Aufenthaltsbereich, Gemeinschaftsküche, Duschen und Toiletten sowie sechs Schlafräumen mit zehn Betten entstand. Sozialarbeiter betreuen ihre jugendlichen "Gäste" rund um die Uhr.

Kiefer schaut regelmäßig vorbei, spielt mit den Kids Tischfußball und isst mit ihnen zusammen an dem blankgeputzten Holztisch in der Küche. "Neulich hat mich einer gefragt, was ich ausgefressen habe und warum ich von zuhause weg bin", erzählt er, und seine Nachdenklichkeit wirkt absolut nicht aufgesetzt: "Sie leben in einer ganz eigenen Welt, Lichtjahre entfernt von der Scheinwelt eines Tennisprofis."

Dann schwingt er sich in seinen Porsche und fährt zum Training. "Thomas scheucht mich zurzeit ganz schön", sagt Kiefer und lobt die Zusammenarbeit mit seinem neuen Coach Thomas Hogstedt. Sein Seuchenjahr 2003 hat er abgehakt, 2004 will er wieder dorthin, wo er als WM-Halbfinalist 1999 schon einmal war. Schließlich soll Adrian daheim in Hannover so richtig stolz auf seinen Trainingspartner sein: "Sonst will der bald nichts mehr von mir wissen." Und das würde den nur äußerlich so coolen Kiefer wirklich treffen. (sid)

"Als Tennisprofi lebst du in einer Scheinwelt." Nicolas Kiefer

erschienen am 17. Dez 2003 in Sport



English:
How Nicolas Kiefer helps ill children

Hannover - Adrian's eyes twinkle, his jowls are reddened, his small hands are holding a tennis racket. "Good shot, that wasn't easy", compliments Nicolas Kiefer and comes close to the net to be able to understand the weak voice of the boy in the wheelchair. "Adrian wants to stop now, he is too exhausted now", says Kiefer: "But at least he had again a bit fun now".

Adrian is 10 years-old and terminally ill. The boy coming from Hannover is suffering amyotrophia, the same illness like his brother Lars who died in May. Adrian knows that the same fate like his brother is threatening him. Two years ago, Kiefer also played tennis with Lars, but there have not been any symtoms for Adrian: "He ran around and played soccer. At present, he can hardly hold a racket."

The Hannover native charity "Aktion Kindertraum" has brought Kiefer and the family of Adrian and Lars together. Since then, the tennis pro is helping the organization whenever possible. Thanks to famous people and sponsors who donate money, the orgainzation tries to fulfill severely ill children a big dream. Adrian loves to play tennis with Kiefer who likes to fulfill him that wish often and with pleasure.

At home in Hannover, Nicolas Kiefer is known all over the place. Like his work on the tennis courts, he also takes his cooperation with charity organizations very seriously. "The fate of children and juveniles is close to my heart, especially because I myself had so much good luck", he says. Kiefer who is often said to be difficult and aloof shows a completely different face in the contact with young people. There is no question that Adrian and his mother are invited out to dinner after the match, no question that he is getting them tickets for his favourite soccer club Hannover 96, no question that he will obtain Adrian a lighter racket with a shorter grip: "I'm happy to do that if I can help a little bit this way."

Caring about juveniles with completely other problems, that's what the organzisation "Bed by Night", also from Hannover, does. It offers young runaways and street children transitional meals and lodging, helps bringing families together again and is assisting at administrative paperwork and consultations. Kiefer has taken the patronage and was significantly involved to make the charity organization what it is nowadays: a colourful accommodation in the middle of the city with recreation room, common kitchen, showers, bathrooms and six dormrooms with 10 beds each. Social workers care for the juveniles day and night.

Kiefer drops by regularly, plays table soccer with them or eats with them together in the kitchen. "Recently, one asked me what I have done and why I ran away from at home", he says thoughtfully, "they are living in a completely own world, light-years away from the one of a tennis pro."

[...passage about his new coach...]

knight_ley
12-28-2004, 10:28 PM
he is an :angel:

Neely
12-28-2004, 11:38 PM
he is an :angel:
BTW, did you also notice this "Bed by Night" organization in the video file about Kiwi's TV report I gave you? There is also a part about it where he is visiting the facility and playing table soccer with two of the -I guess- social workers there.

knight_ley
12-29-2004, 12:21 AM
BTW, did you also notice this "Bed by Night" organization in the video file about Kiwi's TV report I gave you? There is also a part about it where he is visiting the facility and playing table soccer with two of the -I guess- social workers there.

i did! i actually went back and watched it after reading the article cuz i hadn't watched it in a few weeks! ;)

knight_ley
01-03-2005, 03:19 PM
If anyone gets a chance, can you translate this for us? It was posted on Kiwi's site today :)

03.01.2005 - Frankfurter Allgemeine Zeitung
''Steffi Graf und Andre Agassi helfen mir viel''

Nach seiner Handgelenksverletzung, die ihn im Achtelfinale der US Open stoppte, spielt Nicolas Kiefer in Adelaide erstmals wieder ein ATP-Turnier. An diesem Montag trifft der an Nummer drei gesetzte Niedersachse auf den Niederländer Sjeng Schalken, den er Mitte Dezember im Finale des Schauturniers von St. Anton im vierten Duell zum viertenmal besiegte. Für den Australien-Fan Kiefer, der das Tennisjahr 2004 als bester Deutscher auf Platz 21 der Weltrangliste abschloß, der ideale Einstieg ins neue Tennisjahr. Ein Gespräch mit FAZ-Redakteur Peter Penders

Haben Sie sich eigentlich die Sportjahresrückblicke im Fernsehen angeschaut?

Auf jeden Fall. So was schaue ich immer gerne, wenn ich die Möglichkeit habe.

Auch diesmal? Es hätte Sie ja auch abschrecken können, noch einmal dieses Drama von Athen mit den vier vergebenen Matchbällen zu sehen.

Trotz allem war es ja auch ein Riesenerfolg und ein Riesenerlebnis sowieso. Was wir in diesen vier Stunden und der ganzen Nacht durchgemacht haben, so viele Höhen und Tiefen, so viele Emotionen - das hatte ich noch nie erlebt in meiner Karriere. Natürlich war es erst einmal sehr bitter, dieses Finale zu verlieren. Aber im nachhinein war es trotzdem ein Riesenerfolg.

Immerhin saß Deutschland mal wieder vor dem Fernseher und drückte zwei Tennisspielern die Daumen. Hat Sie diese große Anteilnahme überrascht?

Wie viele Leute sich mit dieser Silbermedaille identifiziert haben, hätte ich vorher nie für möglich gehalten. Das war irre, wie viele Menschen einen darauf angesprochen haben, wohl auch mitgelitten haben und mich danach aufgemuntert haben. Natürlich sage ich heute noch, es hätte eigentlich Gold sein können oder sogar müssen. Der Moment nach dem Matchball der Chilenen war schon hart.

Zu den Medien hatten Sie lange ein sehr zurückhaltendes, kühles Verhältnis. Aber dann haben Sie nach dem Finale die emotionalste Pressekonferenz in Athen gegeben und Ihr Innerstes nach außen gekehrt. Haben Sie noch Erinnerungen daran, oder ist das alles wie in Trance geschehen?

Es war total schwer, in Worte zu fassen, was da auf dem Platz geschehen war. Vor Athen haben mir viele Mut gemacht und gesagt, du kommst mit einer Medaille zurück. Aber ich konnte mit dem Wort Medaille noch nicht so viel anfangen. Plötzlich hatten wir die Chance auf Gold, und wir hatten sie ja fast schon in der Hand. Als wir sie verloren hatten, war ich total platt, leer. Da war es selbstverständlich, mich der Presse zu stellen, die hatten ja auch die ganze Nacht gewartet. Ich bin dann da hin, aber es war schwer, weil ich so am Ende war und wußte, was das für eine Riesenchance gewesen war. Mir war noch nicht bewußt, was wir mit Silber erreicht hatten, das habe ich erst später gemerkt. Ich bin direkt nach der Pressekonferenz wieder ins Olympische Dorf, da haben wir dann zusammengesessen. Dann ging es zum Flughafen, ab nach Hause, Sachen packen und schon wieder los nach New York. Das war alles nur Streß und Hektik. Was die Medaille für einen Wert hat, habe ich erst in New York gemerkt, als ich etwas zur Ruhe gekommen bin.

Woher rührte Ihr mißtrauisches Verhältnis zu Journalisten? Man hatte früher immer das Gefühl, wenn man Ihnen guten Morgen sagte, würden Sie sofort auf die Uhr schauen, ob nicht schon Abend sei.

Als ich angefangen habe auf der ATP-Tour, ging ja alles sehr schnell, und ich wußte manchmal gar nicht, was um mich herum passiert. Da gab es schon mal Äußerungen, die hätte ich besser gelassen, und so würde ich mich heute nicht mehr äußern. Da hat man dann schnell ein Image. Aber mittlerweile bin ich 27 Jahre alt, und das ganze Drumherum muß man auch lernen. Das ist ein Prozeß, in den man hineinwächst. Trotzdem bin ich eigentlich schon froh, daß ich soviel durchgemacht habe. Ich habe da sehr viel lernen können, das war eine gute Erfahrung. Jetzt bin ich viel reifer, auch wenn ich immer noch dazulernen kann. Ich bin offener und lockerer geworden, und das hat auch mit Gesprächen mit Steffi Graf und Andre Agassi zu tun. Das muß ich ja nicht verschweigen, die beiden helfen mir viel und nehmen mich schon mal an die Seite.

Als Sie bis auf den vierten Platz der Weltrangliste hochschossen, hieß es überall, "ein neuer Boris Becker" oder "einer wie Agassi". Wie sehr hat es Sie gestört, nie als Nicolas Kiefer gesehen zu werden?

Einerseits war es ein großes Kompliment, daß mir viele soviel zugetraut haben. Andererseits war es schwer, und das ist ja, glaube ich, auch verständlich, weil man ganz schön was aufgeladen bekommt. Vor allem in den letzten Jahren, als es nicht so lief bei mir, war der Rucksack sehr schwer. Mittlerweile aber fühle ich mich wieder viel befreiter.

Sie waren relativ schnell in der Weltspitze, aber dann begann ab 2001 der Abstieg aus den vorderen Regionen. Bei den French Open 2003 haben Sie gegen einen australischen Qualifikanten eine Erstrundenpartie in fünf Sätzen gewonnen, die ein schreckliches Niveau hatte und vielleicht der Tiefpunkt war. Jetzt sind Sie wieder die Nummer 20 der Weltrangliste - wie sind Sie aus diesem Leistungsloch herausgekommen?

Der Australier hieß Todd Larkham, und in der Zeit habe ich eigentlich gar kein richtiges Tennis mehr gespielt und nur durch Krampf gewonnen, wenn ich mal gewonnen habe. Kurz danach war ich in Halle noch im Finale, das mag vielleicht Zufall gewesen sein, weil ich davor und danach nichts getroffen habe. Aber das vergangene Jahr, das war kein Zufall, das war das Ergebnis der vielen Arbeit. Ich habe vier Finales gespielt, war im Halbfinale in Toronto, bei den US Open im Achtelfinale, und da war überall noch mehr drin. Die Jahre davor habe ich auch ein bißchen Pech gehabt. Ich war oft verletzt, und wenn ich alle Verletzungen zusammenzähle, kann ich vielleicht am Ende der Karriere etwas länger spielen, so oft habe ich pausieren müssen. Ich habe im vergangenen Jahr sechs Kilo abgenommen, körperlich fühle ich mich total fit, und das macht es natürlich auch einfacher.

Trotzdem noch mal zurück nach Paris 2003. Wer dieses Spiel gesehen hat, konnte kaum glauben, daß Sie auch so schlecht Tennis spielen können.

An das Spiel will ich gar nicht mehr denken. Lieber, wie ich im vergangenen Jahr dort gegen Federer gespielt habe. Da lagen Welten zwischen diesen beiden Jahren. Ich glaube, jetzt kommt so das Alter, in dem ich am besten spielen kann und auch spielen werde, und darauf freue ich mich. Mir geht es gut, und auch die letzte Verletzung bei den US Open habe ich gut überstanden, Das hat lange gedauert, aber dafür habe ich es auch mental total überwunden. Ich war jetzt erst 12 Tage mit anderen Profis in Thailand auf einer Einladungstour mit Paradorn Srichaphan, danach habe ich im Dezember noch ein Schauturnier in St. Anton gewonnen und bin dann vor Weihnachten in Monte Carlo im Trainingslager gewesen. Das ist alles optimal für mich verlaufen, ohne jegliche Probleme.

In solchen Krisenzeiten, wie Sie eine hatten, wären Sie da lieber Mannschaftssportler?

Ich trainiere ja manchmal bei den Fußballspielern von Hannover 96 mit, und dieses Mannschaftsgefühl ist schon was anderes. Nicht nur bei den ,Roten', das ist ja im Davis Cup auch so, beispielsweise im September in Bratislava. Ich war zwar verletzt und nur Zuschauer, aber wenn man als Mannschaft irgendwo zusammen ist, das macht alles viel lockerer und einfacher. Wir sind ja ansonsten immer Einzelkämpfer, aber als Team, das ist schon was anderes. Das war auch in Thailand so, unsere Crew, die da rumgereist ist, hat aus 40 Leuten bestanden, mit denen man tagtäglich zusammen war. Das macht schon Spaß. Ich glaube, deshalb spiele ich auch so gerne Fußball.

Vereinsamt man als Tennisspieler?

So schlimm ist es auch wieder nicht. Man ist ja den ganzen Tag auf der Anlage und trainiert. Man sieht so viele Menschen, da bin ich schon mal froh, die Tür zuzumachen und alleine zu sein - oder noch besser, mit meiner Freundin zusammenzusein. Es will ja dauernd irgend jemand was von dir, da tut es schon mal gut, sich abzuschotten.

In den schlechteren Phasen hieß es immer, daß sich Ihre Eltern zu sehr einmischten und Ihnen Entscheidungen abnähmen. Haben Sie sich jetzt abgenabelt?

Das war immer übertrieben, ohne meine Eltern hätte ich das ja nie geschafft, überhaupt Tennisprofi zu werden. Die haben mich jahrelang überall hingefahren, und das habe ich schon oft versucht zu erklären, auch wenn es nicht jeder verstanden hat. Ohne meine Eltern würde ich jetzt irgendwas studieren und nicht Tennis spielen. Meine Eltern sind meine größten Fans, und egal wie es läuft, sind sie immer für mich da. Das ist gut zu wissen. Sie sind jetzt so für mich da wie früher auch.

Ist Selbstvertrauen neben der Fitness der entscheidende Unterschied, ob es auf dem Platz klappt oder nicht?

Natürlich ist das eine riesige Kopfsache. Inzwischen hack' ich wieder auf die Bälle drauf und die Schläge kommen. Wenn man das merkt, macht man immer wie selbstverständlich weiter. Aber wenn die Bälle ständig ins Aus fliegen, dann beginnst du nachzudenken, vor jedem Schlag. Du wirst immer unsicherer und vorsichtiger und spielst immer schlechter. So ging es mir, aber das habe ich überwunden. Das war ein großer Schritt nach vorne für mich, ein Sieg über mich selbst. Vor drei, vier Jahren habe ich gesagt, meine besten Tennisjahre kommen noch, und da haben viele gelacht und wahrscheinlich gedacht, der erzählt irgendwas. Aber verglichen mit den anderen Jahren, bin ich jetzt am fittesten, und das merkt man ja auch spielerisch. Ich spiele wieder sehr aggressives Tennis, die Schläge sind da.

Sie sind ja auch wieder der derzeit beste deutsche Tennisspieler - und trotzdem ohne Ausrüster. Ist Ihr Aufstieg so unbemerkt geblieben?

Der Zeitpunkt ist ja gar nicht so schlecht, daß der Vertrag ausgelaufen ist. Vor einem Jahr wäre das schwieriger gewesen, aber jetzt nach Olympia und dem ganzen Jahr sieht das viel besser aus für mich. Ich schaue mir die Angebote in Ruhe an, ich habe da keine Eile.

Aber vermutlich haben Sie es eilig, wieder auf den Tennnisplatz zu kommen. Sie haben seit September kein Spiel auf der ATP-Tour mehr bestreiten können. Wie ungeduldig sind Sie, daß es endlich losgeht?

Ich brenne darauf. Ich habe eine harte Zeit hinter mir. Immer mit der Schiene am Arm herumlaufen, dann die Reha und das Aufbautraining, das ist schon monoton und kostet Kraft. Aber jetzt bin ich bereit und freue mich richtig auf die Sonne. Ich mag Australien, das ist ein tolles Land, entspannte Leute. Das wird schön, da bin ich sicher.

Seit Weihnachten sind Sie überraschenderweise wieder solo. Hilft Tennis da als Ablenkung?

Siebeneinhalb Jahre sind eine lange Zeit. Dann ist es plötzlich vorbei, und keiner kann erklären, warum. Inga und ich haben uns über die Weihnachtstage nach einer langen, tollen Beziehung getrennt, uns aber einen weiterhin freundschaftlich fairen Umgang versprochen. Ich habe ihr vieles zu verdanken.

Thanks!!!! :kiss:

Neely
01-03-2005, 03:42 PM
I doubt that this is really an "interview" with Kiwi... it looks strange somehow and when reading it, it seems as if it was just a summary of quotes he already made the last three months.

At least it is no recent one because on the last question about the break-up with his girl-friend he "answered" (or should I say "they wrote"?!) exactly the same sentence and the same choice of words like it was published on his homepage.

Smells fishy to me... :rolleyes:

Anyway, only a few things are new to us (we already know what has happened with his wrist, how the healing was, that the silver medal was a big success, I published the article from 2003 about his bad loss to Todd Larkham a few weeks ago, that and how he played Paradorn's event and St Anton... that he was practising in Monte Carlo before Christmas)... basically only two or three passages are interesting, I will select and translate them later!

knight_ley
01-03-2005, 03:52 PM
I doubt that this is really an "interview" with Kiwi... it looks strange somehow and when reading it, it seems as if it was just a summary of quotes he already made the last three months.

At least it is no recent one because on the last question about the break-up with his girl-friend he "answered" (or should I say "they wrote"?!) exactly the same sentence and the same choice of words like it was published on his homepage.

Smells fishy to me... :rolleyes:

Anyway, only a few things are new to us (we already know what has happened with his wrist, how the healing was, that the silver medal was a big success, I published the article from 2003 about his bad loss to Todd Larkham a few weeks ago, that and how he played Paradorn's event and St Anton... that he was practising in Monte Carlo before Christmas)... basically only two or three passages are interesting, I will select and translate them later!

thank you love :)

JMG
01-03-2005, 04:10 PM
At least it is no recent one because on the last question about the break-up with his girl-friend he "answered" (or should I say "they wrote"?!) exactly the same sentence and the same choice of words like it was published on his homepage.



Yes, I also noticed that immediately. And the second thing is, that it isn't a senseful answer to that question, cause "hilft da tennis als ablenkung" is not answered. :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

Neely
01-03-2005, 08:03 PM
some selected answers, the rest isn't new to us...

Did you watch the highlights of the sports year 2004?

Yes, sure. I'm always watching that when I have the possibility to do so.

And this time? It could have put you off because of the drama in Athens after four wasted match points.

Nevertheless, it has been a big success and a big experience anyway. We went through so many ups and downs in these four hours of the night, I never encountered something like that in my whole career. Of course, it was bitter that we lost, but with hindsight it was a very big success.

(...)

Some people always said that your parents interfered too much and that they took away decisions. Are you more independent now?

That was always exaggerated. Without my parents, I wouldn't have reached to be a tennis pro at all. They drove me for many years to the tournaments, and I tried to explain that many times already, but not everybody understood it. Without them I would be studying anything now, but not playing tennis. My parents are my biggest fans and no matter how things are going, they are always there for me. That's good to know.

Is confidence in yourself besides fitness the deciding factor if you are successful on the court or not?

Of course it is a big mental thing. I'm hitting the balls again and they are good. If you realize that, you continue doing that as if it was a matter of course. But if the balls are all out, you begin thinking about it, before every stroke. And then you are more and more unsecure and careful, you're playing worse and worse. That's how it was for me, but thanksfully it's over now. That was a big step, a win against myself. Three, four years ago I said that my best years will be still coming, and probably many people laughed about that and thought that I'm just saying any stupd things. But compared to the other years I'm fitter now, and you can notice that in my play, too. I'm playing aggressive tennis again, the confidence in my strokes is present.

(...)

knight_ley
01-03-2005, 08:37 PM
thank you so much neely!!!!!! :kiss:

knight_ley
01-04-2005, 10:13 PM
Kiefer's aces high for Asian tsunami victims
Agence France-Presse

German tennis star Nicolas Kiefer said on Tuesday he will donate $100 per ace he serves in three Australian tournaments towards victims of the Asian tsunamis.
"For every ace, starting now in Adelaide, then in Sydney, and finally in Melbourne, I will donate $100.

"Against Sjeng Schalken, I served five aces, or $500," for the victims of the devastating tsunamis in the Indian Ocean area that killed almost 150,000 people, Kiefer said on his website.

"I'd love to improve on that figure against my next opponent, Frenchman Cyril Saulnier — and of course progress in the tournament," he said.

from HindustanTimes.com (http://www.hindustantimes.com/news/181_1182987,00070002.htm)

:inlove:

Neely
01-11-2005, 12:47 PM
Big Boris Becker Interview...

"They only go for winners"

Before the start of the Australian open: Boris Becker about ways out of the crisis of the German tennis and the model Jürgen Klinsmann.

20 years ago, Boris Becker won for the first time Wimbledon. "Only with the age coming, you're really conscious", he says, "what there really has happened."

By Stefan Frommann and Alexandra Gross

There could have been a hardly more beautiful start. The German tennis was after 10 years again in the Hopman Cup final, the Mixed Championships for tennis professionals in Perth. That's no Australian open, even less Wimbledon, but a positive note after a year, which was more a headache than joy for the German tennis.

But Tommy Haas had to retire after winning the 1st set 7:5 against the French-Open finalist Coria and fears for his participation for the Australian open, which will beginn on 17 January in Melbourne.

Where does the German tennis stand in 2005? Which hopes can Haas, Kiefer & CO awake? The Berliner Morgenpost spoke with Boris Becker (37), the former number one.

Welcome in 2005, Mr. Becker. How do you feel, 20 years for your first Wimbledon victory?

Boris Becker: More experienced, wiser. My God, that's already twenty years ago? Some moments and game situations from that time are still very present to me. About some others I forgot completely. But that's probably better this way.

Also does the admiration for your sports successes grow with the age?

If you are in the middle of it, you don't realize some things at all. Only at the age, once becomes conscious, what actually really passed there. I am after 20 years still the youngest Wimbledon champion and I hold further records.

When did you tell your children the last time about Wimbleon?

In principle, I do not tell them nothing at all about it, only if they ask me. And they do that only, if they are in London and run around on the area. I didn't tell a Wimbledon story at Christmas.

The only thing, which was constant from German view on the tennis year 2004, was the inconsistency. The most pleasing was probably the comeback of Tommy Haas, wasn't it?

After two difficult shoulder operations and an 18 month break, it was unsure if he could pick up playing professional tennis at all again. When he returned with the tournament win in Houston, that was impressive. He knocked again at the door for the world's elite. Many did not expect that in such a way. What a pity that he had to retire with injury at the Hopman Cup.

Haas seems to have become more mature.

The difficult times also let him develop as a person. As a half Florida native, he also had to see that heavy crisis exist and that there is not only sunshine. Besides that, he experienced who are his real friends and upon whom he can rely on at difficult times.

Nicolas Kiefer found the way back again to old strength. However, he was stopped due to his right wrist injury during the US Open

That was very unfortunate. Kiefer was on an unbelievably good way back. If he remained healthy, he would have finished the season as the best German player. After some grey years, he recognized his chance and made use of it.

What seperates Kiefer from the others?

He has a terribly quick hand, and its strongest impact is the return. That can be done only if you have a eye hand coordination, which is particularly fast. So he can decide in last second, where he returns. Kiefer's most important body instrument is the wrist. Therefore, even more heavily weighed his wrist injury.

Rainer Schüttler was in 2003 in the Masters semi-final, now he is ranked #42 in the world.

Figurativy expressed one can say that Rainer ran out of gas. The strongest weapon was always his body. Rainer was the fittest player on the Tour. But recently, the body was his weakness. But I think, that his problem was mental and pyschological. He was mentally simply flat. He had to endure a lot of first round losses which left its impact on his self-confidence. I hope that Schüttler becomes again a feared opponent.

We should still speak about the youngest one, about Florian Mayer. Does he have things to create the break-through in 2005?

He came out of nowhere, but the pressure for Mayer increased, the opponents got accustomed to his play and have a plan ready against him. That is new for him. However, he is our hope and a very bright spot. I am sure that he will improve and that he will be ranked higher.

That would be good for the German tennis. 2004 was not a success when failing to get to the World Group.

If Haas, Kiefer, Schüttler, Mayer and maybe Alexander Waske for the double are healthy, I have no doubt that we will get back to the World Group this year. Presumed the best team is playing. Once when Germany returned to the World Group, this team has the chance to go far in the 2006 Davis Cup. How far this will be, that is difficult to predict. The only thing that is sure is that we have world class players.

Is Patrik Kühnen an ideal captain for such goals?

He accomplished something what neither Becker nor Stich or Steeb have created. He formed again a unit between the young players. Therefore, not only the DTB, but above all, the players decided that Patrik in any case should continue his job.

Does a sports like tennis have a future in Germany?

I am convinced that we crossed the bottom of the valley. But the mountain is high. Graf, Stich and Becker were quite good at their times. And the young players were rated for a long time on our successes and our tennis boom. That was not completely fair and it is one of the reasons, why we came at all into this low. But now the real tennis fans and sponsors are again there. For example, the booking of tickets for the Hamburger Rothenbaum Masters is going much better than the previous two years.

But each successful kind of sport needs their star.

Naturally, everybody is waiting for one to come, for someone who reaches the semifinal in Wimbledon or who takes the Davis Cup team back to the World Group, and immediately everbody would talk again all about tennis. Many partners, sponsors and investors are waiting for that to happen, they want to jump again on tennis.

Saying that, you already almost soundlike the future president of the German Tennis Federation.

However, furtunately, I'm not. I am the biggest tennis fan of Germany, but not more.

In tennis, you are what Franz Beckenbauer is for soccer. Wouldn't it be a logical consequence that you become DTB president some day?

Honestly - that does not stand to discussion for me. That isn't even worth a consideration. It is simply not my desire, but I am now perhaps still 20 years too young. I am good friends with the current president, Mr. Georg von Waldenfels. There is a good exchange of ideas. That could be still intensified and tied together more closely. As a Chairman for Masters at the Rothenbaum, I am more than occupied. There I can do all things that I want.

Can there be a tennis boom in Germany again?

That's well possible. The people now want the new ones, the field is there. It is about the players to notice and to take this chance.

How should Haas, Kiefer or Mayer to drag masses along, how you had done it at that time?

The conditions for that are not blue eyes and not black curls - those are victories. Only if you win, you arouse emotions, passion, highlights - and also pain after defeats.

Would one of the German Top players mentioned have the necessary charisma to keep again fans awake at night in front of the television?

I cannot judge that. But each player has its personality and naturally also errors and weaknesses. Clear is, that the fan changes the sides quickly. At the moment he switches on the television, he wants to be entertained. And best would be by a victory - tiebreaks and five sets included. The basis however always is that the player wins. When Schüttler reached the final in Melbourne, suddenly the newspaper pages were full about it. Everybody asked, who is Schüttler, from where does he come from? This can go very fast. If all factors accumulate, then you get a Roger Federer. But this happens once in a hundred years. Another example comes to my mind with Jürgen Klinsmann in soccer.

Why Klinsmann?

He was extremely criticized in summer. There he said exactly what he wants to do. Now he won a few times, and everything is good. You go to a winner afterwards. Why is Franz Beckenbauer so popular? That got the World Championship not only as a player, then as a coach, but now as a National Committee President.

What's your biggest wish for the tennis year 2005?

That the German Davis Cup team returns to the World Group, that we have again a top 10 player and second one who is close to that. And, of course, that at the Rothenbaum one of our guys reaches the semi-final.

Who is the most capable to do that?

The first name which comes to my mind is Tommy Haas. Nicolas Kiefer is also not far away.

On which would you rather bet: That Germany becomes FIFA World Champion in 2006 or that a German tennis player wins Wimbledon?

(after long considering): That Germany become FIFA World Champion.

Why?

Because the goal is clearly formulated in soccer. Jürgen Klinsmann and also Michael Ballack clearly said: We want to become World Champions. From Haas, Kiefer or Schüttler I did not hear such statements ever. As a sportsman you need a clear goal and the correct attitude, in order to also reach the goals. Without a goal the pressure situation is not so large. I miss with the German tennis professionals the statement: I would like to be the best player of the world. Point, end, out.

knight_ley
01-15-2005, 01:26 AM
SpaceCowgirl posted this over in the AO thread... If anyone could translate I'd love you for life :inlove: :angel:

Kiefer exklusiv: "Feinabstimmung verbessern"

Sie leiden unter einer Erkältung. Können Sie in dieser Hinsicht schon Entwarnung geben?

Nicolas Kiefer: Noch nicht ganz. Ich habe in den letzten Tagen nie mehr als 45 Minuten am Stück trainieren können. Ich brauche diese Erholung, schlafe viel, trinke viel - etwa acht bis zehn Liter am Tag. Es ist doch besser jetzt krank zu sein, als in zwei Wochen. Ich hoffe natürlich, dass ich so schnell wie möglich wieder fit bin.

Vor ihrer Erkältung lief das Jahr schon sehr gut an. Wie sehen Sie ihre Chancen für die Australien Open?

Kiefer: Das ist immer eine Frage der Tagesform. Aktuell bin ich noch nicht in Top-Form. Ich muss mich einfach in Geduld üben und meinen Ehrgeiz ein wenig zurückschrauben. Von meiner körperlichen Verfassung im letzten Sommer bin ich noch ziemlich weit entfernt - da muss ich mich erst wieder langsam herantasten. Und wie bei jedem großen Turnier muss man sich erst einmal dort "hineinspielen" - das geht nicht von einer Sekunde auf die andere.

In den letzten Jahren hat das nicht immer ganz geklappt. Das Aus kam schon relativ früh. Wo sehen Sie rückblickend die Gründe, dass es in Melbourne seit 2001 nicht mehr so gut für Sie gelaufen ist?

Kiefer: Das liegt alles lange zurück. In den drei, vier Jahren ist eine Menge passiert. Ich bin reifer, älter und erwachsener geworden. Ich höre jetzt mehr auf meinen Körper. Aus diesem Grund habe ich zum Beispiel auch nicht diese Woche in Sydney gespielt. Ich war müde, was sicherlich auch auf meinen Virus zurückzuführen ist. Ich versuche einfach, mich angemessen auf die großen Turniere vorzubereiten. Die körperliche Verfassung ist - abgesehen von meiner Erkältung - gut. Den ganzen November und Dezember habe ich komplett für die Vorbereitung nutzen können.

Alles zu den Australien Open 2004


Ihr Ehrgeiz ist unverkennbar. Sie waren ja auch schon sehr erfolgreich in Melbourne, standen zwei Mal im Viertelfinale. Wenn sie in diesem Jahr die ersten zwei Matches überstehen, was ist dann noch drin für Sie?

Kiefer: Wie gesagt - man muss sich einfach ins Match hineinkämpfen und hereinspielen. Letzte Woche hatte ich zusammen mit dem Doppel fünf Matches. Diese Woche muss ich mich natürlich angesichts der Erkältung wieder "auffrischen". Ich versuche aber immer, an meinen Stärken anzuknüpfen. Ich arbeite quasi wie ein Motor, der braucht immer wieder mal Öl, um zu laufen. Bei mir muss eben auch wieder alles ins Laufen kommen.

Wie entscheidend ist die Auslosungsfrage, um ganz weit nach vorne ins Halbfinale oder Finale zu kommen?

Kiefer: Eindeutig ist mein Ziel bei den Turnieren vorne mit zu mischen. Ich habe den großen Vorteil aufgrund meiner letzten Ergebnisse wieder gesetzt zu sein. Das kann mir helfen. Die gute Form, die ich zum Jahresende vorweisen konnte, motiviert mich erneut. Da möchte ich wieder hinkommen. Ich will so viel wie möglich gewinnen. Ich treffe den Ball gut, die Feinabstimmung fehlt bei manchen Schlägen noch etwas. Die ersten Runden werde ich dafür nutzen, um diese Schwäche zu überwinden. Es gilt die Devise "Best of five" - da kann immer viel passieren.

Wie sehen Sie den Rebound Ace-Belag in Melbourne? Passt er zu Ihrer Spielweise?

Kiefer: Es wurde viel darüber diskutiert, ob er zu schnell oder zu langsam ist. Ich bin mit dem Belag sehr zufrieden, hohe Absprünge sind gut möglich und eigentlich alle sonstigen Schläge auch. Ich bin zwar erst seit Sonntag hier und habe seitdem noch nicht sehr oft auf dem Belag spielen können, aber die paar Male verliefen ohne Probleme.

Wer sind für Sie die Favoriten in Melbourne?

Kiefer: Natürlich Roger Federer. Ich habe ihn beim Trainieren ein wenig beobachtet. Er wird sicherlich wieder ganz vorne mit dabei sein. Ein paar "Underdogs" gibt es natürlich auch immer. Entscheidend ist wie gesagt, dass man sich schon in den ersten Runden ins Turnier "hineinkämpft".

:wavey:

Neely
05-01-2005, 04:16 PM
http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=13875
Liebeskummer: Kiefer kämpft um seine Ex

Es gibt etwas, was sich Tennis-Crack Nicolas Kiefer mehr wünscht, als Platz 1 in der Weltrangliste.

Kiefer will seine Ex-Freundin Inga zurück, von der er sich kurz vor Weihnachten getrennt hatte, wie „Bild am Sonntag“ berichtete. „Wir haben uns auseinandergelebt. Ich ständig auf Tour, sie büffelte für ihr Examen als Juristin", so Kiefer. Doch er habe nie aufgehört, sie zu lieben.

„Telefonieren fast täglich“

„Ich gebe zu, nach der Trennung habe ich oft geheult", gestand Kiefer. „Eine wie sie kriege ich nie mehr.“ Jetzt habe er wieder Hoffnung. „Inga hat ihre Prüfungen endlich geschafft. Wir telefonieren fast täglich, treffen uns zum Essen.“

Er wolle sie nicht drängen, doch er hoffe auf ein erneutes Liebes-Doppel. „Das wäre schöner als Platz 1 in der Weltrangliste", so Kiefer.

Heartsickness: Kiefer is fighting for his ex-girlfriend

There is something what would be more important for tennis pro Nicolas Kiefer than being ranked #1 in tennis.

Kiefer wants to have his ex-girlfriend Inga back, with whom he split up short before Christmas, as reported by "Bild am Sonntag". "We drifted apart. I'm always on the Tour, she was studying for her exam as lawyer", said Kiefer. But he never stopped loving her.

"I admit that I cried often after we split up", Kiefer said. "I will never get again one like her." Now, he has hope again. "Inga finally has done her exams. We are talking on the phone almost daily, we are going out for food."

He doesn't want to push her, but he hopes for a renewed "love doubles". Kiefer: "That would be nice than #1 in the rankings"

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Poor Kiwi :sad:
I wish him the best possible solution that he can be happy off and on the tennis court :yeah:

kek
05-01-2005, 05:52 PM
Nicolas seems to wear his heart on his sleeve. I hope he and Inga gets back together. I like the fact that she wants to have her career as well and seems like a smart independent woman. I always hate seeing players with their trophy looking gf's who have as much intelligence as a rock.

Neely
05-13-2005, 06:17 PM
Sport1 interview translated:
http://www.sport1.de/coremedia/generator/www.sport1.de/Sportarten/Tennis/__Berichte/Hintergrund/ten_20kiefer_20sauer_20_C3_BCber_20veranstalter_20 1205_20mel.html

"Then I should better not play there anymore"

Hamburg - Nicolas Kiefer was upset because of two reasons.

First, because he lost to Sebastien Grosjean in the 2nd round of the Hamburg Masters, second, because the late scheduling drove him crazy.

"We must get support"

Simply because of the TV broadcast, Kiefer had to play the evening session, although he had agreed with tournament director Walter Knapper to be scheduled on the afternoon.

The 27 year-old will draw the consequences about that: "I like playing tournaments in Germany, because I owe that to my fans. But I'm thinking about it if I'm coming back to Hamburg next year. If that happens again, I'm not coming anymore. Why should I play there if they're scheduling my matches when they want? We're in Germany here and the German players have to be supported", he said angrily on Sport1.de.

"I was agreed upon with Waltner Knapper, that I can play in the afternoon. Normally, you would think that German players are accommodated at a German tournament. I prepared myself as if I had played at noon and then I get to hear that I'm going to play at the evening", said Kiefer.

Because of the warmer temperatures, the surface would have been faster what would have suited Kiefer's game. Instead of that, the Hannoverian had to play at evil cold around half past eight at the evening.

Bad TV ratings

The calculation with the TV ratings of the channel XXP didn't come out even, neither did Kiefer's match: Only 20000 were supposed to have followed the match.

"I spoke with Boris about that, he also couldn't understand the late scheduling because of this little channel. That cannot be an explanation and it's simply a lame excuse. The evening before, a German also didn't play. If XXP really had an interest in me remaining in this tournament, they'd better had it done the way I liked it", Kiefer explained.

Home court advantage not used

Despite all, Kiefer doesn't want the outer circumstanctes to be valid as an excuse, like other German players did it.

"I started really well and I played agressively as I wanted to. Then I lost a bit my plot and the tension. This can happen, but it's a pity because I wanted it so badly", Kiefer said disappointed.

"At the end it's me and about me what I do on the court. I had my chances and I didn't take them, but to really let me advance, they should have better scheduled me at noon, when the surface was faster. We must use our home court advantage, like in Davis Cup, but this isn't done here. I'm coming to Germany and I'm getting disadvantages. So why should I play here again?", the 27 year-old was wondering.

Planning reliability in Düsseldorf

Kiefer knows about that he isn't going to create himself many friends by saying this critic. But the he holds on his oppinion and doesn't want to disguise.

His anticipation is the World Team Cup in Düsseldorf next week. There he has two certainties: He can play there three times and it's going to be for sure in the afternoon.

Neely
05-28-2005, 02:00 AM
http://www.netzeitung.de/sport/tennis/340728.html

Kiefer: "Jeden Tag so ein Spiel, dann ist man reif für die Anstalt"

Nicolas Kiefer hat sich gegen Arnaud Clement ein denkwürdiges Match geliefert. Nun steht er bei den French Open in der dritten Runde - und traut sich einiges zu.

Von Jörg Allmeroth, Paris
Es war ein schrilles Vergnügen an der Grenze zum Wahnsinn. Es war ein ebenso bizarrer wie leidenschaftlicher Kampf von Nicolas Kiefer gegen Arnaud Clement und 14.000 tobende Fans. Und es war ein ziemlich verrücktes Abenteuer, das für den siegreichen deutschen Tennis-Profi mit der zutreffenden Erkenntnis endete: «Jeden Tag so ein Spiel, dann ist man reif für die Anstalt.»


Dramatisches Duell
Vier Stunden lang brauchte Kiefer am Donnerstagabend, um den unermüdlichen Tennis-Arbeiter Clement auf der Hauptbühne der French Open, dem «Court Central», in die Knie zu zwingen. Hinter den nackten Zahlen des 4:6, 6:2, 6:2, 4:6, 6:4-Sieg verbarg sich eins der dramatischsten Duelle der letzten Pariser Grand Slam-Jahre – und eins der denkwürdigsten in Kiefers Karriere: «Was sich da draußen abgespielt hat, war nicht mehr normal», befand selbst Kiefers sonst so stoischer schwedischer Coach Thomas Hogstedt.

Fast wie Martina Hingis in dem unvergesslichen Damenfinale des Jahrgangs 99 gegen Steffi Graf hatte Kiefer schließlich die ganze Arena gegen sich aufgebracht – mit zweideutigen Gesten, angezweifelten Schiedsrichterentscheidungen und wilden Wutausbrüchen, bei denen er den Zuschauern in der ersten Reihe bedrohlich nahe kam. «Heute standen wahrscheinlich zehn Kiefers auf dem Platz – der gute Kiwi, der böse Kiwi, der brave Kiwi, der aggressive Kiwi», sagte Kiefer später; «die Stimmung war echt brutal, das hat mich aber erst so richtig heiß gemacht.» Statt die Atmosphäre zu beruhigen und zu entspannen, reizte Halb-Franzose Kiefer die Masse hitzig bis aufs Blut – in einer Verfassung, die mitunter an Untergangslaune oder vorsätzliche Selbstzerstörung erinnerte.

Kurioses Spiel
Genau so unberechenbar wie Kiefers Emotionen war auch seine sportliche Performance – ein kurioses Wechselspiel zwischen himmlischem und höllischem Niveau. An geniale Schläge reihte der Hannoveraner unfassbare Fehler an, über die sich, so Argentiniens Ex-Star Guillermo Vilas als Augenzeuge, «auch ein blutiger Amateur zurecht bitter geärgert hätte.» Wie ein unfreiwilliger Verwandlungskünstler kam sich auch Kiefer selbst vor: «Es war mal supergeil, dann grottenschlecht. Ich war oft genug an einem Herzinfarkt dran.»

Nach der turbulentesten Spielphase, als er im vierten Satz nach 0:5-Rückstand und Aufholjagd zum 4:5 doch sein Service zum 4:6 verlor, flüchtete Kiefer sogar unter höhnischem Gelächter und einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert aus dem Sand-Kasten. In der Toilette brüllte der Deutsche sich selbst im Spiegel an und ahnte später, «dass einige Leute sich da sicher gefragt haben: Was ist denn mit dem los?»

Immerhin: Im Nervenspiel des fünften, alles entscheidenden Durchgangs blieb Kiefer kühl genug, um ein frühes Break zum 1:0 eisern zu verteidigen. «Dass ich mich da behauptet habe, gibt einen Riesenschub.» Auch Kiefers mitleidende französische Oma Emilienne beglückwünschte zu guter Letzt den Enkel telefonisch zur gewonnenen «Schlacht im Hexenkessel», wenn auch nicht ohne erhobenen Zeigefinger: «Sie war überglücklich. Aber sie war auch ein bisschen sauer wegen der Mätzchen», so Kiefer, «sie kennt sonst eben nur die lieben Seiten von mir.»

Das Ende aller Nettigkeit auf dem Court nahm Kiefer aber auch als gutes Zeichen, wieder an die Stärken aus dem Spätsommer des letzten Jahres anknüpfen zu können – der Zeit vor seiner Handgelenksverletzung bei den US Open 2004: «Ich bin innerlich wieder explodiert. Da sind endlich die richtige Emotionalität und das nötige Selbstbewusstsein drin», sagte der 27-jährige, der überhaupt zum ersten Mal seit vier Jahren wieder die dritte Runde eines Sandplatzturniers erreichte.

Dort muss für ihn gegen den Russen Igor Andrejew noch längst nicht die Endstation erreicht sein: «Das ist eine machbare Geschichte. Aber ich muss vom ersten Moment an Vollgas geben.» Eine neue, bizarre Saga wie gegen Clement will Kiefer tunlichst vermeiden, schon wegen seiner Oma: «Auf Dauer hält sie das nicht aus.» Die Dame ist schließlich schon 90 Jahre alt.

knight_ley
05-28-2005, 02:14 AM
http://www.netzeitung.de/sport/tennis/340728.html


i have no idea what that article says, but i LOVE your new avatar :yeah:

Neely
05-28-2005, 02:19 AM
..
Kiefer tanzt Polka
Der deutsche Tennisspieler zeigt in Paris viele Gesichter

PARIS, 27. Mai. Doch, auch als gespaltene Persönlichkeit kann man ein schönes Leben führen. Zumindest, wenn man so strukturiert ist wie Nicolas Kiefer, 27, und ein großes Spielfeld hat, auf dem die Persönlichkeiten miteinander Polka tanzen können. Ein paar Schritte in eine Richtung, hopp, ein paar in die andere, hopp, dann alles wieder von vorn. Nach der abenteuerlichen, fast vier Stunden dauernden Partie gegen den Franzosen Arnaud Clement berichtete er sichtlich amüsiert, zehn Kiefers hätten diesmal auf dem Platz gestanden: der gute, der böse, der aggressive, der passive, der verrückte und diverse mehr.

Da stellt sich natürlich die Frage, ob er wirklich die ganze Tanztruppe braucht. Ob es nicht sogar passieren kann, dass sich seine Jungs gegenseitig aus dem Konzept bringen und sich auf die Füße treten. Wenn der eine protestiert und mit dem Schläger Blumen aus der Dekoration köpft, worauf das empfindliche Pariser Publikum gleich mit gellenden Pfiffen reagiert, und wenn sich der andere drei Sekunden später wieder so im Griff haben muss, dass er mit einem Aufschlag von 200 Sachen einen Breakball abwehren kann. "Vielleicht brauchte er das alles, um sich anzuspornen", meinte der besiegte Clement, und Kiefers Beschreibungen lassen darauf schließen, dass der Franzose mit dieser Einschätzung nicht falsch liegt. Er sagt, die Reaktionen des Publikums hätten ihn noch heißer gemacht; das Ganze sei ein Riesenspaß gewesen, und das spektakuläre Wechselspiel seiner Hochs und Tiefs habe ihn an Athen erinnert, an das Doppelfinale mit Rainer Schüttler. Ein gefährliches Spiel, auf das er sich da eingelassen hat, denn im Schwall der Emotionen hat schon mancher den Überblick verloren.

Alles sehr heiter
Andererseits ist Kiefer immer dann am besten gewesen, wenn er nicht den coolen Jungen spielen wollte, sondern sein Innerstes nach außen kehrte. Gegen den instabilen, schon seit mehr als einem Jahr nicht in Bestform spielenden Clement machte er mit sehenswertem Kampfgeist vieles wett, gegen einen stocksoliden Spieler wie den Russen Igor Andrejew in der nächsten Runde wird er die Polkatruppe ein bisschen besser koordinieren müssen. Auch, um seiner armen Großmutter weitere Aufregungen zu ersparen.

Die alte Dame ist 90, lebt 200 Kilometer von Paris entfernt und sieht den Enkel immer dann bei der Arbeit, wenn er vom französischen Fernsehen gezeigt wird. Er sagt, sie kenne ihn nur von der ganz lieben Seite, habe ihn wegen des Wechselspiels gegen Clement beim Telefonat danach aber auch ein wenig zur Ordnung gerufen. Doch, man muss schon sagen, die Stimmung im deutschen Tennis ist Ende der ersten Woche in Paris schon lange nicht mehr so gut gewesen; alles sehr nett, alles sehr heiter.

Thomas Haas und Nicolas Kiefer für Runde drei qualifiziert, für bilaterale Begegnungen mit den Russen Nikolai Dawydenko (Haas) und Igor Andrejew. Und auch Anna-Lena Grönefeld, 19, ist weiter am Werk. Die Blondine aus dem Norden spielte beim souveränen 6:1, 6:0 gegen Anna Smashnova aus Israel wie aus einem Guss und registrierte zufrieden eine deutliche Steigerung gegenüber der ersten Partie.

Neely
05-28-2005, 02:28 AM
i have no idea what that article says, but i LOVE your new avatar :yeah:
Thanks, yours are also brilliant as usual :D :inlove: Damn, this match gave us some good material :p :drool:
As for the articles, well, I've just collected a two that I thought are interesting enough to read (for those who understand German) and just for the archive as I think (hope) he doesn't play such matches too often ;)
I will translate the most relevent and interesting parts of it tomorrow (I'd better say "today") when I have some more time.

knight_ley
05-28-2005, 02:32 AM
Thanks, yours are also brilliant as usual :D :inlove: Damn, this match gave us some good material :p :drool:
As for the articles, well, I've just collected a two that I thought are interesting enough to read (for those who understand German) and just for the archive as I think (hope) he doesn't play such matches too often ;)
I will translate the most relevent and interesting parts of it tomorrow (I'd better say "today") when I have some more time.


:lol: Yes I saw these pictures before I found out about the drama that went down during his match :rolleyes: but he's soooo adorable in the pictures and so happy that Rafa and Carlos Costa had to take a back seat to Kiwi again ;) :lol: We are the winners of most awesome avatars :yeah: :lol:

Awesome :) I just commented cuz I couldn't rep you again so soon... :p :)

Neely
05-28-2005, 08:51 AM
--
Kiefer: "Every day such a match, and you would be used up for the madhouse"

Nicolas Kiefer was involved in a memorable match with Arnaud Clement. Now he's in the third round and has reason to hope for more.

Of Jörg Allmeroth, Paris
It was a kind of flashy pleasure at the frontier of insanity. It was a very weird, but at the same time a very passionate battle of Nicolas Kiefer against Arnaud Clement and 14000 uproarious fans. And it was a bizarre adventure for the German tennis pro with the fitting conclusion: "Every day such a match and you would be used up for the madhouse."

Dramatic duell
Nicolas Kiefer needed four hours on Thursday evening to get disposed of the never-ending to fight Arnaud Clement on the main stage of the French Open, the Court Central. Behind the bare numbers of the 4:6 6:2 6:2 4:6 6:4 victory was hidden one of the most dramatic duells of recent Parisian Grand Slam history - and one of the most memoric of Kiefer's career: "What was going on out there, was not normal anymore", even his normally stoically quiet Swedish coach Thomas Hogstedt noticed.

Almost like Martina Hingis in the unforgettable women's final of 1999 against Steffi Graf, Kiefer had the whole arena against himself - with ambiguous gestures, argueing calls and temper tantrums during those he came the spectators in the first rows quite close. "Today there must have been 10 Kiwis on the court - the good Kiwi, the evil Kiwi, the well-behaved Kiwi, the aggressive Kiwi", said Kiefer later, "the atmosphere was really tough, that got me fired up". Instead of calming down and relaxing the atmosphere, the half-Frenchman Kiefer set the crowd's nerves on edge in a way that looked like self-destruction.

Strange match
Equally unpredictable like Kiefer's emotions was his sports-wise performance which ranked between play from heaven and play from hell. The Hannoverian connected with unbelievable mistakes on pretty points and Argentina's Guillermo Vilas as eyewitness said that "every amateur would have been upset about these errors". Also Kiefer said: "It was very good, then grusome. I was close to a heart attack many times."

After the most eventful period of the match, the fourth set as he was down 0:5, rallied back to 4:5 just to lose his serve again for the set, Kiefer took refuge in a toilet break under sneering laughs and loud boos by the crowd. In the restroom he was looking into the mirror and yelled at himself and thought that "some people probably wondered what's going on with me?"

Nevertheless: In the battles of nerves, the all decisive set, Kiefer remained cool enough to defend his early break at 1:0 with everything he has got until the end. "That I stood up to the task is going to give me big confidence." Also Kiefer's grandma Emilienne congratulated his grandson for his won "battle in the pandemonium", but not without warning: "She was very happy. But also a bit upset with me because of the hokums", so Kiefer, "normally she only knows my good sides."

The end of niceness on the court was also taken as a good sign by Kiefer to get back to his strength of the summer last season - the time before his wrist injury at the US Open: "I innerly exploded again. Finally there was the right emotion and good confidence in a match.", said the 27 year-old, who finally reached the third round of a claycourt tournament for the first time in the last four years.

His next opponent, the Russian Igor Andreev, doesn't necessarily need to be his final destination. "That's a solvable task. But I have to be at full throttle right from the beginning." Kiefer wants to avoid a new bizarre match like against Clement, also being considerate of his grandma: "That would be too much for her in the long run." You must know the lady is already 90 years old.

knight_ley
05-28-2005, 04:53 PM
:worship: Neely! Thanks so much for the translation!!!

I love the end what he says about his grandma :hug: He's so cute! Hopefully she'll see her grandson overcome again today!!! :yeah:

delsa
10-15-2005, 08:19 PM
Kiwi gave an interview to the french Tennis Mag' a few months ago. Would you like me to post scans then maybe someone (a francophone Kiwi fan?) would agree to translate it? :shrug:
I liked what he said. ;)

kiwiteami
10-15-2005, 09:00 PM
Kiwi gave an interview to the french Tennis Mag' a few months ago. Would you like me to post scans then maybe someone (a francophone Kiwi fan?) would agree to translate it? :shrug:
I liked what he said. ;)


Yes I had it but left it at my hotel in indianapolis..damn! I can translate it if you want no problem.

Neely
10-16-2005, 10:45 PM
Kiwi gave an interview to the french Tennis Mag' a few months ago. Would you like me to post scans then maybe someone (a francophone Kiwi fan?) would agree to translate it? :shrug:
I liked what he said. ;)
Yes of course we would be happy if you can provice this interview for us. :yeah: Thanks for keeping your eyes open :)

delsa
10-22-2005, 02:54 PM
Here are the scans. ;)

http://img484.imageshack.us/img484/775/kiwitm15nr.th.jpg (http://img484.imageshack.us/my.php?image=kiwitm15nr.jpg)http://img484.imageshack.us/img484/8536/kiwitm28ng.th.jpg (http://img484.imageshack.us/my.php?image=kiwitm28ng.jpg)http://img484.imageshack.us/img484/9162/kiwitm34rd.th.jpg (http://img484.imageshack.us/my.php?image=kiwitm34rd.jpg)
http://img484.imageshack.us/img484/6075/kiwitm46nv.th.jpg (http://img484.imageshack.us/my.php?image=kiwitm46nv.jpg)http://img484.imageshack.us/img484/91/kiwitm55qz.th.jpg (http://img484.imageshack.us/my.php?image=kiwitm55qz.jpg)http://img484.imageshack.us/img484/3582/kiwitm69ss.th.jpg (http://img484.imageshack.us/my.php?image=kiwitm69ss.jpg)

knight_ley
10-23-2005, 01:19 AM
Thanks so much!!!!!

Neely
10-23-2005, 08:40 PM
Thanks, great job delsa, I had no time yet to read it, but I certainly will do soon! :yeah:

Tennisqueen
10-23-2005, 08:52 PM
THANK YOU!!!
I didn't know, that he played the drums... :D

Neely
12-30-2005, 10:41 AM
Article of "Die Welt" about Nensel and Kiwi who are trying it with the "buddy principle", as the headline suggests, not with the normal coach-player relationship

Das Kumpelprinzip
Tennisprofi Nicolas Kiefer engagiert Sascha Nensel als Trainer und läßt sich von ihm auf Erfolg trimmen

von Christian Otto

Pattaya/Hannover - Sie genießen bei mehr als 30 Grad Celsius Sonne pur, ihr Luxushotel verfügt über einen riesigen Swimmingpool und sieben eigene Tennisplätze. Was sich nach einem schönen Pärchenurlaub in Thailand anhört, ist für Nicolas Kiefer die erste offizielle Dienstreise mit seinem neuen Trainer Sascha Nensel.

Der Tennisprofi aus Hannover, der von Sonnabend an mit Anna-Lena Grönefeld beim Hopman-Cup in Perth aufschlägt, hat sich in Pattaya auf den Start in die Saison 2006 vorbereitet. Mit viel Tennis, Inselausflügen auf dem Jetski und einer neuen Taktik, die die Rückkehr in die Weltspitze ermöglichen soll. Denn Kiefer (28) und der weitgehend unbekannte Nensel (35) versuchen es auf die Kumpeltour. "Wir sind ein Team auf Augenhöhe und wollen nicht im eigentlichen Trainer-Spieler-Verhältnis arbeiten", sagt Kiefer über die Niedersachsen-Connection.

Mit dem Wechsel vom Schweden Thomas Hogstedt, der künftig Thomas Haas betreut, zum Hannoveraner Nensel nimmt Kiefer ein Stück Heimat mit auf seine weltweite Punktejagd. Er war schon die Nummer sechs der Weltrangliste. Er hat mehr als 5,5 Millionen Dollar Preisgeld erspielt. Aber über die Nähe zu Vertrautem freut sich der Weltenbummler immer noch wie ein kleiner Junge.

Über seine Stippvisiten bei Hannover 96, wo er im Trikot der "Roten" ein sehr intimes Verhältnis zu den Fußballprofis des Erstligaklubs pflegt und zuweilen sogar mittrainiert, mag man schmunzeln. Aber Nestwärme und Bodenständigkeit, die ihm Nensel, früherer Mitspieler beim Bundesligaverein HTV Hannover, bieten kann, sollen den Erfolg bescheren. Sie basteln auf Duz-Basis an der Karriere, die durch Verletzungen und unglückliche Pleiten ins Stocken geraten war.

Kein Australier wie Bob Brett, kein Schwede wie Hogstedt - der Hannoveraner Nensel, zuletzt hauptberuflicher Jugendtrainer beim Niedersächsischen Tennis-Verband, mußte nicht lange überlegen, als Kiefer ihn mit seiner Einladung in die besser bezahlte Etage des Sports beglückte. Der ehemalige Bundesligaspieler, dem der große Durchbruch auf der Profitour nicht vergönnt war, galt zu seiner aktiven Zeit als ausgekochtes Schlitzohr und großer Choleriker. Daß er voller Wut schon einmal einen Schiedsrichter abgeschossen hat und dafür in der Bundesliga gesperrt wurde, darüber redet Nensel heute nicht mehr so gern. "Mein Verhalten war sicher nicht immer vorteilhaft. Aber Emotionen haben im Sport eine große Bedeutung, wenn sie im richtigen Moment kommen", sagt der Trainer, den seine Frau und seine beiden kleinen Söhne künftig häufiger entbehren müssen. Kiefer erwartet von ihm, daß er "bei mir den Stachel ansetzt und entscheidende Nuancen herauskitzelt". Für wie lange? "Das entscheidet der Erfolg", sagt der beim Heuern und Feuern von Übungsleitern experimentierfreudige Kiefer.

In Thailand, nur eine Zeitzone von Australien entfernt, schindet er sich gemeinsam mit Paradorn Srichaphan. Das nationale Tennisidol zeigt ihm aber auch seine Heimat. "Die Relaxingeinheiten organisiert Paradorn", sagt Kiefer, "es ist ein Paradies hier."

Er wirkt bester Dinge. Und er ist fest entschlossen, seinen Höhenflug aus dem Jahr 1999, als er in Hannover bei der ATP-WM für Furore sorgte, nicht als Ausreißer dastehen zu lassen. Auf dem Weg zurück, der ihn Ende 2005 schon auf Position 23 in der Hackordnung der weltbesten Profis geführt hat, verordnet sich Kiefer die Kontinuität, die er in den zwei Jahren unter Hogstedt erstmals durchgehalten hat. "Sascha steht mir im Gegensatz zu Thomas ganzjährig zur Verfügung - vor allem auch in Turnierpausen", schwärmt er, "das war mir neben dem Vertrauen am wichtigsten."

Wann immer es der Spielplan hergibt, will Kiefer zurück nach Hannover jetten, dort durchpusten, weiterarbeiten und sich am Fußball mit 96 erfreuen. Nensel soll ihn stets begleiten, dürfte aber einem anderen Verein die Treue halten: Er ist als Spieler noch beim ehemaligen Zweitligaverein OSV Hannover am Ball. Von der Tennis-Weltspitze zurück in die Fußball-Kreisliga - so viel Flexibilität hatten Kiefers bisherige Tennisball-Zuspieler nicht zu bieten.

Neely
01-01-2006, 11:20 AM
from HopmanCup!

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Media Conference
Transcript - Kiefer, Groenefeld, Arthurs, Stosur with Fred Stolle
31/12/2005

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(Stolle) Well, what a heart stopper that one was. The mixed doubles, that’s what the Hopman Cup is all about. The mixed doubles decide it again. It was a tough day at the office folks.

(Stosur) Yes, it was a tough day. It’s always hard to lose especially in a tie-break 10-8. Those tie-breaks can go either way, that’s the way it goes.

You guys won the first set and then the Germans switched sides. Did that have anything to do with your tactics?

(Stosur) I don’t know. I kind of went off the boil a bit at the start of the second set and then found it hard to get back into it and they picked up their game. I think they ended up playing better when they switched. Maybe they will play that way from the start next time.

On the positive side though Sam, you’ve got to be very happy with your performance in the singles. You came out, served particularly well. The kick serve and you played very well today.

(Stosur) Yes definitely. I’m really happy with the way I played in the singles game. That’s something that I can work on for the next matches as well and then hopefully keep it going in the mixed doubles next time.

Well good luck. Wayne, a tough day at the office. Nicolas returned serve very well and you didn’t.

(Arthurs) Thanks for that Fred. That’s about the truth though isn’t it? Yes, I had a very bad day on the serving and probably an even worse day on the returning. You get punished by someone who’s returning that well when you are not serving great. I was a little disappointed with the way I played in singles. I picked it up a little bit in the doubles. It was even more disappointing to lose it in the end.

Well, as far as the return of serve, is it a little easier when you have someone out there in the mixed doubles? You returned better in the mixed doubles than you did in the singles.

(Arthurs) Yes I certainly did. I don’t have to run to the other side to try and retrieve the ball. I’m not quite sure why it is that I return a lot better in doubles, but hopefully I will pick up my return over the next couple of matches.

Nicolas put you under a lot of pressure on the return of serve. If you missed the first serve you know you’re always looking at a low volley.

(Arthurs) Yes I certainly was. He was returning very hard as well. I wasn’t picking my spots on the second serve and I’ve got to be doing that against probably one of the top five returners in the world.

And how about the right calf muscle? You’ve got it taped up?

(Arthurs) Yes, I had a bit of a problem. Three weeks ago I tore a 3cm tear in it and it has recovered well and it was another spot on it that recovered quite badly in the last game of my singles. Hopefully with a bit of intensive physio it will pull up well for next Tuesday.

Well you don’t have to play until Tuesday. Tough one today, but good luck for the rest of the week and enjoy the New Years Eve party tonight. And the winners, what a performance it was. To get through and win that tight mixed doubles. You must be happy with your performance today Anna-Lena.

(Groenefeld) Yes I am. To win in the mixed doubles, that was so close. We had a lot of fun today and it was a great atmosphere playing here. In my singles I was a little bit disappointed with the way I started the match. It was the first match of the year, but I think I can improve in the next few matches and I am really happy we pulled it out today. I had a good partner, like last year, I had a good partner who helped me out.

Last year you played very well in the mixed doubles and towards the end here you stepped it up a notch.

(Groenefeld) Yes, we always said have fun and go for the shots. Be aggressive and it paid off in the end. We stepped it up in the tie-breaker. It’s great to have a win in the end.

Well how about Nicolas, this is the first time he has played mixed doubles in his career if you can believe that.

(Groenefeld) Pretty impressive, yes. It is a lot of fun to play mixed and I think he enjoyed it too. It was his first one. We have two more for sure and maybe a third one. I hope we can keep it up like this.

You guys came here, you’re the bookies favourites if you want to go and have a bet on yourself, for the rest of the week, you’re the bookies favourite. You won’t get a very good price now that you have beaten the Aussies. Nicolas, a great performance today. You looked pretty trim and you came out and you played a great singles match and again in the doubles.

(Kiefer) Yes I feel physically very good. Sometimes shots are going everywhere, but it’s okay. At the end of the day the win counts and I am very happy that I won my singles and it was a tough mixed now. As you said it was my first mixed in my career and 10 years on the ATP tour, I have never played mixed, so I was a little scared to shoot on the woman.

Well you didn’t show that towards the end.

(Kiefer) Just match point because it was a very important one. But I tried to stay away from it. It was very enjoyable. It was nice to play with Anna-Lena and we had a lot of fun, which is the most important thing; to go out onto the court and enjoy it and that is what we did today.

You did seem to be enjoying it and that’s what the Hopman Cup spirit is all about. You had a few laughs with the crowd; you cracked somebody on the shoulder. We though it was the head, but it was just the shoulder. But she’ll have a sore arm tonight.

(Kiefer) I think she is ok. I told her, next time I take the other shoulder then she will feel much better. It is really nice. Nice people. Very friendly and enjoyable. There are great spectators here and also for Germany. Thank you very much.

The last thing I want to ask you is about… You look like your Kim Clijsters out here and in the commentary booth, on a couple of occasions, you have had some injuries but it’s pretty tough to do that (splits). I saw you grab your knee at one stage. Is everything okay?

(Kiefer) Yes everything feels okay. I am 28 but I still feel young, so my legs are still running.

Well congratulations on a great effort today and you’re through to the next round and your favourites. Good luck for the rest of the week and have fun again at the New Years Eve party.

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Can somebody explain me the "crack somebody on the shoulder" reference which I didn't understand? What happened there?

On the first time reading I understood "crack" as breaking a bone and I thought, what the fuck happened? :lol: But "crack sb on the shoulder" means probably tap/touch somebody on the shoulder, right? So what was the context there that Kiwi did that? :)

kfh_9118
01-25-2006, 02:27 PM
A winner without respect
January 26, 2006


German Nicolas Kiefer was pumped during his lengthy battle with Sebastien Grosjean, but what will live on was Kiefer's toss of the racquet.

NICOLAS Kiefer is an ill-deserving semi-finalist at the Australian Open. He was ill-humoured, bad-mannered and foul-mouthed throughout yesterday's victory over Sebastien Grosjean, a performance that culminated in the unforgivable moment when he threw his racquet across the court while Grosjean was in the act of hitting a smash. The way he then feigned innocence only compounded the wretchedness.

Kiefer exposed much about himself, and more about the sport. Sometimes, tennis is so concerned with being a "nice" game that when faced with an atrocity, it blushes and looks the other way, hoping for it all to vanish before the next platitude.

Kiefer might never have thought to behave in such infantile manner if he had been docked points or even a game earlier in the match. There were enough opportunities, as he launched a series of tirades, swearing profusely, against the chair umpire about line calls that mostly were shown to be right.

Kiefer pleaded that the day was hot, the match long, tense and gruelling for high stakes, and that these were isolated moments. But it was also so for Grosjean, and he kept his cool and his dignity throughout. Kiefer claimed to have apologised to Grosjean, but the Frenchman disputed that. Kiefer also claimed that Grosjean was a friend. "Friend is a big word," said Grosjean. The hole Kiefer dug for himself grew deeper by the minute.

Even when Kiefer finally prevailed, he could summon up no grace and scarcely offered umpire Carlos Bernades even perfunctory acknowledgement.

In a grown man, this behaviour was contemptible. In a major sport, tolerance of it is pitiful. Cricket and Australian football have both cracked down latterly on the assailing of officials, and they are sports that demand much greater physical courage and in which a little venting of emotions might be allowed, but is not. Soccer and the rugby codes insist on absolute respect for officials and opponents.

Kiefer had been fined $6650 already in this tournament, for three different instances of obscenity. He had form, but not repentance. Fines do not work when levied against lavishly paid sportsfolk. Kiefer said winning justified all. Long may he lose.

kfh_9118
01-25-2006, 02:29 PM
Unfortunately he has damaged his reputation from that match :sad:

Why doesn't he learn? If Kiwi can keep calm throughout the match, with his ability, he can beat anyone. Why does he always let his temper destroy his match and his chance to win? :scratch:

We would have thought at his age, he should be mature enough to learn from the mistake and be calmer. Agassi is one good example for Kiwi.

kfh_9118
01-25-2006, 02:33 PM
http://www.theage.com.au/ffximage/2006/01/25/svGROSJEAN_wideweb__470x358,0.jpg
As if a deft drop shot is not enough to contend with, Sebastien Grosjean faces another airborne object - Nicolas Kiefer's racquet - yesterday.
Photo: Vince Caligiuri


:sobbing:

I am so disappointed with Kiwi's behaviour on court throughout this tournament. This is probably the worst :sobbing:

kek
01-25-2006, 06:38 PM
I'm dissappointed in his behavior as well. He won't be making any new fans this way but then again i'm sure that is the last thing on his mind is making new fans.

I'm used to the behavior so nothing really surprises me. At least I know off the court he is totally different personality. Also, as a player myself, I can understand that emotions can get the better of you in a long hard fought match.

AlexisIII
01-25-2006, 07:44 PM
Come on guys! It's just a game. In such a case you can not control yourself! Kiwi is the best...

NiciSunflower
01-26-2006, 06:10 PM
some people are just so sensitive, come on, everybody has feelings and kiwi's very outgoing, and what's wrong with that? the aggression, anger, despair has to be released somewhere, better swearing at the linespeople than being so self-destructive like gaudio and his little mental problems

i thought it was very entertaining :lol:

btw, i've always loved johnny mac and kiwi is apparently trying to follow in the steps of john

kek
01-27-2006, 12:36 AM
My last comment on the subject, all of this contoversary would have been avoided if he would have conceded the point and gave it to Seb. That would have been the sportmanship thing to do. If he had done that, the media, spectators and fans wouldn't have thought twice about the incident.

NiciSunflower
01-27-2006, 01:15 PM
My last comment on the subject, all of this contoversary would have been avoided if he would have conceded the point and gave it to Seb. That would have been the sportmanship thing to do. If he had done that, the media, spectators and fans wouldn't have thought twice about the incident.
Very true, but main wrongdoer was the umpire. Stupid not to replay the point or give it to Seb.

Neely
02-05-2006, 12:55 PM
http://www.tennis.com/Tennis_Wrap_Up/entry.asp?ENTRY_ID=233

Nicolas Kiefer
The anti-Baghdatis has issues, no doubt, but his mysterious, misdirected rage makes him a personality, too. Taking a point from Sebastien Grosjean deep in the fifth set of their quarterfinal, after tossing his racquet and potentially distracting him, went against all the unwritten, and maybe even some of the written, laws of sportsmanship. I wouldn’t have thrown my racquet in that situation—I probably wouldn’t have had the energy—but knowing the irrationality that competition can inspire, I’m not prepared to say I would have given away a point at that stage, either.
At least somebody admits he's also unsure whether he had given the point away at that moment or not if he was in Kiwi's situation ;)

:worship: to this writer

Neely
02-06-2006, 12:20 AM
http://www.hannover96.de/CDA/news_-_detailansicht,577,0,newsid-5307,de.html

The text says that Kiwi bought this cap at the fan shop :lol: :cool:
:lol:

knight_ley
02-06-2006, 03:48 PM
http://www.hannover96.de/CDA/news_-_detailansicht,577,0,newsid-5307,de.html

The text says that Kiwi bought this cap at the fan shop :lol: :cool:
:lol:

haha aww that pic is cute :inlove: thanks dani!

JMG
02-06-2006, 06:22 PM
He had the word "Kiwi" on the back of his cap yesterday. They only showed him once.

Tennisqueen
02-06-2006, 07:02 PM
He had the word "Kiwi" on the back of his cap yesterday. They only showed him once.
where did they show him?

JMG
02-06-2006, 08:11 PM
where did they show him?

At the game Hannover vs Nuremberg. :p

Neely
05-17-2006, 05:43 PM
press conference transcript with Kiwi today:

Hamburg, 17. Mai 2006


Pressekonferenz mit NICOLAS KIEFER


Mirnyi - Kiefer 6:2, 6:2


F: Nadal und Federer haben das Turnier erschöpfungsbedingt abgesagt, Tommy Haas musste gestern aufgeben wegen einer Pollenallergie, leider sind Sie als weiterer Publikumsliebling heute ausgeschieden. Viele Zuschauer sind sehr enttäuscht. Können Sie das nachvollziehen?

KIEFER: Ich bin auch enttäuscht, weil ich mir mehr vorgenommen habe für heute. Ich habe mich eigentlich ganz gut gefühlt. Ich bin schnell unter die Räder gekommen am Anfang, habe gleich ein Break bekommen und musste immer hinterher laufen. Er hat die Oberhand gehabt, hat frei aufspielen können. Ich habe einfach nicht zu meinem Spiel gefunden. Das ist das, was mich enttäuscht. Es ist schwer gewesen. Ich muss sagen, er hat unglaubliches Tennis gespielt, aber trotzdem … Es war schwer. Mir tut es natürlich auch Leid für Zuschauer. Klar habe ich mir einiges vorgenommen, klar ist es sicherlich nicht mein bester Belag, aber trotzdem habe ich mir gewünscht, dass ich ihn schlage, dass ich weiterkomme.


F: Bis Ende des zweiten Satzes haben Sie gespielt wie mit angezogener Handbremse. Zum Schluss hat sich das geändert, Sie haben aufgedreht, hatten mehr Power. Woran hat es gelegen vorher? War der Druck zu groß vor deutschen Zuschauern? War es die Anspannung?

KIEFER: Meinen Druck baue ich mir selbst auf, weil ich unbedingt gewinnen will. Ich gehe da raus und versuche um jeden Ball zu kämpfen und versuche eine Lösung zu finden. Heute fing es gleich unglücklich an. Ich musste immer einen Break hinterher laufen. Wenn er die Oberhand hat, ist es schwer. Das weiß ich aus den anderen Begegnungen. Heute habe ich nicht gut returniert, wieder ohne Aufschlag gespielt und das ist natürlich schwer.


F: Zum Ende des Spiels gab es einen kleinen Disput mit dem Linienrichter. Hat das das Fass dann noch zum Überlaufen gebracht?

KIEFER: Klar, es ist nicht einfach gewesen. Ich habe innerlich gebrodelt und war auf 180. Da habe ich ein bisschen am Break geschnuppert und doch noch eine Chance gesehen. Das ist das, was ich die ganze Zeit versucht habe, zu kämpfen und dran zu bleiben. Das letzte Spiel war 0:40, ich hatte meine Breakbälle und die habe ich nicht genutzt. Klar, wenn dann so ein enger Ball ist, ist man innerlich natürlich noch aufgedrehter, aber letztendlich hat es daran auch nicht gelegen. Er hat einfach gutes Tennis gespielt, das muss ich akzeptieren. Es fällt mir zwar schwer, weil ich mir mehr ausgerechnet habe. Ich bin enttäuscht, weil ich mir mehr vorgenommen habe. Gestern hatte ich super Unterstützung gehabt, heute auch. Die Zuschauer standen die ganze Zeit hinter mir, aber ich konnte es halt nicht umbiegen.


F: Was ist es, warum es hier nicht klappt? Sind das allein die Verhältnisse und warum sind die für Dich so schwierig?

KIEFER: Ich würde nicht sagen die Verhältnisse. Fakt ist, dass ich mich über die letzten 10 Jahre schwerer getan habe auf Sand.


F: Das war das neunte Mal, dass Du hier warst, 1 Mal 3. Runde.

KIEFER: Das ist glaube ich nicht nur hier in Hamburg so. Bei den anderen Sandplatzturnieren ist es auch so. Es fällt mir sicherlich schwerer, aus welchem Grund auch immer. Ich fühle mich halt wohler auf schnellen Belägen, auf Hartplatz oder Rasen. Gerade auf Sand muss man vielleicht mehr Geduld mitbringen. Ich bin ein Spieler, der das Risiko liebt. Ich gehe auf die big points. Andererseits muss man trotzdem auch versuchen auf jedem Belag solide zu spielen. Ich hatte Monte Carlo 3. Runde, Rom 2. Runde, hier 2. Runde, jetzt versuche ich in Düsseldorf noch mal bisschen reinzukommen, so dass ich die Sandplatzsaison bei den French Open gut beenden kann. Aber woran es genau liegt, kann ich auch nicht sagen.


F: Das hat nichts damit zu tun, dass Sie hier in Deutschland spielen und der Druck größer ist als im Ausland?

KIEFER: Ich habe in Rom genauso 2. Runde verloren oder in Monte Carlo auch. Ich spiele gerne hier und natürlich würde ich lieber weiter kommen. Wenn wir Hamburg auf Rasen hätten, würde es vielleicht ganz anders aussehen. Das ist halt nicht so. Ich muss mit den äußeren Bedingungen zurechtkommen. Darauf kann ich mich vorbereiten. Es gibt auch keine Ausreden. Der Typ bin ich nicht. Ich bin hier, muss auf Sand spielen und dazu muss ich mich stellen. Das tue ich auch. Mein Ziel muss sein, auf Sand eine Lösung zu finden und etwas dazuzulernen. Über die Jahre ist es sicherlich besser geworden, aber nicht optimal, ganz klar. Es wäre natürlich schön, wenn ich auf Sand noch mal was reißen kann. Letztes Jahr in Paris war es eigentlich ganz gut. Ich muss jetzt versuchen, so schnelle wie möglich wieder in mein Spiel zu finden, dass der Körper wieder richtig in Takt, richtig in Schuss ist, sodass ich Düsseldorf dazu nutze, dass ich für Paris guter Dinge bin.


F: Kann es sein, weil eben Sand nicht der beste Belag ist für Sie, Sie die Flinte früher ins Korn werfen bei solchen Matches auf Sand?

KIEFER: Nein auf keine Fall. Ich versuche wie auf jedem anderen Belag auch bis zum letzen Ball zu kämpfen und das habe ich heute auch wieder versucht, nur ist es mir nicht geglückt. Gestern war es genau das gleiche. Es war eng, es war auf Messers Schneide. Ich habe alles versucht, bin dran geblieben und habe dann auch durchs Kämpferische verdient gewonnen. Heute ist es halt schwer gewesen. Es gab keinen Rhythmus, die Bälle wurden schnell ausgespielt. Er kam vor. Da muss ich akzeptieren, dass er gutes Tennis gespielt hat. Was mich enttäuscht ist, dass ich manche Bälle hätte besser spielen können. Gerade die Passierbälle, gerade die Returns sind meine Stärke.


F: Die Reihe der Topfavoriten hat sich ja jetzt gelichtet. Wer ist denn Dein Favorit?

KIEFER: Es gibt noch ein paar, die drin sind, aber ich kann nicht sagen, wer es ist.


F: Wann geht es nach Düsseldorf?

KIEFER: Ich gehe davon aus, dass wir Sonntag spielen. Von daher so früh wie möglich. Morgen oder übermorgen.


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Hamburg, 17 May 2006

Press Conference with NICOLAS KIEFER

Mirnyi - Kiefer 6:2, 6:2

Q: Nadal and Federer cancelled the tournament due to exhaustion, Tommy Haas had to retire yesterday because of his hay fever, unfortunately you lost today, being another of the audience's favourite players. Many visitors are very disappointed. Can you understand that?

A: I'm also disappointed because I wanted to achieve more today. I actually felt quite well. But I got lost early on, got an early break, so I had to try and catch up the whole time. He was on top, could play his game. I just couldn't find my game. That's the thing that disappoints me. It was difficult. I have to say, he played incredible tennis, but still… it was difficult. Of course I'm sorry for the audience. Of course I wanted to achieve more, of course it is not my favourite surface, but still I hoped I could beat him, I could get to the next round.

Q: Until the end of the second set you played pretty restrained. It changed at the end. You had more power then. What was the reason at the beginning? Did you feel too much pressure, playing in front of a German audience?

A: I put pressure on myself on my own, because I really want to win. I go out there and try to fight for every ball and try to find a solution. Today it started unfortunately. I always had to catch up on a break. It's difficult when he is on top. I know that from the other matches against him. Today I didn't return well, played without my serve, of course that's difficult.

Q: At the end of the match you had a little dispute with the linesman. Was that the last straw that broke the camel's back?

A: Of course, that wasn't easy. I was boiling inside. I nearly got the break and saw my chance. That's what I tried to do the whole time, to fight and stay in the match. The last game was 0:40, I had my break balls and I didn't use them. Of course you are even more nervous then, but that wasn't the reason. He just played good tennis, I have to accept that. I find that difficult, because I expected more. I'm disappointed, I wanted more. I had really good support yesterday, today as well. The audience was behind me the whole time, but I couldn't change the match.

Q: Why doesn't it work out here? Is it only the conditions or why is it so difficult for you?

A: I wouldn't say it's the conditions. It's a fact that I struggled for the past 10 years on clay.

Q: This was the 9th time you were here, once you reached round 3.

A: I don't think that's just the case in Hamburg, it's the same at other tournaments on clay. For sure I find it more difficult, for whatever reason. I just feel more comfortable on faster surfaces, on hard court or grass. You have to be more patient on clay. I'm a player who loves risk. I go for the big points. On the other side you still have to try and play consistent on every surface. I was in the 3rd round in Monte Carlo, 2nd round in Rome, 2nd round here, now I will try to get into it in Düsseldorf, so I can finish the clay court season at the French Open well. But I don't really know the reason for it.

Q: It has nothing to do with the fact that you are playing here in Germany and there is more pressure than abroad?

A: I lost in the 2nd round in Rome as well, the same in Monte Carlo. I like to play here and I would love to get further. If Hamburg was on grass, it might look completely different. That is not the case. I have to adjust to the conditions. I can prepare for that. There are no excuses. I'm not the type for that. I'm here, I have to play on clay and I have to confront that. I'm doing that. My goal is to find a solution on clay and learn something. It surely got better over the years, but it's not as good as it should be. It would be nice if I could win something on clay. Last year in Paris it went quite well. I have to try and find my game again as soon as possible, to find my fitness again, so I can use Düsseldorf to get in the right shape for Paris.

Q: Could it be possible that you give up earlier on clay as this is not your favourite surface?

A: No, definitely not. I try to fight for every ball the same as on other surfaces. I tried that today, but it didn't work out. Yesterday it was the same. It was a tight match. I tried everything and managed to win because I fought until the end. Today it was just difficult. There was no rhythm, there were fast points. He came forward. I have to accept that he played good tennis. I was disappointed, because I could have played some balls better. Especially the returns are my strong point.

Q: There are not that many top favourites left. Which one is your favourite?

A: There are some left in the tournament, but I can't say who will win.

Q: When will you go to Düsseldorf?

A: I suppose we will play on Sunday. Therefore as soon as possible. Tomorrow or the day after.

Neely
08-15-2006, 07:15 PM
translated from a German article:

Kiefer attacks again

Nicolas Kiefer did well overcoming his surgery on his injured left wrist. A smoothing of swellings of the jointskin and erosions of a cartilage supernatant was carried out [I'm using the words of Phoe here because otherwise I would have had no idea how to translate all these special terms *g*]. Currently the Hannoverian tennis ace is in treatment of the 96ers fitness specialists. The 29 year-old will have his comeback at the US Open (28th of August to 10th of September). NP-writer Jonas Freier met Kiefer for an interview at the Maschsee [that's a lake]

The tennis pro: he's fighting hard for his comeback at the US Open and thinking of the Olympics 2012: "Maybe I'm still playing with 36."

Nicolas Kiefer about his goals this year:
At the beginning of the season I simply set the goal to say healthy. At the Australian Open I got all the little things pretty well together while reaching the semifinal. After that I contained somewhere this level until getting injured at the French Open.

... about Wimbledon:
I wanted to attack at Wimbledon, I usually played well there and wanted to fight it out. I'm a Grand Slam player. Then I fell in Paris and couldn't start at Wimbledon. Since then I did not hold a racket in my hand anymore because it simply was not possible. From this experience I learnt that I should not plan anymore so much in advance. Just enjoy day by day: what happens, that happens.

... about his next goal:
The next big tournament would be the US Open. I had to undergo a lot of treatment during the last weeks and did a lot of fitness work. And I believe that I'm coming back physically fitter than before. For my game I just have to find the right rhythm again.

... about his cooperation with coach Sascha Nensel:
We are practising together since the last 10 days again and do a lot for the fitness. This was already one of my strengths, but you can make your strengths even better. And then we try to start again next week with a racket. But before playing the next tournament again, I would need to be at least two weeks without pain.

... about his future on the tennis court:
I had a lot of injuries, but maybe I can play longer to make up for that. Maybe I will be still playing with 35, 36. Roughly, my next goals are the next Olympic Games in China and if everything is going well, London 2012. Actually, Olympics are the greatest. At the beginning of my career I did not give enough importance to them. But they gave me memories which I will never get again. It was big.


THE PERSON: "I'm absolutely a bunch full of energy"

Nicolas Kiefer about his time during the injury:
I'm only concluding positive things out of these last six weeks. Due to my injury, I got great impressions at the FIFA World Cup, I was very close to the team, had super-great moments, but also sad ones after the lost semifinal. The World Cup were my holidays. But the most important thing was that my body took the time which it needed. Now I'm completely recharged and can start strong in the 2nd part of the season, presumed everything is going to be okay.

... about the emotional Kiefer:
Formerly I sucked up too much into me. Now it is: with this person on the tennis court I can identify myself. I'm somebody who is throwing the racket and releasing some words from time to time. But that's me. If I'm not heated-up enough or if I can't build some tension from some little things, then I'm missing something. Some need a chocolate bonbon in order to run at the right temperature, and I'm needing these tingly situations.

... about the fluctuations of his emotions
I'm such a bunch full of energy and can't contain all this energy. Unfortunately, sometimes it happens that I can't control myself anymore and that I'm unpredictable. Sure, I know that I'm going to crash with some people with this behaviour. On the other hand, I know very well how my fans stick to me. I see this on my homepage, how they speak courage to me. They are hot too and ask: Hey, when are you going to play again - we want to see you playing. That's great to see.

knight_ley
08-21-2006, 05:19 PM
from nicolaskiefer.com / eurosport.de (http://www.eurosport.de/tennis/u-s-open/2006/sport_sto948154.shtml)

The situation is for Nicolas Kiefer, injuries has the Hannoveraner in its career too is sufficient not again had, and nevertheless it is this mark different. For three months the 29-Jaehrige at an injury of the left wrist laboriert. On eurosport.de he speaks exclusively about his situation.

How frustrating is it, if one must call the second Grand Slam tournament off of the yearly?

Nicolas Kiefer: It is already annoying. But I know also that I cannot force anything. I wanted to absolutely try everything for New York, the large tournaments am my highlights. But I learned in the meantime that plan nothing at all brings. One is disappointed only if it does not fold. Thus I was with already resound and Wimbledon, whereupon I had been pleased in such a way. Since then I think only from day to day.

To last you had hoped still for your participation. Why didn't it fold nevertheless?

Kiefer: One hopes naturally that it goes faster with the healing. Actually I should begin two weeks ago ago to train again with the racquet. But I had thereby pain and had to restrain. I tried it then again and went it again not. I would have played in New York, if I had been able to train two weeks on highest level. But it makes no sense, which I must accept simple in such a way.

How far did your injury heal in the meantime?

Kiefer: The operation is now four weeks ago, and only two small scars are to be seen. When playing it does however still to pain. The musculature must be developed again, me is missing still somewhat the strength. That needs simply time.

It immediately clear you in Paris was that the injury is so serious?

Kiefer: I would have never thought that the fall was so bad. I realized correctly also only on the next morning that somewhat is not correct. The first physician meant, I was to place the hand calmly, but I wanted resound and Wimbledon to absolutely play. I trained a little and noticed that it does not go. That was my error, that was perhaps two given away weeks.

How did it continue then?

Kiefer: I had daily therapy and everything made, what went at all: Syringe, ultrasonic, manual therapy, current therapy, everything. It became also better, but I could not train simply pain-free with the racquet. Two wrist specialists guessed/advised me then to a Athroskopie. Actually I try to avoid such things. But if it is the last way out, then I must make it for stop.

Did the operation run well?

Kiefer: I was sceptical at the beginning of nevertheless somewhat. As the rail got could I mean hand neither upward nor downward to move. And do not mean left arm I any more from alone did not hochgekriegt. One day after the OI I had no more feeling suddenly in the small finger. There I became then nevertheless somewhat jerky. The physicians say to one then: that comes already. Fortunately they were right.

But with your return to the route it will probably still somewhat last. Did you check off the season already?

Kiefer: In no case. On my play plan the large Asia route in September and the tournaments stand in Europe. I feel more fitter than ever before, which concerns strength and perseverance. Perhaps the break is an advantage for me. In the last year I was very tired and leached out for the end of the season and therefore no longer so well played. Now I feel freshly, particularly from the head. Also the distance from the tennis was good. I am glad the whole tennis players and coaches times to have seen.
How did you gekriegt the head freely?

Kiefer: I had time for things, which I thus could not make in the last ten years. The whole year am I on the way, come only times one week to Hanover over to ease to meet friends and family and then am I again away. Now I was since at the end of May nearly only in Hanover. That is unusual for me, but it was also mad. When it was so warm, I had constantly grilled football with friends and during the WM had looked. That made enormous fun.

And you stand thereby at the grill, where you eat nevertheless no more meat?

Kiefer: But clearly, I was the absolute grill master - I eat Pute and chicken still. And the food buying is also mad.

They push with the trolley by the supermarket? Tennis professionals are considered as rather nevertheless generally delicately...

Kiefer: Well, on tournaments is evenly provided for everything. If I train, the bottle water already stands on the plant. There one does not think that one which to drink to buy would have. In the Players Lounge there is also everything and in the evening goes one eating somewhere. Now I am written even purchase note. I must worry about everything and take the responsibility.

That sounds, as if you would have retrieved the little "normal" life.

Kiefer: Yes, is probably correct. At my television also still somewhat broken went. Otherwise I call that in the hotel lobby and am regulated. Now I do not have to worry about things, which are for my joy completely normal and everyday, for me however. I have no notion from electronics only unfortunately. But Hanno Balitsch (professional of Hanover 96) is there talented, repairs for me that.

I take Okay back, that with the "normal life" again. But it seems, as if you would have carried forward much positive from the injury time. One does not know that actually at all from you...

Kiefer: That was in former times reliably my problem with injuries. There I down-pulled myself, with the fate gehadert and thought, how badly I am. It is annoying with the hand, but straight in these phases one must see the good sides of the life. I learned from the past injuries and became now many more relaxed. Over things to excite, which one cannot change, nevertheless nothing brings itself.

Which realizations still collected you?

Kiefer: That the body and the health are the most important. I worked much to my Fitness and also with Yoga began, in order to ease still better to breathe better and to concentrate me more on me. I must say, it bring much to me. I am always somewhat sceptical with new things, but it helps me so far.

Thus do you waste all with your injuries in the last years still no thoughts to be shifted completely on house man activities?

Kiefer: I am 29, many say, I become older. But I feel still young, rather like 24 or 25. Of stopping is not to be thought yet.

Neely
08-21-2006, 07:10 PM
Great find Mary, I didn't even see the interview! :yeah:

knight_ley
08-29-2006, 11:44 PM
KIWI IN THE CITY (http://www.eurosport.de/tennis/u-s-open/2006/sport_sto953506.shtml)

If any of you have time in the next few days to translate this, could you? I tried to babelfish it but it was a horrendous translation and it gave me a headache trying to read it :lol: so I only made it like one paragraph.

Thank you!!!!!!! :kiss:

ZackBusner
11-28-2006, 01:28 PM
Today there is a long Kiwi interview in Süddeutsche Zeitung (http://www.sueddeutsche.de/sport/weitere/artikel/956/92864/). I don't have time to translate it all now. One thing he says is he isn't yet sure if he wil really be able to play Hopman Cup. "I had to commit six weeks in advance but I'll play only if I don't have any problems with traning in the four weeks before the tournament".

ZackBusner
11-28-2006, 07:15 PM
And here is the translation:

Tennis professional Nicolas Kiefer (29) once was considered to be Boris Becker's successor. In 1999, he played ATP masters cup's semifinals in Hanover and was ranked 6 in the world. In his career with many ups and downs he won nine ATP titles. This year he played semis at the Australian Open what was his best Grand Slam result ever. But at the French Open his wrist was seriously injured. Now he is preparing his comeback. He wants to play Hopman Cup (december 30th to january 5th).

SZ: Herr Kiefer, you're on your to the soccer stadium right now. How difficult is this for you: Watching other sportsmen doing their job while you are injured?

Kiefer: I enjoy the diversion of watching sports. On friday, I was at an hockey match. I am a completely normal fan then. I cheer when a goal is scored and I get angry when something goes wrong shoutung things like: "Man, why doen't that guy play faster!" Or: "Play more wing attacks." Sitting on a stand seat you can see such things so much better.

SZ: How much tennis did you watch since June?

Kiefer: I watched the Wimbledon final in TV. At the US Open I commented some matches for eurosport. That was very interesting. I learned a lot about different tactics, about where the players are standing on the court and how they act. That's why I watched all the records of my this year's matches. Apart from that I didn't get much of tennis.

SZ: Did you conciously look away?

Kiefer: No. I simply didn't have time. Rehabilitation is a fulltime job. It takes much more afford than my normal training.

SZ: At the French Open you had to retire in the third round after you had lost the first set to Tomas Berdych. What had happened?

Kiefer: In the match before against Marc Gicquel from france I fell on a net post. My knee ached horribly. But I kept on playing and won. The next day my knee was fine again, but strangely enough I coudn't move my left wrist any more. I tried everything but it didn't work. Later it came out that the wrist capsule was torn. On june 17th I had an operation in Ravensburg. Unfortunately not everything was healed. So I had another operation in october in Berlin. After that the wound became inflamed what was horribly painful for some days.

SZ: How many fellow players called you?

Kiefer: One. Andre Agassi.

SZ: What did he say?

Kiefer: He invited me to Las Vegas to meet his doctors. I told him I really would have liked to come but I was lying in hospital and was allowed to leave house only five minutes a day.

SZ: You had several injuries in your career. Did you develop some sort of comeback routine?

Kiefer: Yes, I had already had various problems. But never before with my hands. I mean: You really need your hands! The first days I couldn't even waggle my little finger. I couldn't open my front door of my house. I had to ask my very nice neighbour to let me in. Elderly ladies can be very helpful.

SZ: Cycling professional Udo Bölts once said: When a true champion returns after an injury he isn't as good as he was before. He is better.

Kiefer: You learn to fight in such situations. In the last months a watched all that Rocky movies again. Amaizing what a thin guy Sylvester Stallone was in the first parts. Then he trains a lot and gets stronger but he always is hit back. But he stands up again and again. In one sequel he eats raw eggs before jogging in the morning. When I imagined putting a basket ful of eggs beside my bed I realised: Maybe you should not go too far with these things.

SZ: Your belgian collegue Kim Clijsters, who also had very long break due to wrist injury, said after her comeback: "With some shots I am better now because I had to do a completely different training. Can you report similar things?

Kiefer: My fitness is better than it was in the last six years. At rehabilitation you work on your body very thouroughly. I agree with Kim Clijsters in that point. On the other hand she is an example how you should not do it. She came back too early and had to take another break very soon. I won't touch a racket before I a have good feeling and the doctor says it's one hundret percent okay.

SZ: You signed in for Hopman Cup in Perth at the beginning of january.

Kiefer: Commitment ends six weeks before the tournaments start. I only will play if I have practised at least four weeks without any problems.

SZ: You start your comeback in a time when Roger Federer is dominating world tennis like he wants. Is this frightening you?

Kiefer: The way Roger is playing at the moment cannot be a benchmark for me. Regarding the things he can do I must see: The maximum is being number two behind him.

SZ: Why are you that modest? At the last three Grand Slam events you always forced him into a fourth set.

Kiefer: That's right. But to be on his level I would have to beat him from time to time. And to pass him I would have to beat him several times in a row. No-one is able to do that at the moment.

SZ: Why does he play that well?

Kiefer: You can try what you want. He always has the right answer. There isn't one special shot he has or so. Not even Roger himself can describe what it is that makes him so special.

SZ: You are 29 years old. What goals do you still have in your career?

Kiefer: I have become very reserved with aiming goals. I have had so many goals and have been stoped by injuries so many times. But there are two goals I still have: I want to win the Davis Cup and I want to try it again at the Olympic Games in Beijing 2008. Earlier I underestimated what a success for your country does mean.

SZ: Where does this change come from?

Kiefer: Before I went to the Olympic games in Athens many people told me: "Hey, return with a medal!" I plainly answered "Yes, okay" but I didn't really understand why that medal should be so special. At every tournament we get a cup that is much bigger. Finally Rainer Schüttler and I won the silver medal in doubles. We played five sets in the final until 3 a.m. We could have won the gold medal. We had four match points. I was uncredibly disappointed. But when I came home all the people - friends, relatives, neighbours - wanted to have a look at my medal. That was when I understood what such a medal can mean.

SZ: Yor are a big fan of team sports. Why is it that difficult for tennis players to form a team?

Kiefer: We are individual fighters twelve months a year from an early age on. You cannot just switch that butten that quickly.

SZ: What do you miss most at the moment?

Kiefer: Traveling. I am a tennis professional for eleven years now and before that I also traveled a lot. I hadn't been at home for such a long time for 15 years. I enjoy being in Hanover, and I learned a lot in the last months: For example, how important a shopping list can be or what stamp you have to put onto a letter. At the tournaments there are always people around who are doing these things for us. It was an exiting experience to care about life by myself. But now I have had enough of that. I want to take my racket, go to the next plane availible and say: Just bring me to any place.

knight_ley
11-29-2006, 03:05 PM
Thanks for posting that :yeah:

Neely
12-06-2006, 02:47 PM
Thanks, very good article :)

Neely
01-05-2007, 09:49 PM
Eurosport.de interview with Kiwi, translated by kiwi10is here:

http://www.menstennisforums.com/showpost.php?p=4629018&postcount=629

knight_ley
01-06-2007, 04:48 AM
Thanks for posting that! :yeah:

Eden
01-13-2007, 06:17 PM
There was a very interesting article about Kiwi on my regional daily. You can read the most important things on the homepage of the newspaper, but I thought to post it here together with the sentences which aren't printed on the homepage. Maybe someone can translate the article for all Kiwi fans who can't understand German :)


„Ich zähle die Tage“

http://www.haz.de/db_media/sy234397336.jpg

Nicolas Kiefer …

… wurde am 5. Juli 1977 in Holzminden geboren. Mutter Nicolle und Vater Wolfgang wohnen noch in Kiefers Heimatort Sievershausen. Kiefer selbst lebt seit einigen Jahren im Zooviertel – fünf Minuten vom Trainingsgelände des Bundesleistungszentrums in der Bonner Straße entfernt. Seit 1995 spielt der 29-Jährige auf der ATP-Tour und hat dort mehr als sechs Millionen Dollar Preisgeld gewonnen; 1997 hat der Rechtshänder noch sein Abitur gebaut. Zu Kiefers größten Erfolgen zählt die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 im Doppel mit Rainer Schüttler. Mannschafts-Weltmeister beim World Team Cup wurde „Kiwi“ 1998 und 2005, dazu kommen sechs Einzeltitel auf der ATP-Tour. Anfang 2000 stand er auf dem 4. Platz der Weltrangliste – seine bisher beste Platzierung. Seit Juni 2006 setzt Kiefer eine Verletzung außer Gefecht, die er sich in einer Partie bei den French Open zugezogen hatte. Der Diskus und die Kapsel im linken Handgelenk waren bei einem Sturz in Mitleidenschaft gezogen worden.

Quälerei für das Comeback: Der hannoversche Tennisprofi Nicolas Kiefer spricht im Interview über Operationen und Optimismus, Agassi, Hannover 96 und Mutters Küche

Herr Kiefer, was schmerzt im Moment mehr: Die Hand oder der Gedanke, bei den am Montag beginnenden Australian Open nicht spielen zu können?

Ganz klar: Der Gedanke, nicht in Australien dabei zu sein. Ich hoffe, dass ich die nächsten zwei Wochen so viel trainieren werde, dass ich so wenig wie möglich Zeit habe, im Fernsehen etwas von Melbourne zu sehen. Trotzdem verdrücke ich schon eine Träne. Es war vergangenes Jahr mein bestes Turnier, ich mag das Land, ich mag die Menschen, ich mag die tolle Atmosphäre. Das wird mir alles fehlen.

Und die Hand?

Ich habe am Montag wieder angefangen mit dem Training, die meisten Schläge funktionieren bis auf die Rückhand ganz gut. Die muss ich immer noch ausprobieren. Das Handgelenk ist halt ein sehr komplexes Gelenk. Ich bin zweimal operiert worden, einmal im Juli, einmal im Oktober, ich muss die Hand noch täglich behandeln lassen. Aber ich bin sicher, dass mich die Situation stärken wird.

Was ist das für ein Gefühl, wenn man sieben Monate kein Tennis spielen konnte?

Seit einer Woche muss ich die ganzen Abläufe wieder antrainieren. Ich muss nicht wieder von vorne anfangen, aber wieder sehr, sehr weit unten. Da muss man Geduld haben und Ruhe, und vor allem muss der Spaß im Vordergrund stehen – und die Abwechslung. Deshalb spiele ich auch mal Badminton, gehe schwimmen, versuche einen Triathlon.

Als Tennisprofi ist man sonst ja immer auf Reisen, ständig bei Turnieren. Und plötzlich hat man durch die Verletzung Zeit. Wie haben Sie diese genutzt?

Ich habe versucht, meine Schwächen aufzuarbeiten und viel Gymnastik gemacht, viel Yoga. Und ich habe schätzen gelernt, wie wichtig meine Familie ist. Über die Weihnachtstage war ich zu Hause, es war schön, Mutters Küche zu haben, dies Gefühl, betütert zu werden. Ich bin ja ein Mensch, der aus seinen Koffern lebt, im Flugzeug oder Hotel, der mit seinen Schlägern und seinem Computer um die Welt zieht. Wenn ich dann mal wieder länger zu Hause bin, merke ich, wie schön das sein kann.

Was ist das für eine Erfahrung, sich plötzlich selbst um den Haushalt kümmern zu müssen, um alltägliche Dinge. Auf der Tour wird Ihnen ja vieles abgenommen.

Wir Tennisprofis haben ein Luxusleben, ein schönes Leben. Ich möchte mit keinem tauschen. Aber ich musste jetzt gucken: Was esse ich gerne? Was ist im Kühlschrank? Was muss ich einkaufen? Ein kleines Beispiel: Ich musste einen Brief schreiben, habe dann aber festgestellt, ich habe gar keine Briefmarke zu Hause. Also musste ich zur Post und welche kaufen. Im Turnier geben wir unsere Briefe im Turnierbüro ab, dann wird sich darum gekümmert. Für mich waren die letzten Wochen gute Erfahrungen, man merkt, was für andere Menschen eigentlich das Alltägliche ist.

Sie bekennen sich bei jeder Gelegenheit zu Hannover, loben die Stadt. Andere Tennisprofis ziehen in die Schweiz oder nach Monte Carlo, um Steuern zu sparen.

Ich sehe mich als Hannoveraner und habe hier meine Wurzeln. Die Stadt ist nicht zu groß, nicht zu klein, es gibt viel Grün, eine schöne Altstadt. Es wird für jeden etwas geboten. Außerdem mag ich die Nähe zu meiner Familie, das ist das Wichtigste überhaupt. Und sportlich habe ich hier alle Möglichkeiten, kann mich gut vorbereiten und gut trainieren. Außerdem muss man sich fragen: Wo ist man gerne, wenn es einem nicht so gut geht, wenn man Verletzungen hat. Bin ich dann lieber in der Schweiz und Monte Carlo, oder komme ich lieber nach Hause, wo ich wirklich Kraft tanken kann?

Gab es Momente, in denen Sie geglaubt haben, das Comeback nicht mehr zu schaffen, aufhören zu müssen?

Nein, ich habe immer dran geglaubt. Klar, man zweifelt manchmal. Man sieht die anderen Spieler, wie sie spielen. Aber ich habe nie gedacht, dass es nichts mehr wird. Man muss Optimist bleiben. Ich zähle nicht mehr die Tage seit der Operation, sondern die Tage, bis ich wieder spiele. Ich fühle mich nicht wie ein Tennis-Opa, ich will noch viel spielen und habe noch viel Zeit. Ans Aufhören verschwende ich keine Gedanken. Es sei denn, es kommt ein Angebot von Hannover 96…

Haben Sie sich einen Zeitplan gemacht und schon wieder feste Ziele anvisiert?

Wir müssen unsere Turniere immer sechs Wochen vorher melden. Jetzt war gerade Meldeschluss für Memphis. Memphis ist am 19. Februar. Trotzdem kann ich jetzt nicht sagen, dann und dann spiele ich wieder. Es macht keinen Sinn, mit 70 oder 80 Prozent zu spielen. Es macht erst wieder Sinn, wenn ich bei 100 Prozent bin. Aber ich gebe zu: Ich kann es gar nicht mehr erwarten, wieder meine zwei Taschen zu nehmen, in ein Flugzeug zu steigen und zum Tennisturnier zu fliegen. Egal, wohin.

Und die Ziele?

Ich setze mir keine. Warum ich hart trainiere, warum ich mich jeden Tag behandeln lasse, das sind die Olympischen Spiele und der Davis-Cup. Ansonsten finde ich den Spruch sehr passend, den ich kürzlich gelesen habe. Es ist wie in einem Karussell: Ich bin wie ein Passagier darin, und selbst wenn ich oben ankomme, geht es immer weiter. Ich kann es kurz genießen, aber es geht immer eine Stufe weiter. Daraus habe ich gelernt: Man darf nie zufrieden sein.

Sie haben den Davis-Cup angesprochen. Damit können Sie nicht zufrieden sein, oder?

Waren wir einmal im Viertelfinale? Ich weiß es gar nicht. Fakt ist: Um im Davis-Cup erfolgreich zu sein, muss man gewinnen oder im Finale stehen. Das haben wir nicht geschafft, und das ist schade für das Team und das ganze deutsche Tennis. Deshalb versuchen wir jedes Jahr wieder neu anzugreifen. Aber ich bin nicht der Mann der großen Sprüche. Entscheidend ist, dass die Leistung auf dem Platz stimmt, sonst kann man so viel erzählen, wie man will.

In Deutschland laufen vielen Tennisvereinen die Mitglieder weg, das öffentliche Interesse hat stark nachgelassen. Was lässt sich dagegen tun?

Wir brauchen besseres Wetter. Kleiner Scherz. Es hat viel mit den Fernsehrechten zu tun, es wird sehr wenig Tennis übertragen, gerade Männertennis. Trotz der rückläufigen Zahlen glaube ich nicht, dass Tennis in einer Krise ist. Man muss nur auf die deutschen Turniere schauen, wie viele Jugendliche dort sind, zuschauen oder mit einem spielen wollen. Ich merke ja selbst an meiner Fanpost oder auf meiner Homepage, wie groß das Interesse vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist.

Mit Ihrer Aktion „Kindertraum“ engagieren Sie sich besonders für junge Menschen,

Die Aktion ist mir sehr ans Herz gewachsen. Diese Kinder haben eine sehr geringe Lebenserwartung. Ich denke, dass ich denen helfen kann. Aber die Kinder helfen auch mir. Wenn ich dort ankomme mit meiner Handverletzung – das ist ja gar kein Problem. Ich habe nur etwas an der Hand. Ich kann sieben bis acht Monate nicht Tennis spielen. Aber was ist das? Das ist nichts. Die Kinder haben vielleicht noch ein oder zwei Jahre zu leben. Sich das klarzumachen, hilft, manche Dinge im Leben besser einzuordnen.

Der eine oder andere wird vielleicht denken: Der Kiefer hat sechs Millionen Dollar verdient, der hat nicht die Sorgen, die andere haben.

Es ist schon ein schönes Gefühl, wenn man irgendwo essen geht und nicht auf die rechte Seite der Karte gucken muss. Und klar ist es schön zu wissen, mal dies und das kaufen zu können. Aber was bringt mir Geld, wenn ich verletzt bin? Das Wichtigste für mich ist die Gesundheit. Und ich finde es schön, anderen Menschen zu helfen.




Agassi und die Maultaschen


Sie haben eine besondere Beziehung zu Andre Agassi. Hat Sie sein Abschied vom Tennis besonders berührt?

Auch ich hatte Tränen in den Augen. Seine ganze Karriere war beeindruckend. Als ich angefangen habe, Tennis zu spielen: Wie habe ich mich da gefreut, als mir meine Eltern diese Jeanshose mit der neonrosafarbenen Radlerhose geschenkt haben, die Agassi damals getragen hat. Da habe ich gleich drei Klassen besser gespielt.

Haben Sie noch Kontakt zu Agassi?

Ganz ehrlich: Als ich im Krankenhaus lag und operiert wurde, da hat er mich angerufen und gefragt, wie es mir geht, ob er mir helfen könne, und wenn irgendwas sei, solle ich zu ihm rüberkommen nach Amerika. Ich habe mich so sehr über diesen Anruf gefreut, da ging es mir gleich viel besser.

Ist es die Herzlichkeit, die Sie beeindruckt?

Unglaublich. Er muss das ja nicht machen. Aber er macht es einfach. Auch in der Kabine in New York. Als er in der 2. Runde gewonnen hatte und ich Kommentator für Eurosport war, bin ich hinterher noch mal zu ihm gegangen und habe ihm gesagt: „Das war das letzte Match, was ich von dir live gesehen habe.“ Da hat er mich in den Arm genommen. Da habe ich schon Tränen verdrückt.

Was macht sein Deutsch? Hat ihm seine Ehefrau Steffi Graf schon ein bisschen beibringen können?

Wenn man langsam spricht, dann bekommt er schon ein paar Worte mit. Er spricht englisch mit den Kindern und sie deutsch. Aber am besten kann er das Wort Maultaschen aussprechen. Das ist sein Lieblingswort.

Sie haben immer mal wieder angedeutet, bei Hannover 96 irgendetwas zu machen, wenn die Tenniskarriere zu Ende ist. Wie kann das aussehen?

Ich bin ein Fußballfanatiker, und Hannover 96 ist mein Verein. Ich könnte mir vorstellen, eine Bezugsperson für die Spieler zu sein. Ich weiß es ja selbst, wenn es einem nicht gut geht: Manchmal gehe ich gleich zu meinem Trainer und sage dies und das. Aber oft gehe ich dann doch zum besten Kumpel. Das wird im Fußball genau so sein – und kann zu Missverständnissen führen. Da könnte ich helfen. Ich kann mir aber auch im Management- und Marketingbereich etwas vorstellen.

Sie konnten ganz gut mit 96-Trainer Peter Neururer…

Was ich an ihm mochte, war einfach seine witzige Art und Weise. Aber in jedem Sport ist es so: Wenn es gut läuft, ist alles gut, wenn nicht, ist es der Trainer.

Wie sehen Sie die Entwicklung der „Roten“?

Mich freut sehr, dass Martin Kind wieder in der Verantwortung bei 96 ist. Dass jetzt endlich mal die Weichen gestellt werden für mehrere Jahre. Mit Dieter Hecking hat 96 endlich einen Trainer, der aus der Region kommt und einen Vertrag bis 2010 hat. Und dann der neue Vertrag für Torwart Robert Enke. Ich gebe Brief und Siegel darauf, dass jetzt auf dem ganzen Markt, nicht nur in Hannover, die Spieler denken: Wo ein Enke ist, da kann man etwas aufbauen, da entsteht ein richtiges Team.

Sie haben bei 96 öfter mittrainiert. Wie sieht es mit Eishockey bei den Scorpions aus?

Ich habe schon mal Eishockey gespielt. Aber irgendwie komme ich nicht so richtig voran auf Schlittschuhen. Ich will Gas geben da unten – ich bin ja schnell -, aber es kommt nichts raus.

Also doch lieber Fußball. Ihr Trainer Sascha Nensel spielt ja sogar beim OSV Hannover richtig Punktspiele. Wäre das auch für Sie eine Möglichkeit?

Ich hatte einen Pass in der Jugend bei der JSG Dassel. Aber in der Herren wäre die Verletzungsgefahr zu groß. Wenn man den Ball vor sich hat, man sieht, das Tor ist nicht mehr weit weg, und man will gerade einen richtigen Rumms ablassen, und dann geht einer dazwischen… Lieber nach dem Tennis. Nur bei 96 würde ich mit Sascha eine Ausnahme machen. Der Klub zahlt einen Preis und kriegt zwei Spieler: einen Linksaußen und einen Rechtsaußen.


Quelle: http://www.haz.de/sport/293881.html



Kiefer über…

… seinen Mentor Heinrich Brokate:
Er war eine der wichtigsten Personen für mich, und er fehlt mir nach seinem Tod sehr. Ich gehe oft auf den Friedhof. Er war eine Vertrauensperson, eine Art Großvater, der mir immer seine Meinung gesagt hat.

… Freundschaften unter Tennisprofis:
Es gibt unter Tennisspielern keine richtigen Freundschaften. Es gibt zwei, drei Spieler, mit denen ich mich richtig gut verstehe. Einer war Goran Ivanisevic. Ein positiv Verrückter. Auch Alex Corretja. Und Marat Safin. Oder Paradorn Srichaphan, ein super lockerer Typ außerhalb des Platzes.

… Roger Federer:
Ein guter Typ. Großartiger Golfer, noch besserer Tennisspieler. Es ist unglaublich, was der leistet. Auch außerhalb des Platzes ein großes Vorbild.

… Ausgeglichenheit im Tennis:
Früher bei Becker, Lendl und Edberg, da haben die ersten zehn immer alles unter sich ausgemacht. Bei uns ist es mittlerweile so, dass zwischen der Nummer 3 und 70 oder sogar 100 fast jeder jeden schlagen kann.

… Neuerungen im Tennis:
Es wird derzeit ein System mit acht Dreier-Gruppen getestet, die jeweils Ersten kommen ins Viertelfinale. Das ist sehr gut für die Zuschauer; wenn ein Spieler einmal verliert, hat er trotzdem eine Chance weiterzukommen. Und warum nicht ein Turnier am Sonntag anfangen statt am Montag?

… Martina Müller:
Wie ich aus Hannover. Sie spielt gutes Tennis und ist fit. Aber wenn ich ehrlich bin: So viel beschäftige ich mich nicht mit dem Frauentennis.

… Michael Schumacher:
Was er für seinen Sport und sein Land geleistet hat, ist gigantisch. Ein Held. Ich habe übrigens mal versucht, mich in einen Formel-1-Wagen zu setzen: Ich passe da nicht rein, es sei denn, ich säge mir die Hüften ab.

… Biathlon:
Ich könnte mir jedes Biathlon-Rennen angucken. Wenn die da langfahren, mit hohem Puls, und dann von einem Moment auf den anderen so ruhig stehen, um auf diese kleinen Scheiben zu ballern – das finde ich unglaublich. Ich könnte das ja mal beim Schützenfest in Hannover testen: Erst mal um den Maschsee laufen – und dann zur Schießbude.

knight_ley
02-21-2007, 03:20 AM
kiwi10is translated this! thanks so much!

Swiss Tennismagazine interviewed Nicolas Kiefer unplugged:

One year ago Nicolas Kiefer had a surprising comeback when he qualified for the 1/2 final of the Australian Open. This year the charismatic German had to withdraw from the first Grand Slam with a serious and longlasting wrist injury. The 29 year old Hannoveran hopes to come back to the tour in March. Before that he took some time to give a very private interview to our magazine.

Q: What is the first thing you need after getting up in the morning?
Kiwi: I enjoy the silence to sort my mind and a nice latte macchiato from my new Nespresso-Machine (swiss made of course). A view into the newspaper... Handelsblatt (like NY times) or Bild (like the English SUN) depends on my mood.

Q: How much time do you spent in the bath in the morning?
Kiwi: Around 15 min because I run the full programm: Brushing teeth, shower, styling...

Q: Is there anything without you wouldn`t leave the house in the morning?
Kiwi: My luckycharm (Ganischa)

Q: Which day of the week is your favourite?
Kiwi: As for my job it is the sunday if it is a workday for me. Because sundays are final days. Apart from that it's saturday because that`s when the soccerleague games take place and I can cheer for my Reds.

Q: Where do you feel at home?
Kiwi: Any place where my family and friends are.

Q: What is perfect luck in your opinion?
Kiwi: Depends on the point of view. I support Aktion Kindertraum who makes dreams come true for serious sick children. If I can put a smile on the face of such a child with my visit it comes close to perfect luck.

Q: What is your first childhood memory?
Kiwi: That was a birthday party when we drove around with go-karts. I did a loop and ended up in the stinging-nettles.

Q: What can you not get enough of?
Kiwi: I'll answer that from the view of my job. Here it is the support of the audience I get on the court for sure.

Q: Which shops make you weak?
Kiwi: Abercombie & Fitch and Hugo Boss (as if we didn`t know that before lol)

Q: The most expensive thing you own?
Kiwi: The olympic silver medal from Athens - it`s ideal value is unbeatable. Only by gold in Peking! But as important and valuable are friendships with people that came close to my heart

Q: Which place on earth is a must-see in your opinion?
Kiwi: For people who like cities it is Manhattan and for those who love the nature it`s Australia and for sportfans it's AWD Arena in Hannover

Q: Which movie did you watch lately?
Kiwi: Rocky 6 and Deutschland - ein Sommermärchen (Germany a summer fairytale (a movie about the soccerworldcup with exclusive view on the German team)

Q: Do you read a book now? If so which one?
Kiwi: I will buy a book the next days "The day after" from Michael Jürgs. A book about celebrities describing the day after a big event

Q: If you would be allowed to change a single fact in your life which one would that be?
Kiwi: I would be glad if I could do things more calm but maybe that will come with age

Q: If you could change one single fact in the world which one would that be?
Kiwi: If it would only be one single fact it would be povertry and diseases of children

Q: If you could make one thing unhappened that you did to a person what would that be?
Kiwi: Maybe I would treat one or the other collegue different

Q: Which attributes make you unique?
Kiwi: Every person in unique in a way. As for me I think it's my spontaneity, my honesty and my being down to the earth. But others can rate that better or different.

Q: Which attitudes do you admire on other people?
Kiwi: All things I am not good at like dancing

Q: Which attitudes do you hate most on other people?
Kiwi: Unreliability, Infidelity and if someone sells his own grandmother with his egoism

Q:With which historic person can you identify yourself with?
Kiwi: I think it would be impudent to indentify myself with a historic person

Q: Which living person do you admire most?
Kiwi: Pope Benedikt is for sure admirable in a way. Basically I admire people who bear a misery bravely.

Q: What is worth fighting for?
Kiwi: For any goal you set yourself. That can be big goals but also small things.

Q: What would you never give up?
Kiwi: The deep relationship to my family. But being a sportsman I could also never give up dreaming about possible future successes.

Q: What was the biggest adventure in your life?
Kiwi: When I was in the middle of a shooting in Melbourne

Q: Which adventures are you dreaming of?
Kiwi: After visiting Shakira's concert twice I would love to have dinner with her and have a dance after that. (some fans manage to get invited by their star... he should ask us how to do that hehe) Apart from that I have some other dreams: A safari, a bungee jump, a drive in a formula 1 racing car... I dream that Hannover 96 will take part in the Champions league (highest European soccer league, only the 2 best teams of each country are allowed to take part), winning the olympic Gold medal, the Davis Cup or a Grand Slam

either / or...
Theater / cinema
Thriller / comedy
Angelina Jolie / Jennifer Aniston
Fastfood-Restaurant / Gourmet-palace
Beer / red wine
H & M / Prada
Sportshoes / leather shoes
all inclusive trip / adventure trip
mountains / Ocean
summer / Winter
Ski / Snowboard (none of if but if I have to choose I´d take ski)
book / Magazine
Limousine / sportcar
Penthouse / house in the nature
Lust / love lust and love
snappy / shy
chaotic / tidy
optimistic / pessimistic
vain / not vain
Safin / Roddick
Sharapova / Clijsters

:hearts:

Neely
02-22-2007, 10:47 AM
Very good interview! :)

But you have to change the underlining of the last section where he gave his choices for the house. I don't know if it's Kiki's or your fault or wishful thinking, but Kiwi in the article of his homepage had Penthouse underlined. I noticed this because I compared my choices with his and was irritated because first I was thinking "What? you prefer a penthouse to a nice, romantic house in the green?" and when I read here: "Damn, now he doesn't like the penthouse anymore? Good!" :lol:

knight_ley
02-23-2007, 04:58 AM
I fixed it ;) I'm glad he likes the penthouse more :p

rrfnpump
02-23-2007, 01:49 PM
Kiwi admires the pope :help: :retard: :o

:smash:

JMG
04-10-2007, 12:54 AM
http://www.sport1.de/de/sport/artikel_1055064.html

I don't like the way Kühnen talks about Kiefer here. Why shouldn't he be a choice, if he starts playing in June or so?

knight_ley
04-10-2007, 07:16 AM
http://www.sport1.de/de/sport/artikel_1055064.html

I don't like the way Kühnen talks about Kiefer here. Why shouldn't he be a choice, if he starts playing in June or so?

Can anyone translate the part about Kiwi or at least let us know what it says? :p

kiwi10is
04-10-2007, 03:44 PM
Patrik Kühnen said he wishes all the best to Kiwi but the Davis Cup team 2007 is set and Kiwi is not in it! I hope that doesn`t include World Team Cup

knight_ley
04-10-2007, 04:43 PM
:rolleyes: Not cool.

Neely
04-11-2007, 01:10 PM
Expected decision for the Davis Cup team, he probably could play very well until then and still would not make the team. Now they suddenly have a success while Kiwi in the past had enough chances against easier opponents and could never really build up for his image as a Davis Cup player or performer.

kiwi10is
04-17-2007, 05:13 PM
and now they don`t even want him for World Team Cup

Düsseldorf - Beim Jubiläumsturnier um den 30. World Team Cup kann der Veranstalter nicht mit einer Top-Besetzung glänzen. «Wir sind in einem Jahr der Normalität. Aber die Messlatte aus dem Vorjahrlag auch sehr hoch, als sechs Spieler aus den Top Ten bei uns waren», sagte Turnierdirektor Dietloff von Arnim Rochusclub, wo vom 20. bis 26. Mai die Tennis-Mannschafts-Weltmeisterschaft stattfindet.

Nach den Absagen von Titelverteidiger Kroatien, Russland und der Schweiz mit Spitzenspieler Roger Federer wird in Düsseldorf in dem
Amerikaner James Blake (Weltranglisten-4.) diesmal wohl nur ein Spieler aus den Top Ten am Start sein. Neben den USA stehen
Tschechien, Spanien, Argentinien, Belgien, Schweden und Vorjahresfinalist Deutschland als Teilnehmer fest. Wer die Wildcard
erhält und das Achterfeld komplettiert, ist laut von Arnim noch offen. Die besten Chancen haben derzeit Serbien und England.

Für das deutsche Team sind bisher nur Thomas Haas (Hamburg) und Alexander Waske (Frankfurt/Main) fest nominiert. Weitere Kandidaten sind die Davis Cup-Spieler Michael Kohlmann (Hagen), Philipp Kohlschreiber (Bamberg), Benjamin Becker (Mettlach) und Florian Mayer (Bayreuth).

http://www.dtb-tennis.de/index_15013.php

maybe we should start a petition

yoyo
04-18-2007, 11:16 AM
on the homepage
http://www.arag-world-team-cup.com/en/teamsplayers/
there are still haas and kiefer announced.

a petition is a good idea. ;)
but it depends on nicolas if he's able to play!

unfortunatly the field isn't that attractive this year anyway. no russia, no chile, no croatia, no switzerland. :sad:

JMG
04-18-2007, 03:08 PM
Winning the WTC is a rather meaningless achievement anyway in my opinion. If they don't want him, it would be good, if he played Pörtschach instead. They gave some wildcards to foreigners in the past, so it's not impossible.

kiwi10is
04-18-2007, 03:44 PM
the German press already noticed the problem

...
Die gute Seite: Das Feld der acht Mannschaften dürfte sehr ausgeglichen sein. Zu den Favoriten zählen die USA, die neben Blake mit Mardy Fish (30) antreten sowie im Doppel die Weltranglisten-Ersten Bob und Mike Bryan einsetzen. Tschechien mit Tomas Berdych (14) und Radek Stepanek (25), Spanien mit David Ferrer (16) und Nicolas Almagro (32), Argentinien mit Jose? Acasuso (36) und Agustin Calleri (33) sind ebenfalls Anwärter auf den Einzug ins Endspiel, das auch die deutsche Mannschaft erreichen möchte. Wobei bisher nur feststeht, dass Tommy Haas (11) und Doppelspezialist Alexander Waske (129) am Rolander Weg antreten. Teamchef Patrick Kühnen muss noch eine Frage klären, die zum "Problemfall" werden könnte: Gehört Nicolas Kiefer zum Team oder nicht? Seit seinem letzten Auftritt im Rochusclub im vergangenen Jahr und der anschließend in Paris erlittenen Handgelenksverletzung hat "Kiwi" kein Turnier mehr bestritten, plant aber einen Comebackversuch in den nächsten Wochen. Turnierchef von Arnim: "Nach dem Reglement kann Kiefer darauf bestehen zu spielen."...

http://www.nrz.de/nrz/nrz.lokalsport.volltext.php?kennung=on1nrzSPOSpoDu esseldorf39187&zulieferer=nrz&kategorie=SPO&rubrik=Sport&region=Duesseldorf&auftritt=NRZ&dbserver=1

Sorry no time to translate that today

I wonder how Patrik Kühnen will get out of that story. He could take Kiwi into the team and if the others are better during pratice it`s ok to let them play but at least Kiwi should get a fair chance.

Neely
04-18-2007, 03:49 PM
Winning the WTC is a rather meaningless achievement anyway in my opinion. If they don't want him, it would be good, if he played Pörtschach instead. They gave some wildcards to foreigners in the past, so it's not impossible.
Yes, I wouldn't be disappointed if he could play something else... :yeah:

kiwi10is
04-18-2007, 04:27 PM
I would be disappointed because I will be in Düsseldorf... some world class players came just to practice there during the tournament.. for example Guga and Kim Clijsters... maybe Kiwi will just be there no matter what Kühnen says... there are so many top players who need someone for practice

Yappa
04-18-2007, 05:27 PM
Turnierchef von Arnim: "Nach dem Reglement kann Kiefer darauf bestehen zu spielen."...

According to that quote "Kiefer can insist to play." How so? Because he's listed on the WTC site?

Any news regarding his start in Munich? Man, he better show up there.

kiwi10is
04-18-2007, 05:44 PM
yes... I bet he would give everything to be fit for Munich... but the acceptance list for Roland Garros is out and he signed in WITH entry protection which he didn`t do for Monte Carlo and Rome... so he is positive about playing there... at least it`s a little bit of a good sign....
No news about Munich though... apart from Rudi Berger mentioning in an interview last Friday that Kiwi called him because of the wirld card...

kiwi10is
04-19-2007, 03:26 PM
more news... he was in Hannover yesterday but went back to Donaustauf today... doesn`t sound good

http://www.nrz.de/nrz/nrz.lokalsport.volltext.php?kennung=on2nrzSPOSpoDu esseldorf39188&zulieferer=nrz&kategorie=SPO&rubrik=Sport&region=Duesseldorf&auftritt=NRZ&dbserver=1

Yappa
04-19-2007, 06:24 PM
Wegen der ATP-Weltranglistenwertung vom 20. November 2006, wo Kiefer als 48. abschloss.

Ah, he was ranked 48th at the end of november and thus 2nd placed german. That's why he has the right to play at the WTC, if he wants to.

Auf die Frage nach einem Comebackversuch verzog Kiefer gequält das Gesicht.

When asked about the possible comeback, Kiefer made a strange face. :(

kiwi10is
04-19-2007, 06:34 PM
When asked about the possible comeback, Kiefer made a strange face. :(

that depends on the way they asked him... after all this trouble that is made about World Team Cup he has a right to make a strange face I think... but more worries causes the fact that he went back to Donaustauf today :confused: well... it`s not far from Munich... let`s be optimistic

Yappa
04-19-2007, 06:41 PM
Yeah, maybe he was just annoyed by the same questions.

Well, nevertheless I am pessimistic. :(

Neely
04-20-2007, 01:38 AM
I still can't believe how bad this all turned out. If I remember just back how I felt after it happend last year. "Oh yeah, maybe he is ready for Wimbledon again." or after the first surgery "cool, I think everything is going fine now", "it's only his left hand, the right hand would have been worse" :lol: four:love already sounded different last year saying something like he hopes it's not the beginning of the end of his career. I thought this was well exaggerated and too pessimistic. We hope it's not, but this comment was more damn ugly close to the reality than I ever wanted it to be :scared:

yoyo
05-04-2007, 10:16 AM
News on the ATP Website:

Haas Leads Germans at WTC
Tommy Haas will team up with Nicolas Kiefer at the 2007 ARAG World Team Cup. Check out the teams and players for the event.


don't know if it's true, that Nicolas will play. :shrug:

kiwi10is
05-04-2007, 02:57 PM
the ATP just links to the WTC website... to an article that was written weeks ago... I guess Kiwi himself doesn`t know if he will be fit in time yet.... we just have to wait and be patient..

since Becker and Mayer showed nothing on clay this year I'd choose Waske, Kohlschreiber and Haas for singles players. With Michael Kohlmann for doubles there would be still a place left for Kiwi in the team.

kiwi10is
05-04-2007, 04:37 PM
4. Mai 2007|

SPORT EXKLUSIV
Tennis/ATP-WM : „Das deutsche Team steht für Weltklasse“
Interview: Turnierdirektor Dietloff von Arnim freut sich, dass die Gastgeber bei der ATP-WM im Rochusclub in der Favoritenrolle sind.
Turnierdirektor Dietloff von Arnim hat alle Hände voll zu tun. Foto: Laci Perenyi

Düsseldorf. Seit 2004 hält Turnierdirektor Dietloff von Arnim beim „Arag World Team Cup“ die Fäden in seiner Hand. Bei der 30. Ausspielung der Tennis-Mannschafts-WM in Düsseldorf (20. bis 26. Mai) will der Nachfolger von Horst Klosterkemper an der Spitze der Rochusclub Turnier GmbH den Zuschauern erneut ein hochklassiges Turnier bieten. Wir sprachen mit dem 47-Jährigen über die Aussichten des Gastgeber-Teams und den Stellenwert der WM im deutschen Tennis.

Herr von Arnim, die ATP hat den Termin ihres Turniers im Mai belassen. Ist das ein Vorteil für den Rochusclub?

Von Arnim: Das ist sehr schön für uns. Wir haben dafür gekämpft. Ich glaube, dass dies der bestmögliche Termin für eine Freiluftveranstaltung in Deutschland ist.

Das deutsche Team steht im Halbfinale des Daviscups. Thomas Haas & Co. dürften als Mitfavoriten in die ATP-WM starten, oder?

Von Arnim: Das sehe ich genauso. Das deutsche Team steht dank Thomas Haas und dem Doppel mit Alexander Waske und Michal Kohlmann für Weltklasse-Tennis. Die deutsche Mannschaft kann hier zurecht mit großem Selbstbewusstsein auftreten, auch wenn der Druck, gewinnen zu müssen, vor heimischer Kulisse recht groß sein dürfte.

Hat sich der Dauerverletzte Nicolas Kiefer, der laut Turniermodus ein Startrecht als deutsche Nummer zwei besitzt, eigentlich schon bei Ihnen gemeldet, um den Weg für einen anderen Einzelspieler freizumachen?

Von Arnim: Nein, bis jetzt nicht. Mehr will ich dazu nicht sagen.
„Uns wäre es aber lieber, wenn der Tennissport in Deutschland insgesamt boomen würde.“

Der Kartenvorverkauf läuft noch besser als im Vorjahr. Was unterscheidet ihr Turnier von den anderen großen in Deutschland, die Probleme haben?

Von Arnim: Wir freuen uns natürlich, dass der Arag World Team Cup so positiv angenommen wird. Uns wäre es aber lieber, wenn der Tennissport in Deutschland insgesamt boomen würde. Und das mit einem Masters in Hamburg. Dort sollen nun in den letzten vier Turniertagen auch Senioren auftreten.

Thomas Haas ist doch eigentlich ein richtiges Zugpferd?
Von Arnim: Ja, das war auch in der Vergangenheit so. Hier im Rochusclub konnten wir immer mit Thomas Haas und Nicolas Kiefer werben. Und auch ein Philipp Kohlschreiber muss auf Asche ebenfalls erst noch bezwungen werden. Mit Florian Mayer und Benjamin Becker stehen weitere Spieler bereit. Ich glaube sogar, dass sich im deutschen Tennis wieder richtig etwas tut.

JMG
05-17-2007, 05:53 PM
Some meaningless negative press about Kiwi:

Zurück zu alter Stärke

Hamburg - Alexander Waske hat neulich Fernsehen geschaut, und da ist ihm endgültig die Galle übergelaufen.

"Wir sind nicht zufrieden, dass im TV Poker gezeigt wird und Snooker, aber kaum noch Tennis", sagt der Frankfurter:
"Tennis war mal mit Fußball der beliebteste Sport in Deutschland, und das wollen wir wieder werden."
Dass der "weiße Sport" längst nur noch ein mediales Schattendasein fristet, ist für Davis-Cup-Spieler Waske ein unerträglicher Zustand.

"Das Vorurteil, dass es keine Charaktere im deutschen Tennis mehr gibt, muss beseitigt werden", sagt der studierte Wirtschaftswissenschaftler: "Es stimmt nämlich nicht."
In der größten Not haben sich die deutschen Profis nun darauf besonnen, ihre Interessen gemeinsam zu vertreten, und den Verein "Tennis Germany" gegründet.
Nach dem Vorbild der Franzosen und Spanier, die bereits seit Jahren eng zusammenarbeiten.

Waske kam nach Gesprächen mit seinem französischen Mannschaftskollegen Jean-Francois Bachelot beim Bundesligisten Blau-Weiß Halle zu dem Entschluss, das französische Modell auf Deutschland zu übertragen.
In seinem Davis-Cup-Doppelpartner Michael Kohlmann sowie Ex-Profi Bernd Karbacher fand er sogleich engagierte Mitstreiter.
Aktuelle, Ehemalige und Nachwuchsprofis sollen gemeinsam dem Verein angehören, der Kontakte zu Wirtschaft und Medien pflegen, mit einer eigenen Website Imagewerbung betreiben und Juniorenspieler mit "Patenschaften" unterstützen will.
Für "Meet- and Greet"-Termine wollen die Profis auf Turnieren zudem zur Verfügung stehen, sich öffnen gegenüber Fans und Werbepartnern. Hehre Ideen allesamt, die seit Jahren überfällig sind. weiter Sprachrohr der Profis
"Wir sind sehr froh, dass sich die Spieler nun selbst in die Verantwortung nehmen", sagt Klaus Eberhard, der Sportdirektor des Deutschen Tennis Bundes (DTB): "Es ist auch gut für uns, dass wir jetzt einen Ansprechpartner haben, ein Sprachrohr der Profis."
Waske, Kohlmann und Karbacher sind der gleichberechtigte Vorstand, wobei auch in Zukunft immer zwei Aktive und ein Ehemaliger die Geschicke der Vereinigung lenken sollen.

Prominente Unterstützung
Die Liste der Mitglieder ist jedenfalls schon mal beeindruckend. Bei den Ex-Profis mischt unter anderem Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen mit.
Michael Stich und Boris Becker fehlen noch, aber Waske und Kohlmann wollen beiden in dieser Woche in Hamburg ihr Konzept vorstellen und sind optimistisch, sie ins Boot zu holen.
Angeführt von Tommy Haas sind auch alle aktuellen Profis dabei.

Kiefer weigert sich
Bis auf einen: Nicolas Kiefer. Der langzeitverletzte Niedersachse hat auf Anrufe seiner engagierten Kollegen bislang ablehnend reagiert und damit wieder einmal seinen Ruf als großer Individualist bestätigt.
Aber vielleicht will er ja auch erstmal nur ganz gesund werden. Vielleicht.

Erste Erfolge
Waske jedenfalls durfte Sonntagabend in der Sportsendung des NDR-Fernsehens auftreten und seine den Tennisfans seit langem bekannte Lebensgeschichte mit Bankausbildung und Collegestudium in den USA erzählen.
Schon mal ein Erfolg. Dass der TV-Redakteur aber noch nicht ganz der Quotenkraft des Doppelspezialisten vertraut, wurde durch die Einblendung

kiwi10is
05-19-2007, 09:02 AM
Kiwi said in Hamburg that he is 100 % busy with his injury and he doesn`t want to think of anything else but this right now. If he is fit again and can play on the tour he will take part in this Tennis Germany thing but right now he has other things on his mind.... That`s what he said. And who can blame him for this??

knight_ley
05-19-2007, 04:27 PM
Someone call me when he decides to play again :lol: my heart cannot take anymore of this back and forth....

Yappa
05-20-2007, 01:51 AM
Erste Erfolge
Waske jedenfalls durfte Sonntagabend in der Sportsendung des NDR-Fernsehens auftreten und seine den Tennisfans seit langem bekannte Lebensgeschichte mit Bankausbildung und Collegestudium in den USA erzählen.
Schon mal ein Erfolg. Dass der TV-Redakteur aber noch nicht ganz der Quotenkraft des Doppelspezialisten vertraut, wurde durch die Einblendung


Do you have a link, so that I can read the rest of that article?

JMG
05-20-2007, 09:35 AM
http://www.sport1.de/de/sport/artikel_1243308.html

One line was missing. ;)

kiwi10is
06-03-2007, 01:45 PM
Eurosport.de just released this :)
Kiefer vor Comeback bei Rasenturnier in Halle
So 03 Jun, 14:34 Uhr

Kiefer vor Comeback bei Rasenturnier in Halle
Bild vergrößern

Halle (dpa) - Nicolas Kiefer hat nach einjähriger Verletzungspause sein Comeback für das in einer Woche beginnende Rasenturnier in Halle angekündigt. «Ich kann den Augenblick kaum noch erwarten. Es kribbelt», sagte der 29 Jahre alte Tennisprofi aus Hannover.

Bereits am 4. Juni will er ins ostwestfälische Halle reisen und sich dort auf die Rückkehr auf die ATP-Tour vorbereiten. «Da ist auch viel Nervosität im Spiel», sagte der frühere Top-Ten-Spieler. «Nach der langen Abwesenheit weiß ich nicht, wo ich stehe.» Vor einem Jahr hatte sich Kiefer bei den French Open in seinem Zweitrunden-Match gegen den Franzosen Marc Gicquel bei einem Sturz gegen den Netzpfosten am Handgelenk verletzt.

Nach zwei Operationen und einigen abgebrochenen Comeback-Versuchen soll die Leidenszeit bei der Wimbledon-Generalprobe zu Ende sein. «Er hat eine schwere Zeit hinter sich. Wir drücken ihm alle die Daumen, dass er zu alter Stärke zurückfindet», sagte Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen. Die Veranstaltung in Halle bezeichnet Kiefer als eines seiner Lieblingsturniere. «Halle ist ein Stück Heimat. Ein Turnier, das mir ans Herz gewachsen ist», sagte der 29-Jährige. Die unfreiwillig lange Pause habe ihm auch gut getan. «Der Akku ist wieder richtig voll.»

In Abwesenheit von Kiefer und des ebenfalls verletzten Thomas Haas verpasste die zweite deutsche Garde bei den diesjährigen French Open die große Chance, aus dem Schatten der beiden Alphatiere des deutschen Tennis zu treten. Keiner der drei deutschen Starter ist in der zweiten Woche des Grand-Slam-Turniers noch dabei. Florian Mayer (Bayreuth) und Benjamin Becker (Mettlach) scheiterten bereits in ihren Auftaktspielen, Philipp Kohlschreiber (Augsburg) in Runde zwei.

Doch Kiefer weist die Rolle als Hoffnungsträger weit von sich. «Meine Erwartungshaltung ist erst mal bei Null. Ich will einen Punkt, ein Spiel, einen Satz, ein Match gewinnen - alles Schritt für Schritt. Ich muss mir viel Zeit lassen.» Zudem wolle er auf dem Platz gelassener werden. «Ich will Tennis nicht mehr so viel arbeiten, sondern mehr genießen», sagte er. An eine Rückkehr ins deutsche Daviscup-Team, das im September im Halbfinale in Russland ausgerechnet auf dem ungeliebten Sand antreten muss, denkt Kiefer derzeit noch nicht. «Die Jungs haben zuletzt gut gespielt. Was ich beitragen kann, wird man sehen», sagte Kiefer.

http://de.eurosport.yahoo.com/070603/27/cdh2.html

He will practice in Halle from Monday on!!!!

Yappa
06-03-2007, 05:40 PM
Can't wait. :D

Are the grass courts already ready for him to practice on them?

kiwi10is
06-03-2007, 06:03 PM
all courts exept the center court are ready all year long (not in winter though). They just have to draw the lines on them. And if Kiwi wants a court they will get one ready for him. They love him in Halle... they do everything to help. But I think not only Kiwi wants to practice there. Just think of all the players who already lost in Paris. Blake, Berdych, Becker, Kohlschreiber... I am sure all courts are ready now.

TommyB.
06-03-2007, 08:32 PM
Great news...finally! :)

kiwi10is
06-03-2007, 09:37 PM
I translated the complete interview that was mentioned in the above article:

Interview with Nicolas Kiefer:

Halle is my favourite tournament. Halle is a part of my home

Hannover/HalleWestfalen. Nicolas Kiefer (29) is together with Tommy Haas the most successful German tennisplayer over the last years. He injured his wrist at the 2006 French Open. After being injured for 1 year Nicolas Kiefer wants to celebrate his comeback at the Gerry Weber Open.



? Mr Kiefer, how do you feel so close before your comeback.

NicolasKiefer: I cannot wait for the moment to come. It`s prickling. And this feeling keeps growing. I am so much looking forward to the atmosphere, the stadium and my fans. Of course nervousness is also part of it. After one year I am questioning myself where do I stand?

? What makes Halle so special for your comeback.

Kiefer: Halle is my favourite tournament. Halle is a part of my home. Halle is gras, my favourite surface. And the close contact to the Weber family makes this tournament even more special



? Did this year of injury change your attitude towards tennis.

Kiefer: Tennis is and will be my dreamjob. I cannot think of anything better. This also includes my secret love for soccer! Friends say I became more relaxed. That`s something others can tell better than me. I am happy about every second I can be on the court. I don`t wanna work tennis but enjoy it now.

? Which goals did you set? Is it possible to get back into top 10.

Kiefer: My next goal is to read my name on the schedule for this tournament. After that winning a point, a game, a set, a match. I will take my time and go step by step

? Do you hope for a comeback into the Davis Cup Team.

Kiefer: The guys played very well lately. We'll see how much I can give for the team. In the end it`s up to Patrick Kühnen and the achievements of all players. It`s the same as for the national soccer team.



? Who helped most during the last year? Where there moments when you thought about a possible end of your career.

Kiefer: Of course my family, my friends and my team. We all had a close contact. When I was depressed they built me up again. Also talking to the soccerplayers Mario Gomez, Per Mertesacker or MiroKlose who I met in Donaustauf helped a lot. I never thought about ending my career. I feel too young and too ambitious.

? With which other players did you keep the contact.

Kiefer: Only very few. But that's normal. Of course I had some contact to the DavisCup-Team. But the break was also good. I have been on tour for 9 years. Now the battery is full again, and I am looking forward to travelling, tournaments and other players again.

? How much tennis did you see while being injured.

Kiefer: To be honest I didn`t see much tennis. Of course I saw the Davis Cup. But apart from that? Oh yes I read that Andre Agassi hit Steffi during a showmatch. I always said: Never play mixed. Especially not with your family.

Eden
06-04-2007, 10:01 AM
I really hope that Kiwi is able to play in Halle. Looking forward to see him there :)

knight_ley
06-04-2007, 06:13 PM
:hearts: English interview :hearts:

kiwi10is
06-05-2007, 08:53 PM
neues Interview + photos

http://www.sportbild.de/sportbild/generated/article/tennis/2007/06/05/6381500000.html

Yappa
06-06-2007, 02:25 AM
Vielleicht kann ich im September gegen Moskau ja sogar helfen. Ich brauche zwar Zeit, um wieder meinen Rhythmus zu finden. Aber ich bin ein Kämpfer.
It's nice, that he's thinking about the DC. He says that maybe he might even be able to help out in Moscow. Maybe he means by being with them and cheering them on.
The only chance for him to actually play for the DC this year, would be if the german team pulled off the upset against Russia and played against the USA on HC. But first of all he needs to have his comeback, doesn't matter if the first few weeks aren't that successful. He just needs to stay healthy.

kiwi10is
06-06-2007, 03:19 PM
Tommy Haas just withdrew from Halle and Wimbledon! He already had 2 surgeries on his shoulder and it seems to be serious again. So if Tommy is not fit they might ask Kiwi again... But it's still a lot of time until September.

Yappa
06-06-2007, 04:36 PM
Kiefer had better results on clay these past years anyways, but I really don't want to think about it. Hopefully Haas will be back for the HC season. Just when we were about to have two top players again.

knight_ley
06-12-2007, 04:03 AM
An interview from today's match.

Q: How did it feel?
KIEFER: There were things which just have to get back into routine. It started with general things, rituals like wrapping the grip the drinks. It was a nice feeling though, to warm up normally, play some football before the match. That was exciting. I noticed the excitement was back. I have to admit that I was a bit more nervous than usually. And I really felt some tears in my eyes when I went on the court because I did not know what to expect. I had hoped to have a good start which I succeeded in quite alright. All in all, it is a good feeling to be back. But I have to say frankly that I am disappointed to have lost.

Q: How difficult was the sliding? Was the court wet?
KIEFER: Yes, but that was the case for both of us. It was nothing to do with that. In practice I felt quite good, but practice and match is not the same thing. I realized that I still need a few matches to get back into it. Sometimes I was late to get to the ball. These are things, which will have to come back with the routine.

Q: Were you surprised that how well things went? Did you expect to have all your strokes?
KIEFER: You never forget these things. It’s just about getting back into the different rhythms. Sometimes I didn’t get to the ball early enough. Of course, serve and ground strokes are not yet the way they are supposed to be. In practice it is okay but also in practice I feel that I have phases, in which things don’t work. But that is normal after you didn’t play for one year. I have to get back into rhythm. I was ready to take on the challenge and had my chances to beat him. So, I am a bit disappointed, I did not make it.

Q: you said before that you just intend to enjoy a bit, to see how things go, but it doesn’t really work that way because you want to win?
KIEFER: Yes, the ambition is there. It was fund to play and have the support of the fans. That really gave me a kick. It is difficult to find a balance between enjoying and the ambition top win. There were a lot of close balls. To find the balance not to overpower, these things come back with time.

Q: Apart from the physical aspect, is it easier for you at this age to deal with the injury pause than at a younger stage in your career, with the experience now?
KIEFER: As one could see, you don’t forget things. But I can practice as much as I want, in the end things have to work in the matches. That wasn’t the case today. I am glad I am still playing doubles with Andrei, so I have more opportunities to play in match situations. But I think that it is easier than a few years ago.

Q: But are there some doubts left that you have to catch up with the field which went ahead?
KIEFER: No, I don’t put myself under any pressure at all. I know that I know how to play tennis. It’s just a question of time to get used to the tennis circus, the routine. Of course, I would have preferred to win. Next week I have an exhibition where I will play 3 matches. That will help.

Q: Are you pain-free?
KIEFER: Yes, everything is perfect, no pain. Actually that is the biggest victory to have overcome that difficult time.

Q: And the doctors did not say that there might me some uneasiness or pain sometimes?
KIEFER: No, nothing, fortunately everything is perfect.

Q: Can you think of Wimbledon after such a long time. What are your expectations?
KIEFER: I would have preferred to answer that question later, but now I lost singles. So, of course I have Wimbledon on my mind now. But now I am here and will play doubles, will try and work on some things to get back into the game as fast as possible. Next week I will play a few matches in England. Of course, it will be difficult to play a Grand Slam immediately. But physically I feel great. I’ll just have to try and play my game.

Q: For sure there were some nice moments last year. Were you ever tempted to say that a life without professional tennis might be attractive?
KIEFER: There were positive things, for sure, but I’ve been on the Tour since 95. It is the only thing I ever did. I travelled the world with my bags, from hotel to hotel, played tournaments and tried to get the best out of my body. When I was home during that 1 year ,it wasn’t easy. I had to get used to a normal day-to-day life. But I managed to that quite well, however I would prefer to get used to that later than sooner.

Q: So, you can’t understand someone like Kim Clijsters, who at the age of 23 said that it is too much for her and that she will quit?
KIEFER: She is a woman, wants to get married and have children. I don’t have that problem (laughs).

source:: http://www.tennisnews.com/exclusive.php?pID=20653

Yappa
06-12-2007, 01:54 PM
Thx for the interview. :)


Next week I will play a few matches in England. Of course, it will be difficult to play a Grand Slam immediately. But physically I feel great. I’ll just have to try and play my game.

So he'll play the Boodles Exhibition, as planned. Too bad that nobody is broadcasting it.


Q: So, you can’t understand someone like Kim Clijsters, who at the age of 23 said that it is too much for her and that she will quit?
KIEFER: She is a woman, wants to get married and have children. I don’t have that problem (laughs).


:lol:

kiwifan80
06-12-2007, 06:04 PM
Funny interview, Thanx for posting it :) lol

kiwi10is
08-26-2007, 02:51 PM
Today's Eurosport interview

Q: how satisfied are you with your comeback so far?

Kiwi: I didn`t expect to be this good after 2 months. I was gone for 1 year. I played real good matches again and won against strong opponents. But still there is a lot of work ahead.

Q: What's still missing?

Kiwi: I cannot expect things to be the way they were after such a short time. I will take another half or whole year. I need more match experience. A lot of things in practice are much better than a few weeks ago but I need more finetuning. Sometimes for example I stand not good to the ball. That`s what I have to improve. Even if there will be some lows the way goes slowly upwards only that counts

Q: Do you have to try to slow down your own exspectations after having played so well against the top players?

Kiwi: I am an ambitious sportsman and push myself. But I have to force myself into staying calm and give myself the time that I need. This was the success I had last year that I stayed calm. Ofcourse I want to be back at the top but the situation is difficult because I am not seeded at tournaments. I had this luxury before but now I have to fight myself through it. That' s the big challenge.

Q: This is the same for US Open. In 2nd round you could already meet Nikolay Davydenko, the 4th in the ranking.

Kiwi: I cannot look some rounds ahead at a grand slam anymore. I have to take it opponent after opponent and for now it's Vince Spadea. His statistik speaks for him but the matches were always close. He is an uncomfortable opponent for me because he is playing like I do. Sometimes he seems to be a bit unmotivated but suddenly he is focused again. This shouldn't interest me at all, I want to play my game.

Q: What speaks for you?

Kiwi: I can say for sure that nobody can beat me in fitness. I am sure that none of the 127 other players in New York likes to play against me because they know that I am fighting for every ball. They don`t like that and that`s my bonus. It is difficult to beat me and I can say that because I know how I practiced. I can count on my body 100 %

Q: You were always known as fit. Did you increase your fitnesstraining?

Kiwi: Usually at tournaments I want to have some peace after the matches but now I did some more practice after the matches. You learn a lot with age. I spend less time on the court but do more for my body now. Since my injury I know that I have to rethink. I learned from Andre Agassi

Q: How?

Kiwi: With growing age he focused more and more to his fitness and was successful with it. During my break I saw a lot of his matches. He is playing like I do, agressive with a lot of risk. We talked on phone a few times and he gave me confidence and told me not to give up. I hope to meet him here in New York, that would be nice.

Q: Last year you came to New York and commentated his last matches...

Kiwi: Yes, that was strange, when I stood on Center court for the first time on Thursday and practiced with Roger. One year ago I sad somewhere on top in a commentator box and talked about how to move best. Now I am back here again. Even though I realised that I am not made for talking 3 hours without break it was a great experience to change the perspective. you get to know the surroundings on a different way.

Q: You had some experiences here, for example a drive in a police car through Manhattan. It's not as exciting for a player...

Kiwi: (smiles) It's more relaxed. But Flushing Meadows kicks every player, you feel the prickling. This is the Grand Slam with the most action. You know if you go out and fight for every ball the audience will be with you. No matter against who you are playing. The US Open have this very special athmosphere nobody can top this. I already feel that I am getting excited. I have been practicing here since Monday and it should start now.

Q: You parcticed nearly always with topplayers like Andy Roddick, Novac Djokovic and Roger Federer. Did you learn something from them?

Kiwi: I wanted to know where I stand. Roger said: "When you are playing like this it doesn't count where you are in the ranking. You will be back at the top soon again" that sounds good but only the scores count. But I don`t want to put any pressure on myself I did this mistake before.

Q: Did you set yourself goals?

Kiwi: I am practicing because I want to reach something and I know that there is still a lot possible. That's why I work hard every day. If I wouldn`t have goals I would do something else. I have nothing to lose I can only win here. No matter how it looks I will fight. I know that I can beat the opponen. I only have to get back into routine everyting else will come

kiwi10is
10-01-2007, 05:22 PM
an article about the Mumbai tournament http://www.hindu.com/2007/09/23/stories/2007092356421600.htm

Neely
10-01-2007, 09:56 PM
an article about the Mumbai tournament http://www.hindu.com/2007/09/23/stories/2007092356421600.htm
Thanks for posting it :yeah:

the 30-year-old German said that No. 69 in bold print on his black cap is not his favourite, but the reverse number of the football club ‘Hannover 96’, the non-Bundesliga Club he has been supporting for many years.
what do they mean with non-Bundesliga Club?
Probably they they mean that Kiwi already supported them when they were not yet first Bundesliga? but it is still a bit confusing...

kiwi10is
11-10-2007, 07:04 PM
for all Germans: Kiwi on TV Sunday 11th Nov. 10:45 pm SWR BW!!! hope they will not question him about the betting and poisoning

Tennisqueen
11-10-2007, 11:31 PM
Can somebody record it and put it online like the "starquiz"? Can't get the channel...

kiwi10is
11-11-2007, 08:06 AM
Can somebody record it and put it online like the "starquiz"? Can't get the channel...

I think they will have video on demand on their website http://www.swr.de/sport-im-dritten/-/id=233314/250k4z/index.html

Neely
11-11-2007, 01:34 PM
for all Germans: Kiwi on TV Sunday 11th Nov. 10:45 pm SWR BW!!! hope they will not question him about the betting and poisoning
Thanks for the notice :yeah:

kiwi10is
11-12-2007, 04:33 PM
here is the video from SWR http://www.swr.de/sport-im-dritten/-/id=233314/did=2676960/pv=video/gp1=2805730/nid=233314/18502jn/index.html

Tennisqueen
11-13-2007, 04:05 PM
Thanks!

Yappa
11-19-2007, 11:34 PM
Nicolas Kiefer is Comeback King

Still in the infancy of his comeback from a 12-month injury layoff, Nicolas Kiefer is somewhat nervous as he enters the locker room of the All England Lawn Tennis Club. Suddenly he feels a hand on his shoulder and hears a voice: "Good to have you back." Kiefer turns around to see Roger Federer smiling back at him. The world No. 1 had followed the German's return at the Gerry Weber Open in Halle two weeks earlier, when Kiefer surprised everybody with an impressive first-round performance against eventual champion, Czech Tomas Berdych.

:yeah:

Read more on:
http://www.atptennis.com/5/en/deuce/november2007/kiefer.asp

knight_ley
11-20-2007, 02:48 AM
Great article! Thanks so much!

kiwi10is
01-06-2008, 12:05 PM
Kiwi asked Tommy Haas to play doubles in Beijing
http://www.ftd.de/sport/tennis/news/:Kiefer%20Olympia%20Doppel%20Haas/299665.html

JMG
01-06-2008, 12:31 PM
lol That would be great. But based on the rankings I doubt Germany gets a second spot for doubles. Maybe Haas/Kiefer would be the only team that has a chance for a wildcard. I guess Kohlmann/Waske get the first spot?

Neely
01-06-2008, 04:36 PM
Thanks for the info, I couldn't follow many things lately, so I also didn't get these funny news!! But would be cool if Kiwi was part of the doubles action again in the Olympics.

Yappa
01-06-2008, 08:46 PM
I think Waske/Kohlmann would only be able to play if either one of both players had a top 10 doubles ranking (very unlikely) or thanks to a WC.
Kiefer and Haas could play doubles without the need of a WC AFAIK, as long as they're in the top 48 players of the singles ranking. At least that's how it was 4 years ago, I think?

Eden
01-09-2008, 07:49 PM
There was an interview with Kiwi in the German media. I thought to post it and also tried to translate it as best as possible for all the non German speakers here ;)


WR-Interview mit Nicolas Kiefer
"Jeder Tag auf dem Platz ein Geschenk"
Tennis, 08.01.2008
Von Jörg Allmeroth

Melbourne. Nicolas Kiefer (30) ist einer der erfahrensten deutschen Tennisprofis. Nach schwerer Handgelenksverletzung und langer Pause steht er wieder unter den Top 50. Seine beste Weltranglisten-Platzierung war 2000 Rang 4. Am Montag beginnen in Melbourne die Australian Open.

Herr Kiefer, freuen Sie sich auf die Tennissaison?

Nicolas Kiefer: „Ich empfinde jetzt jeden Tag, den ich auf dem Platz stehe, als Geschenk. Ich bin dankbar, dass ich meine Karriere fortsetzen darf. Wenn alles dumm gelaufen wäre mit dem Handgelenk, hätte jetzt schon Feierabend sein können.”

Gab es Ängste, den Anschluss verpasst zu haben?

„15 Monate sind eine kleine Ewigkeit. Wenn du dann wieder anfängst, geht es wirklich bei Null los. Alle sind voll im Saft, voll im Geschäft drin - und du musst wieder Gehversuche wie ein Kind machen. Aber ich habe mir einfach vorgebetet: Du hast die Kraft und das Talent.”

Können Sie ihr Profileben jetzt noch einmal so richtig genießen?

„Ich werde bestimmt nicht mehr über das Leben auf der Tour jammern, denn man muss sagen: Wir haben einen geilen Job. In den letzten Wochen war ich in Thailand, in Katar, nun in Australien - wer hat das schon?”

Sie gehören mit Tommy Haas und Rainer Schüttler nun zur älteren Tennis-Generation. Spüren sie dieses Alter auch in den Knochen?

„Wir drei sind ja nun noch längst keine Rentnerband, beileibe nicht. Wir haben sicher noch klare und anspruchsvolle Ziele, sind nicht einfach nur so dabei im Wanderzirkus. Ich arbeite intensiver als je zuvor im Training, absolviere mein Programm so gezielt, dass ich körperlich voll mithalten kann.”

Was haben Sie sich für 2008 vorgenommen?

„Ich würde gerne noch mal in die engere Weltspitze aufrücken, unter die Top 20. Mein Motto bleibt: Zufriedenheit ist Stillstand.”

Trauen Sie sich eine Olympia-Teilnahme zu?

„Die größten Chancen, in Peking etwas zu erreichen, gibt es im Doppel. Ich will gerne mit Tommy Haas antreten, wir haben schon darüber gesprochen und werden uns in Melbourne noch mal zusammensetzen.”

Aber Haas und Sie gelten nicht gerade als dickste Freunde...

„Ich sehe da keine Probleme. Und keine Berührungsängste. Sportlich wäre es die stärkste Lösung. Wir könnten richtig angreifen in dem olympischen Turnier.”

Und was wird aus Ihrer Rückkehr ins Daviscup-Team?

„Ich muss da genau so warten wie die anderen Spieler. Patrik Kühnen will ja noch Melbourne abwarten, bevor er das Team nominiert. Ich dachte eigentlich, dass er schon eine Mannschaft stehen hätte. So ist es für mich schwer, die Turniere im Februar zu planen.”

Dass in Braunschweig auf einem Sandplatz gegen Südkorea gespielt wird, dürfte Sie nicht freuen...

„Die Entscheidung ist für mich unverständlich. Patrik hat mir das zu erklären versucht, aber ich kann es nicht recht nachvollziehen, dass wir uns von den Schwächen des Gegners abhängig machen. Ob nun Benni Becker, Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer oder ich nominiert werden: Wir kämen alle besser auf einem Hartplatz zurecht. Mit diesem Herüberschielen, was der Gegner mag und nicht, sind wir ja schon mal reingefallen, gegen Weißrussland in Sundern.”

Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/tennis/2008/1/8/news-15005330/detail.html

*********************

„Every day on the court is a present“
by Jörg Allmeroth

Melbourne. Nicolas Kiefer (30) is one of the most experienced German professional tennis players. After a serious wrist injury and a long break he is back among the Top 50 players. His best ranking results has been no. 4 in 2000.

Mr. Kiefer, are you looking forward to the tennisseason?

I see every day when I’m on the court as a present. I’m grateful that I can continue my career. When my wrist injury had go awry everything could have been over for me.

Were you afraid to catch up with the other players?

15 months are a little eternity. You start from 0. Everyone is fully fit and into the game and you have to make babysteps. But I always told myself: You have the strength and the talent.

Can you enjoy your life on the tour right now again?

I won’t moan about the life on the tour and can just say that we are having a fantastic job. In the last weeks I have been to Thailand, Qatar and now Australia – who else has something like this?

Together with Tommy Haas and Rainer Schüttler you are belonging to the older tennis generation among the players. Do you feel like your age in your bones?

We are no senior citizen band and still have clear and demanding aims. I’m working harder than ever in the training and do my program so targeted to be able to fully compete physically.

What are your aims for 2008?

I would like to get back closer to the top players among the Top 20. My motto is: Contentedness is standstill.

What do you say about a participation of the Olympic Games?

The best chances to achieve something in Beijing are in the doubles. I would like to play together with Tommy Haas. We already talked about it and are going to speak about it again in Melbourne.

But you and Haas are don’t considered as best friends.

I don’t see any problems there and no fears of contacts. It would be the best solution in sporting terms. We could really try to achieve something in the Olympic tournament.

What’s about your return to the Daviscup team?

I have to wait just like the other players. Patrik Kühnen will nominate the team after Melbourne. I actually thought he would already have the team. It’s been a bit different to plan the tournaments in February.

You won’t be delighted that the encounter against South Korea is being played on clay in Braunschweig...

This decision is incomprehensible for me. Patrik tried to explain it to me, but I can’t understand it why he have to make conditional on the weaknesses of our opponents. Whether Benni Becker, Phillip Kohlschreiber, Florian Mayer or me get nominated: We all would do better on a hard court. With this peer to have a look what the opponent likes or not we already failed against Belarus in Sundern.

kiwi10is
01-10-2008, 04:06 PM
Kiwi will play a showmatch against Blake in Kooyong tomorrow!!

zveeen
01-10-2008, 09:10 PM
good luck Kiwi :)

Eden
01-14-2008, 04:14 PM
Australian Open - Kiefer: "Das Kribbeln ist wieder da"
Eurosport - Mo 14.Jan.

Im ersten Teil des Exklusiv-Interviews mit eurosport.yahoo.de spricht Nicolas Kiefer über gute Omen und große Ziele bei den Australian Open. An "Down Under" hat der 30-Jährige beste Erinnerungen. 2006 kämpfte er sich bis ins Halbfinale vor und schaffte den bisher größten Erfolg seiner Karriere.

Ihren Aberglauben haben Sie immer noch nicht abgelegt. Sie wohnen wieder im selben Hotel wie 2006. Auch im selben Zimmer?

Nicolas Kiefer: (lacht) Das ist geheim. Aber im Ernst, allein durch Aberglaube gewinnt man auch keine Matches. Ob es das gleiche Zimmer, die gleiche Dusche, das gleiche Essen ist, das hilft ja nicht wirklich. Ich wohne dort, weil es einfach schön ruhig ist. In den anderen Spielerhotels ist es wie im Zoo.

Dass Sie hier 2006 gegen Juan Carlos Ferrero gespielt und gewonnen haben und jetzt wieder, ist dann also ein gutes Zeichen?

Kiefer: Es hätte sicher schlimmer kommen können, aber es ist schon ein schweres Los für die erste Runde. Ich habe in den letzten Jahren hier immer sehr unangenehme Gegner zum Auftakt gehabt. Aber das ist ja der Grund, warum ich so hart arbeite: Ich will wieder in die Position kommen, dass ich gesetzt bin und in Runde eins gar nicht auf einen so starken Gegner treffe. Aber es ist natürlich ein gutes Gefühl, zu wissen, dass ich ihn zuletzt geschlagen habe. Und mein Vorteil ist, dass ich frisch in das Turnier reingehe. Obwohl ihm das Finale von Auckland vermutlich Selbstvertrauen gegeben hat.

Und wie vor zwei Jahren haben Sie wieder eine Fußverletzung. Ein gutes Omen oder doch ein Handicap?

Kiefer: Am liebsten hätte ich natürlich nichts. Der Fuß wird zwar besser, aber ich gehe davon aus, dass ich es am Dienstag noch merke. Aber es wird nicht so schlimm sein wie im letzten Jahr, als ich die ganze Zeit nur Schmerzmittel nehmen musste. Sicherlich ein paar Tabletten, denn ganz ohne wird es nicht gehen. Aber es ist ein Grand-Slam-Turnier und dafür habe ich in Doha nicht weitergespielt, um nichts zu riskieren. Melbourne ist einfach viel wichtiger.

Was ist Ihnen von Ihrem letzten Auftritt hier noch in Erinnerung geblieben?

Kiefer: Die ganze Atmosphäre werde ich nie vergessen. Das war super, vor allem die Unterstützung der Fans und der ganze Hype drum herum. Das hat schon riesig Spaß gemacht. In der ersten Runde musste ich dann ausgerechnet gegen Paradorn Srichaphan ran, mit dem ich in Thailand die Saisonvorbereitung gemacht hatte. Ich musste sogar einen Matchball abwehren. Aber das Entscheidende ist, dass ich mich durchgekämpft habe, egal was passierte. Das bleibt hängen. Und das Kribbeln, diese innere Unruhe, ist auf jeden Fall schon wieder da.

Da spielten Sie auf dem vielleicht besten Niveau Ihrer Karriere, dann kam die einjährige Zwangspause und Sie spielten sich danach sofort wieder unter die Top 50. Sind Sie wieder so stark wie Anfang 2006?

Kiefer: Ich kann das, was 2006 war, nicht mit dem vergleichen, was jetzt ist. Ich muss von dem ausgehen, wo ich jetzt stehe und ich mache mir da absolut keinen Stress. Ich hatte ein bisschen wenig Matchpraxis und ich weiß jetzt schon, dass sicher am Dienstag nicht alles so rund laufen wird. Ich merke auch, dass mir die ein, zwei Wochen jetzt fehlen, als ich in Thailand verletzt war. Ich konnte nicht im vollen Umfang trainieren. Aber manchmal ist ja weniger mehr. Vielleicht war das gar nicht schlecht. Und bei Best-of-five-Matches kann viel passieren, da hat man alle Möglichkeiten.

Australian Open - Kiefer exklusiv: "Kann Federer schlagen"
Eurosport - Mo 14.Jan.

Im zweiten Teil des Exklusiv-Interviews mit eurosport.yahoo.de spricht Nicolas Kiefer vor den Australian Open über die kleinen Bürden des Älterwerdens und überraschenderweise auch über seine Zukunft als Fußball-Trainer.

Sie haben verletungsbedingt eine einjährige Zwangspause hinter sich und greifen jetzt wieder an. Haben Sie sich verändert?

Kiefer: Ich bin sicher etwas ruhiger und entspannter geworden. Aber eigentlich hat sich nur eines verändert: Ich muss keinem mehr etwas beweisen. Nur ich mir selber. Mein Ziel ist, konstant zu spielen, und ich will herauszufinden, ob ich aus meinem Körper noch so viel rausholen kann, dass ich bei einem großen Turnier richtig mitmischen kann. Ich traue mir das auf jeden Fall zu und ich glaube noch immer daran. Dafür trainiere ich so hart.

Haben Sie heute mehr Angst vor Verletzungen?

Kiefer: Ich habe gelernt, dass ich mir keine größere Verletzung mehr leisten darf. Ich bin jetzt 30 Jahre alt und der Heilungsprozess geht langsamer, irgendwann ist dann Schluss. Da muss ich einfach noch mehr auf meinen Körper achten.

Dauert es jetzt länger, bis Sie sich von Verletzungen ganz erholen?

Kiefer: Ja, ich habe das immer unterschätzt. Und allein schon, dass einem morgens kurz nach dem Aufstehen ganz schön die Knochen weh tun, bis man so richtig in Gang kommt. Früher, als ich noch beim Davis Cup mit Becker und Stich gespielt habe, da waren die auch gerade so um die 30. Wenn wir trainiert haben, sagten die am nächsten Tag: "Wir müssen jetzt mal ruhiger machen, heute geht gar nichts mehr." Da habe ich natürlich mit meinen 20 Jahren gelacht und gedacht: "Das kann doch nicht sein". Jetzt kann man wohl über mich lachen, aber so ist das eben.

Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus?

Kiefer: Ich werde 2008 Prioritäten setzen und nur noch die wichtigen Turniere spielen. In den Pausen will ich mich dann körperlich und spielerisch weiterentwickeln. Denn wenn ich mal nicht mehr so heiß bin, dann bin ich nicht mehr hundertprozentig dabei und kann dann mit den Topspielern nicht mehr mithalten. Stillstand ist Gift. Auch hier in Melbourne. Ich muss mein Spiel machen, aggressiv spielen, Fehler in Kauf nehmen. Die Beine müssen brennen, die müssen glühen. Dann geht noch was.

Auch im möglichen Viertelfinalduell mit Federer?

Kiefer: Soweit denke ich nicht, obwohl ich mit ihm natürlich noch eine Rechnung offen habe. Roger legt immer noch einen drauf. Dafür steht er zu Recht oben. Die meisten haben vorher schon verloren, weil sie die Hosen voll haben. Wenn ich gegen ihn spiele, sage ich mir, dass ich ihn schlagen kann. Sonst müsste ich gar nicht auf den Platz gehen. Sobald der Ball im Spiel ist, gibt es kaum einen Unterschied. Für beide sind die Chancen da. Aber bei den wichtigen Bällen spielt er halt unglaublich präzise. Das muss man akzeptieren. Nur fühlt es sich eben besonders gut an, gegen ihn zu gewinnen. Bei mir ist das Gefühl leider schon länger her.

Ein gutes Gefühl gäbe Ihnen sicher auch eine Goldmedaille in Peking, auf die sie so hoffen. Wäre die sogar besser als der Davis-Cup-Sieg?

Kiefer: Am liebsten wäre mir natürlich beides. In Athen waren wir kurz davor, Silber habe ich jetzt schon. Eine andere Farbe wäre auch schön, aber Medaille ist Medaille. Das wird aber schwer und ich wäre froh, überhaupt in Peking dabei zu sein.

Und wollen Sie dann tatsächlich auch mit Tommy Haas Doppel spielen?

Kiefer: Wir sind die beiden besten Spieler und würden mit Sicherheit auch im Doppel eine Waffe darstellen. Wir spielen beide gut von der Grundlinie und am Netz und wir haben früher oft zusammen gespielt, als wir angefangen haben. Danach haben wir uns mehr auf das Einzel konzentriert, weil beide Wettbewerbe doch Kraft kosten. Ich hatte mit Tommy in Paris-Bercy schon mal gesprochen Wenn es passt, werden wir im Sommer hoffentlich das ein oder andere Mal noch zusammen bei einem Turnier spielen.

Warum bedeutet Ihnen die Teilnahme so viel?

Kiefer: Die Olympischen Spiele sind nur alle vier Jahre und irgendwann läuft einem die Zeit davon. Und wer weiß, ob ich nicht 2012 schon bei Hannover 96 auf der Bank sitze und die Spieler irgendwo hin dirigiere. Nein, das war nur Spaß...

Okay, was ist denn wahrscheinlicher - Hannover 96 erreicht in dieser Saison die UEFA-Cup-Ränge oder Sie holen eine Medaille in Peking?

Kiefer: Das ist eine sehr schwere Frage. Eigentlich nicht zu beantworten. 96 hat eine gute Ausgangsposition. Und ich traue mir eine Medaille zu. Sagen wir einfach, es wird ein sehr aufregendes Jahr - mit vielen Highlights.

Das Interview führte Petra Philippsen / Eurosport

http://de.eurosport.yahoo.com/14012008/73/australian-open-kiefer-exklusiv-federer-schlagen.html

kiwi10is
01-14-2008, 04:20 PM
Frankfurter Sonntagszeitung
http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E37AA0635372248CC97D00FF77B73FCAF~ATpl~Ecommon ~Scontent.html

kiwi10is
05-09-2008, 03:42 PM
Sorry, only German. I don't have time to translate this right now...

http://www.mopo.de/2008/20080509/sport/sportmix/nicolas_kiefer.html

Neely
05-13-2008, 09:36 AM
http://dtb-tennis.rent-a-cluster.net/livescoring/pc/html/pc,Nicolas_Kiefer,12,80.html

Hamburg, 12 May 2008

Press Conference with NICOLAS KIEFER

Kiefer - Mathieu 6:4, 6:4


Q: Who was your little colleague here?

KIEFER: My greatest Fan, he especially came from Hanover to see me.


Q: Have you known each other long?

KIEFER: Yes.


Q: But not related in any way?

KIEFER: No.


Q: The first match couldn't have been better, right?

KIEFER: Sure, it's always nice to start with a win. I was a bit nervous at the beginning. I practiced hard during the last weeks, but it's always the question if you can put that into action during the match. I felt the ball well. It was a good start, I played good points, always stayed in the game. The thing that counts is the win. And the audience helped me a lot as well. It was a great atmosphere. That makes me happy as well.


Q: What happened during the first match point?

KIEFER: I thought the ball was out. I could have continued playing. That wasn't the reason for sure. Something like that is not supposed to happen. We have the hawk's eye on grass or hard court, but not here. Here the umpire decides.


Q: Isn't it difficult to turn the switch afterwards?

KIEFER: Of course it's difficult. I don't know what would have happened if I continued playing the ball. All in all I played at a very high level today. I played my game, I played aggressively. That makes me happy of course. That pushes me, especially considering the upcoming French Open.


Q: Mathieu said something at the net to you at the end?

KIEFER: He congratulated me.


Q: He looked pissed off.

KIEFER: I would have been as well (laughs).


Q: What can we expect from you during the next week?

KIEFER: Every round is difficult. Mathieu was at 16. You shouldn't underestimate that on clay. I always played tight matches against him. I have to go from match to match. Tomorrow I have a break for a day, I can recover a bit, work on a few things. The big advantage here is the audience who stands behind me. I rely on that. I wasn't here last year. This year I'm here again. Every year I can play here is like a gift to me and a bonus. I don't know if I will be back in Hamburg. So I want to get everything I can from my body, I want to give everything every time I go out on court there. That's what I will do for the next match. Wawrinka or Martin is no easy opponent. Wawrinka just played the finals in Rome. But anyway, the match starts at 0:0: I can always fight.


Q: How many percent did you play today? That was a good achievement. How much more is in there for you?

KIEFER: You can always achieve more. The thing is, I can hardly judge what happens. I went to Rome without any practice beforehand, and it served me quite well. I don't know what it is in percentage. It is important for me to get up in the morning and know that I can ask 100 % from my body. If that is the case, I can play my game for sure.


Q: Is is good to have a day's break or does that disturb your rhythm?

KIEFER: Okay, I could have played doubles tomorrow.


Q: To put it mildly, your balance sheet here in Hamburg could be better. What was the reason for that in the past?

KIEFER: I'm at a stage in my life where I don't have to look back much, I don't have to prove something to me. I try to give 100% every time I go out there. No matter how I feel, I can give everything. I can fight and that's what I try to work on. That's the greatest challenge of the sport, you have to fight and you have to keep up your attitude. You have to show what you are able to show.


Q: You said you weren't sure if you would come back to Hamburg. Was that concerning your own career or the fact that the tournament might not stay in Hamburg?

KIEFER: I hope the tournament will stay a Masters Series. That is a big issue. Of course we fight for it and if there is anything I can do, I would like to do it for the tournament. It's one of the most important tournaments in Germany. What I meant was that I hope it will be still here in Hamburg next year. And if my body holds up I will play of course.


Q: Who is we?

KIEFER: We players.


Q: How do I have to imagine you fighting, do you go up to the ATP?

KIEFER: We try to talk to them. That's the only thing we can do. It used to be a Super 9 tournament, now it's a Masters Series. It's one of the most important tournaments for us Germans. That's why I go out there and try to fight and give everything. That's the most important thing. I hope we will keep the tournament when the decision is made in August.


Q: There is also a Players Meeting, were you discuss things. Was this a topic there?

KIEFER: That's more for general things, new rules or marketing stuff.


Q: What's your impression? Is anything happening? What's the tendency?

KIEFER: I haven't heard anything myself. The big decision is in August.


Q: But time is running out for the ATP and therefore for the players as well. There is no new tournament schedule. The players have to know what's going on. Do the players put any pressure on?

KIEFER: No, we have this year's schedule and the one for next year will be out in August or September, and then we'll see what's on it. Hamburg will stay for sure. I think the question is just in which form.


Q: And when.

But I don't buy it that Mathieu only congratulated him at the net. We understood some more and it wasn't "well played" in French and he was not only pissed off because of having lost.

Yappa
05-13-2008, 11:30 AM
Hehe, true. :D

Was there a kid from Hannover? Must have missed him.

Neely
05-13-2008, 12:18 PM
Was there a kid from Hannover? Must have missed him.
No idea :shrug: I only watched the video from the press conference and noticed nobody.

koipond
05-13-2008, 12:19 PM
Thanks Nelly,for good translate!
and nice win for Hamburg 1st round.:D

Yappa
05-13-2008, 01:43 PM
No idea :shrug: I only watched the video from the press conference and noticed nobody.

Well yeah, of course. That "colleague" of Kiwi was present at the match, it seems?

Neely
05-14-2008, 07:59 PM
Press conference with Kiwi today after the Wawrinka win from the Hamburg site.
Video: http://dtb-tennis.rent-a-cluster.net/rm/kiefer.2.rv

Hamburg, 14 May 2008


Press Conference with NICOLAS KIEFER

Kiefer - Wawrinka 7:5, 7:5


Q: You put in an amazing start there. But you got a bit nervous at 4:3. What happened?

KIEFER: No, I didn't get nervous. Maybe it looked like that, but I just focus on my game. I try to play my game. He just returned well, played better and so it got tighter. The match was on a very high level for both of us. There were some really tough rallies. As you could see, it was a bit like chess. It just went one way or the other. But nevertheless, my aggression was successful at the end.


Q: Are you a bit surprised by yourself? You had two matches on a very high level after the past weeks.

KIEFER: My preparation on clay wasn't that long of course. The French Open are the absolute highlight of course. So you try to get going as good as possible. Naturally I'm happy that I could beat two relatively good players on clay. This will be good for my self confidence. I'll try to keep this going. Now I'm still here in Hamburg, 3. round, so I try to keep on going.


Q: You were very emotional on court. At least it looks like that, with a lot of gestures. It wasn't always like that.

KIEFER: On the inside I'm on fire as well, like other people as well. There were a lot of tight situations and when you win these tight balls, you get an even further push forward.

Another big thing was the support of the audience, of course. It was brilliant to play out there, great atmosphere, like this tennis is the most fun. Of course it's great if you win at the end then.


Q: There was an incredible amount of positive gestures, up to the sky or blowing kisses. Are you surprised that you are nearly loved that much in Hamburg?

KIEFER: Well, it's home (laughs). Of course it's great that it works out like this. I was asked about this this morning already. It's all about the Masters everywhere. I think, everything is in favour of the tournament. We have great weather, we have so many visitors, we have one of the best centre courts of all the Masters Series tournaments. And of course it's great that I'm still in it and try to wave the flag as long as possible. It gets more and more difficult with every round, but compared to Monday I got even a bit better.


Q: Could you do that again tomorrow against a player who is even further up and stronger?

KIEFER: Nikolay ist very tough of course. Especially on clay. You could see it as well, at all the big tournaments, Masters or Grand Slams, he makes it to the finals or semis. He is very consistently. Of course I have to play even better tomorrow. My advantage is, I will go out on court, and even if I don't play my best tennis, I will run and try to play my game, play aggressively again. I know the audience is on my side, and that will help me as well, I think.


Q: How does your body react after 2 hours and 23 minutes?

KIEFER: I was happy when it was over. No, physically I'm okay. That's my advantage, I could work on my fitness during the time I didn't play much tennis, when I was injured and in Hanover. That will pay off now. The match is for 2 sets, 3 at the Grand Slams, but I have the conditionm, the perseverance. Now we will play a bit of doubles and then it will go on tomorrow.


Q: I saw you had a patch on your right shoulder, Was that prophylaxis?

KIEFER: Yes, with that serve (laughs). No, it was prophylaxis.


Q: Football players often say, that they got the match at 2:0. Was there a point during the match …

KIEFER: You can't compare tennis and football. Football players play for 90 minutes. This was a bit more.


Q: Was there a moment you realized you were better than your opponent?

KIEFER: I knew from the start that it would be difficult. Everybody knows he played the finals in Rome last week, he beat good guys. I knew what I had to do, he returned well. There were a couple of tight balls, but I could win them, that was the most important thing. I can't say there was a turning point. Of course, at 5:4, when he served for the set, he had his set balls, but I stayed in the game and that was the most important thing, this attitude, that was why I won.


Q: Were the drop shots part of a tactic you planned before?

KIEFER: There were quite a few good ones, some were not so good, but I could win most of them.


Q: 2001 was the last time you played 3rd round here. What are your goals for this year?

KIEFER: Goals? I go from match to match. I had to laugh a bit when I was welcomed as the great hope. I am 30 (laughs). Great hopes are normally a bit younger. What do you mean with expectations? Of course the expectations go up, also of the audience. I just try to go out there, enjoy it and suck in the atmosphere. I don't think there is anything greater than playing at home, in front of such an audience. Tomorrow is another day. I don't know what to expect yet.


Q: What will you do for the rest of the day? Will you recover or will you even dare to go out to a café with weather like this? Or would it stress you too much if 20 people asked for your autograph?

KIEFER: I don't have the time, I have to play doubles soon.


Q: It's bright until 9 pm.

KIEFER: If I have to play for 3 hours again I won't make it

zveeen
05-14-2008, 10:27 PM
well done Kiwi :)

good luck against Nikolai :)

Yappa
05-14-2008, 10:37 PM
Well, Kohli couldn't play, so no doubles practice for Beijing.

Neely
05-16-2008, 08:42 AM
...
Hamburg, 15 May 2008


Press Conference with NICOLAS KIEFER


Kiefer - Davydenko 7:5, 6:3


Q: Gratulations. How do you feel?

KIEFER: Good. It is really an overwhelming feeling. It was a great atmosphere out there, it was really fun again. And it turned out well again. Fighting spirit. You can't really expect a better ending.


Q: Don't you start to think it's kind of scary at this point?

KIEFER: No, it's great. I enjoy it. It's really a nice feeling. I also realize that my game gets better every day, a bit more consistently. Today I had to add up to it again. It's quite hard to beat Davydenko on his favourite surface. It wasn't easy for sure, I needed a lot of power. I felt it in my body. It didn't work that well but I tried to fight. I know that I have to let myself rest more in the next week - I will probably only play every second day then.


Q: Tomorrow it's the first time you will be the favourite according to rank. How do you deal with that?

KIEFER: Maybe it's like that on paper and for sure that's what's expected. Everybody says he should win against him. But I don't see it this way. Seppi is a tough opponent and he plays very consistently. Especially on clay, it will be difficult. I don't see myself as the big favourite. I will try to go out there, enjoy it, to play my game and not concentrate too much on his game. I know, my big advantage is the audience again, which will push me forward even if things don't work out the way they should. That's the best of all. I've been here for 10 years now and it got better every year. As one says, love grows over time.


Q: But there were other important things as well. You never lost your nerves during the important phases, you didn't work yourself up that much.

KIEFER: Yes, I did get worked up. I was on fire inside. Like a volcano, but I kept it quiet.


Q: Is Davydenko the type of guy who can make that volcano erupt?

KIEFER: No. He is a tough player, he gets every ball back. You don't receive presents. You have to work for each and every point. With other players, you can get free points once in a while. I have practiced with him a lot. It really isn't easy. He is like a ball machine, as consistent as that, always left, right, left, right. You can really get desperate at times. I I coped well and stayed tough mentally and went through all the rallies. I have the persistence, the power. It was very tough, but I made the big points.


Q: You always touched the outer lines of the doubles court. Is that a ritual, a reflex? Is that for luck?

KIEFER: I've been doing that for ages. That's just part of me. I don't know if it helps my luck. I've been doing it for 15 years. There were years it worked well and other years were it didn't (laughs).


q: Seppi threw out Monaco. Can you remember situations in your career where you threw a big player out of the tournament and couldn't motivate yourself for the next match?

KIEFER: At my age now, lots of things could happen. I have to try my best, see what's possible. Of course a lot of people will say now, you will easily beat Seppi. But exactly those are the tough games. I think if I play like I play at the moment, I have a good chance to beat him. But that depends on your daily form. You need a bit of luck, a dead net here, a ball on the line there. I just have to make all the important points. If that's the case I think it will be possible.


Q: Don't you get nervous thinking you could make it to the semis? How do you manage to just concentrate on the next match?

KIEFER: It's a match like every other one as well. I have to concentrate on that. Of course it's nice that I bet two top 10 players in two days. But I try to prove myself something, and that's the biggest challenge for me, to go out there after three difficult days, difficult games and give my best. Those are the types of challenges I work for. That's why I have the team around me, which tries to built me up as good as possible. It's team work, but at the end of the day it's me out there on court trying to succeed.


Q: That was really emotional at the end when you were cheered by the fans. Is it comparable to Hanover in the past?

KIEFER: Yes, it was really emotional, a great feeling. I would have loved to stand there until the next morning (laughs). But the legs get tired and the back as well. It was nice, of course, you enjoy that. But on the other hand, as I heard the Klitschkos saying: "After the fight is before the fight". And that's true. After the match is before the match. As soon as I get off court, I start to prepare for the next match. But it was a great feeling, a great atmosphere. You try to take that with you. It will be difficult to fall asleep, because everything is very exciting. Of course, it's home, in Germany. But tomorrow, when I get up, the match against Seppi counts. I am looking forward to going on court again.


Q: How do you prepare specifically? What will you do tonight and tomorrow?

KIEFER: I will get myself pampered a bit, eat a bit. I got a bit of a weakness this week, I eat an ice cream every night. That's something like a quirk (laughs). That's what you do.


Q: So you are probably not that ungrateful that the doubles were cancelled last night because of Philipp's injury?

KIEFER: I would have liked to play, and I'm sorry for the tournament. Charly gave us a Wild Card, and if we hadn't needed it some young players could have used it. I was ready for a fight, and you can always use the doubles to try some things out. But it didn't happen. I was a bit sad about that.


Q: I meant because of your physical shape?

KIEFER: Yes, but one hour more or less …


Q: You asked for the physiotherapist once and then sent him away again. What happened there?

KIEFER: He built me up a bit (laughs). No, it's obvious you will notice your body after pressure like that. A couple of pain killers and things can go on.


Q. You indirectly thanked your girlfriend after the match. Is she here?

KIEFER: There are people with a normal job.


Q: She could have taken off.

KIEFER: She was here at the beginning of the week. If I'm still here at the weekend, she will come here as well. But it's a long way (laughs).


Q: What do think is really still possible for you? What is your feeling?

KIEFER: No idea. Of course it's a nice feeling to be in the quarter finals for the first time here in Hamburg. Tomorrow is a day like every other one as well. I have to get up, have breakfast, eat lunch, practice and then go on court. The only thing that counts is pick up your legs, run, fight. Those are the things that always have to be present. The attitude, the fighting spirit. If everything fits then … it's like a puzzle. You can't speculate. I have to go in there like in every other match as well.

kiwi10is
07-19-2008, 10:50 PM
an alle Deutschen Fans:

Sonntag 20.Juli 22:30 NDR eine Olympiasendung mit Kiwi

und am 5.08. Olympia Sonderedition vom Pilawa Quiz auch mit Kiwi

Neely
07-20-2008, 12:27 PM
Thanks :worship: I didn't know about that yet! :yeah:

Yappa
07-20-2008, 09:23 PM
I don't want to be reminded of Athens. :sad:

kiwi10is
07-23-2008, 08:33 PM
Today Rainer Schüttler got nominated by the NOC for Beijing and since Rochus, Darcis and Sela will not be allowed to go by their NOCs it is very very likely that Rainer will get onto the ITF acceptance list.... We will get a Kiefer-Schüttler comeback in doubles.... Kiwi will be very happy about that!!!!

Yappa
07-24-2008, 01:24 AM
I don't know. I know that he'd like to play with Schuettler, but that wouldn't be very fair to Kohlschreiber, would it? And is it even possible, changing the doubles team?

kiwi10is
07-24-2008, 05:10 PM
Kohlschreiber only got in because of Kiwi so he shouldn't complain if he has to give his doubles spot to Schüttler!!!

and on Monday Kiwi and Rainer will be No 1 and 2 in Germany and I think the best two should play doubles :-p

Glinda
08-04-2008, 10:03 PM
und am 5.08. Olympia Sonderedition vom Pilawa Quiz auch mit Kiwi

And I'm not at home... :bigcry:

Guess Ill beg someone to tape it for me, thx für the info! :worship:

Now that Kohlis injured anyways the probabaillity for doubles is growing and growing :D rainer :couple: kiwi

Neely
08-06-2008, 12:42 AM
OMG, I missed the Olympic quizshow with Kiwi, too :banghead:

Did somebody see it and can tell me how much they won? :confused:

I hope they were more clever than the last time as they squandered the money by risky play despite not knowing the answer for sure... :o

Glinda
08-06-2008, 01:05 AM
They won 30.000 :bigclap:

But Kiwi :confused:

He thought the average german woman was fully educated at 30(instead of having her first child... :rolleyes:)

And both he and Stich had Geography LK in school and didn't even know for sure which countries are seperated by the Pyränäen :eek: (even I [= total noob in geography] knew that...)

But it was kind of funny :devil: Aaaand he still had longer hair :hearts::hearts::hearts:

Neely
08-06-2008, 01:12 AM
Thanks for the message to let us know :yeah: But secretly, I would have hoped for something bigger.

Did they fall down after answering the last question wrong, or did they chose to stop because they thought they would not know the question? Last time he played with Andrea Kiewel they went a risk despite they had no clue about the right answer and fell down hard in the money ladder.


Wow, that was pretty bad if they didn't know this Pyränäen question? :rolleyes:

Glinda
08-06-2008, 01:31 AM
They had it right but they seemed to be just guessing... with a little bit of help :rolleyes:

They set their bars at 10.000 and 30.000 and answered wrong to the 50.000€ question. But I would have answered the same :D

What was never an olympic sport?

They guessed "headjumping" (wtf! :eek:), but it was "Stelzenlaufen"

kiwi10is
12-31-2008, 09:35 AM
http://hopmancup.com/?id=103&NewsId=229

'Kiwi' Kiefer Excited to be Back in Perth
30/12/2008

By Chris Pike

GERMAN veteran Nicolas Kiefer arrives back at the Hyundai Hopman Cup as his country's top-ranked male player and he's hoping a strong Cup can set up a strong 2009 for him.

Kiefer returns to Perth after first appearing at Hyundai Hopman Cup XVIII, and will provide the veteran leadership to the German team, with his partner exciting teenager Sabine Lisicki.

Kiefer is coming off an amazing 2008 that saw him make the final of the Masters Series Canada in July were he beat last year's Hyundai Hopman Cup winner Mardy Fish, Russian pair Mikhail Youzhny and Nikolai Davydenko, and fellow Hopman Cup participants for this year James Blake and Gilles Simon.

From there, he made the third round of the Olympic Games before being invited to be part of the season-ending Masters Cup. It was a strong year for the 31-year-old who went on to make his only Grand Slam semi-final at the Australian Open when he last appeared in Perth in 2006.

He enjoyed his Hyundai Hopman Cup experience that time and is glad to be back in Perth again.

"I have good memories from when I was here for the first time in 2006 and it's always nice to be back. I was chatting with Paul so many times and he invited me, and us as a German team, back again, so I'm really happy to be here," Kiefer said.

"It would be nice if I had the same Australian Open as last time I came here, I wouldn’t complain if that happened. This is my focus now though. We are here now and Australian Open is in four weeks, so that's still a fair way away.

"It's the best preparation for it because we get the chance to practice outdoor in the heat and then have the matches indoor against great opponents with three matches for sure, and three mixed doubles."

Germany begins its quest for a third Cup title on Monday's Session 3 taking on Australia, and that will see a tremendous men's match between Kiefer and Lleyton Hewitt. Despite Hewitt holding a 3-0 career record over Kiefer, the man known as 'Kiwi' is looking forward to the challenge.

"It's never easy to play against him, especially here in Australia but you have to take it how it comes. It will be a good atmosphere, I'm going to enjoy it and it's going to be a great game. He is always a tough competitor and never gives up," he said.

"It's the same for me, I like to fight and I like the one-on-one competition. The game is getting faster and faster, and you just get older and older, so you have to try to find different shots to be successful."

Kiefer is also looking forward to teaming with Lisicki for the first time, who broke into the world's top 50 in 2008, and he's feeling fresh and ready to go after a two-month break.

"This is the first time and I'm looking forward to it. She's a newcomer and only 19-years-old, so it's a good mixture," he said.

"Tennis-wise I can't say how I'm going because I haven’t played for a while, but physically I'm pretty good. Everybody knows the season is off for a long time and the last tournament was at the beginning of November, so it's almost eight weeks later, so honestly I don’t know how my form is."

Rather than spending Christmas back home in Sievershausen, Germany, Kiefer and his family were in Thailand and now they've all followed him to Perth.

"I was actually in Thailand and it was 30 degrees there, so it was better than Germany at this time of the year. My family was there, my parents are here in Perth and it's nice."

Ready to go!!

kiwi10is
02-10-2009, 03:47 PM
According to Eurosport and TZ Kiwi returned to Hannover last weekend and started tennis practice again yesterday. They quote him like this "Ich gehe davon aus, dass ich bis dahin wieder fit bin. Ich freue mich drauf." I am expecting to be fit until then (the Davis Cup) and I am looking forward to it. "Ich freue mich so darauf, dass ich am Montag endlich wieder einen Schläger in die Hand nehmen kann" - I am so much looking forward to finally hold a racket in my hand again on monday

Yappa
02-11-2009, 10:48 PM
:yeah:

kiwi10is
02-16-2009, 05:36 PM
Kiwi is fit again!!! He asked for a wildcard in Dubai and Delray Beach

EDIT: And he got one for Dubai!!!! GOOOOOOOOOOO KIWI!!!!!!!!!!!!

Hm... at least they said so on the tournament website.. but he is not in the maindraw :-(((

JMG
02-22-2009, 12:59 PM
More than 1 day has passed since we got the main draw and still no news about the reason? Of course, what happened indicates that he would have got the wildcard, but refused it, as if he isn't ready to play yet. :(

Before the bad news came out yesterday, I was wondering why he didn't ask for Besancon. This would have been a nice test on hardcourt in Europe with solid opponents.

kiwi10is
02-22-2009, 09:04 PM
He never posts on sundays... let's wait for monday... but there is still a small chance that the injury wasn't the reason to give the wildcard to Seppi.... hope dies last like he always says
And why Besancon if he could have played in Wolfsburg which is just next to Hannover?? I was hoping for Wolfsburg.. but he didn't appear in this draw, too :-((

kiwi10is
03-15-2009, 05:57 PM
nice interview http://www.atpworldtour.com/tennis/3/en/formandfitness/physicaltraining/kiefer1.asp

kiwi10is
10-30-2009, 02:17 PM
Kiwi will carry the torch for the Olympic Wintergames in Vancouver

15 international torchbearers join Vancouver 2010 Olympic Torch Relay that launches today.

CTC collaborated with VANOC to select runners, lend celebrity glitz to largest domestic relay in Olympic history.
by CTC News Staff 30 October 2009
| Search for images of Canada at our Digital Asset Management site.

The waiting is over. Today, the Vancouver 2010 Olympic Torch Relay gets underway in Victoria, BC, the start of a 45,000-km (28,000-mi) odyssey crisscrossing Canada from coast to coast to coast. Of the 12,000 torchbearers, there are 15 confirmed international ones chosen by the Vancouver Organizing Committee for the 2010 Olympic and Paralympic Winter Games (VANOC) in collaboration with the Canadian Tourism Commission (CTC), lending extra celebrity lustre.

The commission’s objective for the project is to generate media buzz for “Canada’s Games” in its nine key markets around the world and two emerging markets by inviting local celebs, athletes and VIPs to Canada to run with the legendary flame.

It’s the largest domestic relay in Olympic history: 12,000 torchbearers on a journey through 1,000-plus communities in every Canadian province and territory. Supported by the Government of Canada, the relay is presented by Coca-Cola and RBC.

The relay finishes in Vancouver, BC, on Feb. 12, 2010, as the curtain rises on the 2010 Winter Games.

Here’s the CTC/VANOC list in full:

Nov. 1: Speed skater Chun Lee-Kyung from South Korea in Tofino, BC.

Nov. 4: Aerial skier Alisa Camplin from Australia in Dawson City, YT.

Nov. 9: TV commentator Mary Carillo from the US in Iqaluit, NU.

Nov. 12: Figure skater Katarina Witt from Germany in L’Anse aux Meadows National Historic Site, NL.

Nov. 17: Short track speed skater Ikue Teshigawara from Japan in Port Hawkesbury, NS.

Nov. 22: Short track speed skater Yang Yang from China in Summerside, PEI.

Nov. 24: Swimmer Cesár Cielo from Brazil at Hopewell Rocks, NB.

Dec. 3: Tennis player Nicolas Kiefer from Germany in La Cité, Québec City, QC.

Dec. 17: Bollywood star Akshay Kumar from India in Toronto, ON.

Jan. 7: Former ski jumper Eddie “The Eagle” Edwards from the UK in Winnipeg, MB.

Jan. 11: Figure skater and TV commentator Philippe Candeloro from France in Wanuskewin Heritage Park, just north of Saskatoon, SK.

Jan. 19: Opera singer Anna Maria Kaufmann from Germany in Calgary, AB.

Jan. 25: Speed skater Ye Qiaobo from China in Osoyoos, BC.

Feb. 5: Torchbearer to be announced for Whistler, BC.

Feb. 11: Torchbearer to be announced for Burnaby, BC.

http://mediacentre.canada.travel/content/ctc_news/vancouver-2010-olympic-torch-relay-15-torchbearers

NicolasKiefer44
10-31-2009, 04:11 AM
Awesome! Gosh, when is Kiwi going to get a break and have an awesome, injury free tourney?

Eden
08-13-2010, 06:09 PM
Kiwi's baby was born this Wednesday. It's a little girl called Mabelle Emmilienne :)

Translation of what is written on Nicolas' website:

"I was present at the birth. It was the biggest moment of my life. We are over the moon and really proud. It's an indescribable feeling to keep this little life in your hands. I thank Anna." Mother and daughter are well.

Kiwi writes: "Mabelle Emilienne has immediately laughed and the eyes opened. It's simply fantastic! Now we are a family. It was the most beautiful day in our life and we are looking forward to a common future with our daughter."

Congrats to Kiwi and Anna and all the best for the little family :)

rrfnpump
08-13-2010, 11:27 PM
Mabelle Emmilienne

:spit: :o

knight_ley
08-15-2010, 06:21 PM
congrats to kiwi! :)

Sapeod
08-16-2010, 02:50 PM
Congrats, Kiwi :bounce:

I♥PsY@Mus!c
08-16-2010, 07:44 PM
Didn't know he has a gf and has become a father. :eek:

Congrats Kiwi and hope we'll see him on the court soon. :D:bigclap:

Hellraiser
08-24-2010, 11:08 PM
Any news about starts in this year?, WC's in challengers or playing in #250 qualys?

kiwi10is
09-04-2010, 10:30 PM
http://bilder.bild.de/BILD/sport/mehr-sport/tennis/2010/09/05/nicolas-kiefer/nicolas-kiefer-frau-baby-17520674-mfbq,templateId=renderScaled,property=Bild,width=4 65.jpg

http://www.bild.de/BILD/sport/mehr-sport/tennis/2010/09/05/nicolas-kiefer/fuer-meine-tochter-quaele-ich-mich-noch-mal.html

in the interview he is talking about his plans for the tour. He will spend some more time with his baby before he will start playing challengers. He wants his daughter to see him play and realize it. So he wants to play 3 more years he said.

Smoke944
09-05-2010, 04:58 AM
That's wonderful :D

misty1
09-22-2010, 01:36 AM
thats great new to hear:)

james82
09-27-2010, 12:12 AM
awesome news :d

Hellraiser
09-28-2010, 10:17 PM
awesome, awesome

But when he will sign up in tournaments?

The Hooded Claw
10-02-2010, 06:42 PM
Good news - maybe this break was what he needed to allow his body to recover enough to play a few more seasons. It really looked as though he was breaking down at the end of last year and that would be it.

Kiwi still has the skills to be top 100 at least, as his win over Youzhny at Halle showed earlier this year, despite his lack of match play.

NicolasKiefer44
10-09-2010, 02:16 PM
Congrats Kiwi. He looks so happy. It's good news that he is taking a break and coming back. I would love to watch him a few more times and enjoy our Kiwi on the court.

Eden
02-02-2011, 11:18 PM
Translation of a recent German interview with Kiwi:

Nicolas Kiefer about the end of his tennis career

Tennis professional Nicolas Kiefer has finished his career as active player. Soon he is going to give advices to tennistalents near the Maschsee [lake in Hannover]

http://www.paz-online.de/var/storage/images/np/sport/uebersicht/nicolas-kiefer-ueber-das-ende-seiner-tenniskarriere/11222069-2-ger-DE/Nicolas-Kiefer-ueber-das-Ende-seiner-Tenniskarriere_ArtikelQuerKlein.jpg

Nicolas Kiefer doesn't regret the end of his career a little bit. He is only missing the warm weather on the tour.


Mr. Kiefer, one month ago you announced the end of your career. Have you regretted your decision when you watched the Australian Open on TV?

No, I didn't regret it at all. The only thing which makes me a bit sad is the warm weather in Melbourne with 30 degrees. I have always been there were the sun was shining and we had good weather. No matter if it was Australia, Indian Wells or Miami - I always travelled behind the sun. But it was natural that this decision would have to be made one day and I don't regret it at all.

Has the birth of your daughter Mabelle in last August been the last kick which you needed to stop after so many injuries lately?

What does kick mean? I always recovered quite good from the injuries and was able to fight back. But it is for sure that after the birth of my daughter many things habe become minor. The whole life got new priorities. Therefore it is important for me that the tennis association of Lower Saxony accepts it that I'm only doing a time-limited engagement and that it isn't a fulltime job. I see all the time how important I am as a father for my daughter. I really like it to look after her and I spend many time with her.

You played 640 singles in your career on the ATP tour, won 6 tournaments and about 7,5 Million Dollar prize money. What has been a highlight for you when you look back now?

The Olympic Games 2004 in Athens without a doubt. To get the silver medal there, even though it was unlucky. But it was the biggest success in my career nevertheless. Of course there have been many great moments on the tour. You can't really describe this experience in words. It's a lifeexperience to have the chance to make your hobby to your job. Being able to travel and compete with the best players of the world - may it be Roger Federer or Rafael Nadal. That has truly been a gift. But everything has an end one day.

Do you sometimes have the 4 missed match points of the Olympic doubles final in Athens in your mind?

I have them in mind, yes, and I also have videos. This is one thing which will connect me and Rainer Schüttler for a whole life (laughs).

You said you can't really describe the feeling of being part of the tour with words. How do you want to bring these experiences near to talents in Hannover now?

I want to convey them that they have to live this sport maybe a bit more. It's about practicing in other aspects as well - to spend much time on the court but also to watch tactical videos. Tennis is like chess somehow: You make a move and checkmate your opponent then. It isn't about just ballbashing. The best example is to look at Rafael Nadal. Or Lleyton Hewitt - he builds everything up and then there is the final hit. When you get the children into this kind of thinking it is already a big success.

It will take a few years but would you advise your daughter one day to become a tennis professional when she would like it?

(laughs) I like golfing and so I don't know if she should better became a tennis- or golfprofessional.

So you wouldn't advise your children to stay away from a career as a professional athlete even though you once compared the tour with a shark tank...

That it is indeed. It's a difficult decision for sure but I haven't really thought about it yet seriously.

Then let us talk at the end about your second career as a football player: Do you aim to bring yourself up into discussion of Mirko Slomka [coach of Hannover 96] when you play in the "Over 32" team?

(laughs) No. I have always looked for new challenges and see football as recreational sport. We have a great team there and lately I got an invation of a traditional team of Hannover. When my time allows it I would like to take part.

Interview by: Björn Franz

German source: http://www.paz-online.de/Nachrichten/Sport/Sport-ueberregional/Nicolas-Kiefer-ueber-das-Ende-seiner-Tenniskarriere

Eden
05-03-2011, 10:00 PM
It was announced today that Kiwi is going to play a showmatch against Andrej Medvedev on June 12th in Halle directly before the final of the tournament.

NicolasKiefer44
07-01-2011, 11:56 PM
Any recent pics? Info? I miss Kiwi.

Tricky_Forehand
01-09-2013, 09:33 AM
Even though he's been retired awhile now...still miss him.